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Gruppenprojekt Guxhagen
Am 06.12.2004 hatten wir Frau Margarete Gross von der VHS zum Thema “Nein sagen” zu uns eingeladen.
Nach einer kurzen “Blitzlichtrunde”, in der jeder sagen sollte, in welchen Situationen Probleme bestehen NEIN zu sagen, begannen wir mit einem Rollenspiel. Dazu suchten wir uns je eine Partner/in aus. Wir sollten uns vorstellen, wir wären in der Kasseler Innenstadt und hätten etwas entdeckt, was wir unbedingt haben wollten. Nun fehlen uns aber 50 Euro, um es zu kaufen. Plötzlich entdecken wir unseren vorher ausgewählten Rollenspielpartner/in und sollen sie/ihn dazu überreden, uns das Geld zu leihen. Unser Gegenüber hatte die Aufgabe, auf keinen Fall nachzugeben, obwohl sie/er das Geld hätte.
Wir stellten fest, dass die, die das Geld forderten, alle Register zogen, die, die das Geld geben sollten sich händeringend Ausreden suchten, um es nicht abzugeben. Frau Gross gab uns dann die Anweisung, uns einen festen innerlichen Grund zu suchen, warum wir das Geld nicht abgeben wollen (z. B. schlechte Erfahrung mit dem Verleih von Geld). Nach einer gewissen Weile wurde das Rollenspiel beendet und nachgefragt, wie sich wer gefühlt hat, ob das Ziel erreicht oder wie schnell aufgegeben wurde. Im Anschluss wurden die Rollen getauscht und es erfolgte eine erneute Nachfrage.
Nachdem wir nochmals Situationen zusammengetragen hatten, stellte sich schnell heraus, dass sehr viele von uns Probleme haben, für sich selbst einzustehen und sich ganz besonders am Telefon immer wieder “breitschlagen” lassen zuzuhören, obwohl man ganz andere Pläne hatte. Durch ein Rollenspiel (Barbara und Carmen) wurde zuerst ein ganz normales Telefonat gespielt, wie es bei Barbara sehr oft vorkommt, nämlich dass sie auf ihre Gesprächspartnerin eingeht und sich selbst immer wieder “einwickeln” lässt. Danach schlug Frau Gross einige Satzstellungen vor und riet Barbara, ruhig auch die berühmte “hängende Schallplatte” zu benuten (“ich möchte jetzt nicht weiter telefonieren”). Dieses Gespräch verlief für Barbara nun viel besser, sie erreichte schnell, dass Carmen ihr nicht ihr weiter ihr Leid klagte.
Es war ein sehr gelungener, informativer aber auch lustiger Abend, an dem wir einiges mit nach Hause nehmen konnten. Wir bedanken uns bei Frau Gross für diesen Abend, ebenso bei unseren Initiatoren Edeltraud, Ute und Isolde, die die Idee für dieses Projekt hatten und sich um einen Termin gekümmert haben.
Redaktion: Carmen B.
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