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All unseren Gönnern und Helfern, Ehrenmitgliedern, Mitgliedern und deren Angehörigen wünschen wir ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2009
DEPASH Depression + Angst Selbsthilfe e.V. Nordhessen
Der Vorstand
gez. Helga JakobAndrea Schmidt
EHRENBRIEF DES LANDES HESSEN
Es hat die richtige getroffen .
Am Montag , dem 08.12.09 um 15.00 Uhr wurde Helga eingeladen nach Homberg, um den Ehrenbrief des Landes Hessen von Landrat Frank Martin Neupärtel in Empfang zu nehmen .
Im Saal standen Kaffee, Kuchen und Häppchen bereit.
Es war eine feierliche Stimmung.
Zuerst wurden Bilder für die HNA mit allen zu Ehrenden, deren Bürgermeistern und dem Landrat gemacht .
Dann begrüßte uns der Landrat.
Er bat dann die als erste zu ehrende, Helga nach vorne.
Er bedankte sich für ihr Engagement und führte aus, wie Depash angefangen hat und wie der Verein heute da steht . Ohne sie wäre vielen Menschen nicht geholfen worden. Am Anfang hat sie viel aus eigener Tasche gezahlt . Was sie aufgebaut hat, ist sehr lobenswert . Er wünschte Depash und Helga auch für die Zukunft alles erdenklich Gute und Gesundheit .
Er überreichte den Ehrenbrief und einen wunderschönen Blumenstrauß und eine Anstecknadel.
Der Bürgermeister von Malsfeld überreichte auch ein Geschenk und schloss sich seinem Vorredner an. Er sagte noch, er wäre stolz, so eine engagierte Bewohnerin in seinem Kreis zu haben.
Und nun noch mehr.
Im Januar fährt Helga auf Einladung von Bundespräsident Horst Köhler nach Berlin .
Ich finde, das hat Helga auch verdient .
Wie ginge es vielen von uns heute, wenn es DEPASH nicht gäbe ????
Wir wünschen dir einen wunderschönen Aufenthalt in Berlin .
Autor: ( Andrea Schmidt )
Hallo liebe Depashler
Ich möchte mich hiermit bedanken bei euch für die zahlreichen Berichte, Geschichten, Erfahrungsberichte u.s.w. die ihr mir im Jahr 2008 zugesendet habt zum Veröffentlichen im Depashkurier.
Macht bitte auch weiter so im Jahr 2009 und schreibt auch ruhig mal einen Bericht über euch selbst eure Erkrankung wie ihr damit umgeht was euch geholfen hat oder wie es euch zum Beispiel gefallen hat bei der Nachtwanderung, Grillfeier u.s.w.
Auch wenn mal ein Rechtschreibfehler ein ( , ) fehlt oder ein anderer Fehler drin sein sollte, das macht nicht b.z.w kann man den noch korrigieren.
Außerdem steht auch nicht euer Name darunter wenn ihr das nicht wollt, dann schreibt einfach Autor: unbekannt ansonsten steht nur euer Vorname darunter.
Falls ihr keinen PC haben solltet fragt ein anderes Gruppenmitglied der einen PC hat ob er euch hilft beim Schreiben oder schreibt es handschriftlich auf ein Blatt oder mit Schreibmaschine und schickt es mir zu.
Also, traut euch ruhig mal selber was zu schreiben das hilft auch anderen, wenn Sie lesen das ein anderes Gruppenmitglied die selben Probleme hat. Es ist dann oft auch hilfreich zu lesen wie ein anderer mit seinen Problemen umgegangen ist das kann einen anderen helfen selber auch besser mit seiner Erkrankung zurecht zu kommen.
Gruß Redaktion und ein frohes neues Jahr 2009.
Ralf Oberfichtner
Schickt mir bitte alles an folgende Emailadresse kurier@depash-nordhessen.de oder per Post Adresseninfo bei Andrea Schmidt
Depression
Sicher erkennen - Richtig behandeln
Psyche - Vorübergehend niedergeschlagen oder im dauerhaften Tief? Die richtige Lösung zu finden ist manchmal nicht einfach. Prof. Martin Hautzinger und Prof. Manfred Wolfersdorf beantworten die wichtigsten Fragen.
Mehr als vier Millionen Menschen sind derzeit in Deutschland an einer Depression erkrankt, schätzen die Experten des Bundesgesundheitsministeriums. Selbst wenn die Erkrankung erfolgreich behandelt wurde, erleidet im Durchschnitt jeder zweite Patient nach fünf Jahren einen Rückfall. Eine Depression geht mit einem hohen Suizidrisiko einher und steigert die Gefahr von Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Woran lässt sich erkennen, dass ich nicht nur niedergeschlagen, sondern krank bin?
Wolfersdorf: Die Krankheit geht mit stark gedrückter Stimmung, Freud -und Interesselosigkeit einher. Der Antrieb ist vermindert, ebenso die Lust. Das zeigt sich auch in langsameren Bewegungen und verarmter Sprache.
Hautzinger: Hoffnungslosigkeit und Selbstzweifel, die in ständigem Grübeln münden, sowie eine Orientierung auf Misserfolge gelten als weitere Anhaltspunkte. Der Kranke fühlt sich wertlos, schuldig und verantwortlich für alles, was schief läuft. Die Symptome lassen sich durch nichts abschütteln, der Betreffende reagiert eher stumpf und unberührt.
Woran merken Angehörige, dass ein Familienmitglied erkrankt ist?
Wolfersdorf: Angehörigen fällt auf, das der Betroffene sich zu nichts mehr aufraffen kann. Häufig denken sie dann, er will nicht. Dabei ist das ein Nichtkönnen. Und ganz gleich, was jemand sagt, alles wird vom Erkrankten ins Negative gedreht. Angehörige sagen dann oft: "Jetzt redet und denkt er nur noch negativ." Hinzu kommen anhaltende Schlafstörungen, Appetitlosigkeit und Ängste, insbesondere vor der Zukunft.
Gilt das auch für Kinder und Jugendliche?
Hautzinger: Bei Kindern und Jugendlichen gibt es noch andere Anzeichen: Klagen Kinder beispielsweise über diffuse Bauch- oder Kopfschmerzen, entdecken wir oft ein stärkeres ängstliches und depressives Verhalten dahinter. Neben den bereits für Erwachsene genannten Symptomen beobachten wir bei Jugendlichen eher ein gereiztes, mürrisches Sich -Zurückziehen und Abkapseln. Solche Verhaltensweisen sollten die Eltern alarmieren, denn junge depressive Menschen sind in großer Gefahr, Suizid zu begehen.
Trifft das Stimmungstief meist Frauen?
Wolfersdorf: Nein, aber die Depression bei Männern wird geradezu vernachlässigt. Diese betonen eher körperliche Beschwerden, wie Rückenschmerzen, sind gereizt, aggressiv und ziehen sich zurück. Der Gebrauch von Suchtmitteln, beispielsweise Alkohol, spielt ebenfalls eine Rolle. Bis zum Alter von 30 Jahren haben wir ein Verhältnis von 1:1, wenn wir das Stimmungstief von Frauen nach der Geburt eines Kindes herausrechnen. Das heißt, auf eine erkrankte Frau kommt ein Mann. In der Altersgruppe von 30 - 65 Jahren verschiebt sich das Verhältnis auf 2:1, und jenseits des 75. Lebensjahres ändert sich die Häufigkeit der Depression zulasten der Männer. Mit zunehmendem Alter steigt zudem die Suizidrate bei Männern deutlich an.
Wann gilt man als depressiv?
Hautzinger: Dauern die genannten Symptome länger als zwei Wochen, bezeichnen wir sie als krankhaft.
Was passiert bei Depressionen:
Hautzinger: Die Erkrankung betrifft den gesamten Menschen, sein Denken, Wollen, Empfinden und auch Körperfunktionen. Da laufen Prozesse ab, die von innen - etwa durch Hormone oder von außen - etwa den Verlust des Arbeitsplatzes - oder der Tod eines nahestehenden Menschen - angestoßen sein können. Hinzu kommt, dass Depressionen oft sehr leistungsorientiert sind und abhängig von Zuwendung.
Wolfersdorf: Auf der körperlichen Ebene finden wir bei schweren Depressionen beispielsweise Störungen bestimmter Botenstoffe im Gehirn. Es mangelt an dem für unsere Stimmung zuständigen Serotonin und dem überwiegend für den Antrieb mitverantwortlichen Noradrenalin.
Wie sieht optimale Hilfe aus?
Hautzinger: Bei leichten bis mittelschweren Depressionen haben sich drei Optionen bewährt: die Behandlung mit Antidepressiva, verschiedene psychotherapeutische Verfahren sowie eine Kombination aus beidem. Manche Patienten wollen vom Arzt nur ein Medikament, damit es ihnen besser geht. Eine Psychotherapie verlangt stets ein aktives Mitarbeiten, um zum Beispiel Überforderungen in Zukunft rechtzeitig erkennen zu können. Nicht jeder will da mitmachen, weil es anstrengt und Änderungen im Denken und Verhalten des Betroffenen erfordert. Da wir wissen, dass Medikamente den Antrieb, die Zugänglichkeit und auch die körperlichen Beschwerden wie Schlafstörungen bessern, sollte der Arzt bei einer schweren Depression unbedingt Antidepressiva verordnen.
Machen Antidepressiva abhängig?
Wolfersdorf: Nein. Antidepressiva machen weder abhängig, noch verändern sie die Persönlichkeit. Um wirksam zu sein, müssen die Medikamente regelmäßig genommen werden. Erst nach zwei bis vier Wochen zeigen sich Effekte.
Was unterstützt die Heilung noch?
Wolfersdorf: Körpertherapien, wie Rhythmik, Tanz und Sport, gehören dazu. Über die Bewegung lernen Depressive, ihren Körper wieder wahrzunehmen und Empfindungen auszudrücken. Ähnliches gelingt mit Entspannungsmethoden wie der progressiven Muskelrelaxation nach Jacobsen und kreativen Therapien, etwa Malen. Regelmäßiges Laufen und Schwimmen hellen gleichfalls die Stimmung auf und stabilisieren. Daneben findet soziales Kompetenztraining statt. Auch Angehörige werden in den Prozess einbezogen, denn sie leiden selbst enorm unter der Depression. Und nicht zuletzt gibt es den großen Bereich der Selbsthilfe. Dort finden neben Gruppengesprächen gemeinschaftliche Unternehmungen statt.
Wo finden Betroffene Hilfe?
Wolfersdorf: Ansprechpartner können der Hausarzt, ein Psychiater oder ein Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie sein. Der Erkrankte kann sich auch an einen ärztlichen oder psychologischen Psychotherapeuten wenden oder die Institutsambulanz einer Depressionsstation aufsuchen. An deutschen Fachkrankenhäusern für Psychotherapie gibt es rund 110 solcher Stationen. Hautzinger: Bei Kindern und Jugendlichen empfiehlt sich auch der Schulpsychologe. Universitätsambulanzen sind eine weitere Möglichkeit.
Woran erkenne ich, dass der Psychologe oder Psychiater gut zu mir passt?
Hautzinger: Der Patient muss das Gefühl haben, dass die Chemie zwischen ihm und dem Therapeuten stimmt. Zudem erklärt dieser ihm verständlich, was auf ihn zukommt. Ziele, die erreicht werden sollen, stimmt er mit dem Erkrankten ab. Er nennt den Zeitrahmen, macht die Behandlung also durchschaubar.
Warum erkranken mehr als die Hälfte der Patienten erneut?
Hautzinger: Wir müssen davon ausgehen, dass Depressionen ein hohes Rückfallrisiko besitzen. Wer einmal eine durchlebt hat, hat eine 50-prozentige Wahrscheinlichkeit, ein- wie wir sagen- "zweite Episode" zu erleiden. Bei zwei oder drei solcher erneuten Depressionen liegt das Risiko sogar bei bis zu 90 Prozent, noch ein viertes und fünftes Mal zu erkranken. Depressive müssen lernen, Überforderungen rechtzeitig zu erkennen und darauf einzugehen. Ich erkläre das meinen Patienten so: "Manche Menschen leider bei Stress unter Magenschmerzen und Kopfweh. Bei Ihnen kann er zu einen Depression führen." Damit es nicht dazu kommt, sollten Betroffene ihre Grenzen kennen lernen.
Aus: Apotheken-Umschau
Red. Waltraud Tiedemann
Anleitung: Progressive Muskelentspannung nach Jacobson
Anspannen - Halten - Loslassen - Nachspüren Das "klassische" Verfahren von Jacobson basiert auf dem Anspannen und Entspannen von 16 Muskelgruppen verschiedener Körperbereiche. Begonnen wird mit den Muskeln einer Hand und eines Unterarmes, gefolgt von den Muskelpartien des Oberarmes. Muskelgruppe für Muskelgruppe wird nach dem oben genannten Prinzip nun der gesamte Körper entspannt - zuletzt auch das Gesicht. Fortgeschrittene können die Übung durch das Zusammenfassen bestimmter Muskelgruppen verkürzen. Die wohltuenden Wirkungen machen sich rasch im Alltagsleben bemerkbar. Wer sich auf das Gefühl der gelösten Spannung in den einzelnen Muskelpartien konzentriert, wird schnell ein wunderbares Gefühl tiefer Ruhe empfinden können.
Übungsanleitung* Legen Sie sich an einem ruhigen Ort hin oder setzen Sie sich bequem auf einen Stuhl. Im Sitzen sollten die Füße fest am Boden stehen. Die Augen können Sie während der Übungen offen lassen oder schließen, je nachdem, was Ihnen angenehmer ist. Konzentrieren Sie sich auf Ihre Atmung. Atmen Sie tief und gleichmäßig. Fühlen Sie Ihren Atemfluss! Sie merken, wie bereits die Entspannung in Ihrem Körper entsteht. Ignorieren sie alle Nebengeräusche - lauschen sie stattdessen auf ihr Herz. Spüren Sie den Herzschlag? Spüren Sie den Weg, den sich das Blut durch ihren Körper bahnt? Dann haben sie jetzt den nötigen Grad der Entspannung erreicht, um mit den eigentlichen Übungen zu beginnen. Spannen Sie nun in der unten beschriebenen Reihenfolge die einzelnen Muskelgruppen an. Halten Sie bei jeder Partie die Anspannung für fünf bis sieben Sekunden und lassen Sie dann plötzlich locker. Die Anspannungsphase sollte (Druck stetig steigernd, ohne die Schmerzgrenze zu erreichen) etwa 5 Sekunden andauern. Die Entspannungsphase sollte 10-15 Sekunden andauern. Nehmen Sie den Unterschied zwischen Anspannung und Entspannung bewusst wahr, bevor Sie zur nächsten Muskelgruppe gehen.
1. Rechte Hand, rechter Unterarm** Ballen Sie langsam die rechte Hand zur Faust. Spannen Sie die Muskeln der rechten Hand und des rechten Unterarmes an. Halten Sie die Spannung und lassen Sie plötzlich locker. Spüren Sie der Entspannung nach.
2. Rechter Oberarm Winkeln Sie den Unterarm leicht an und drücken Sie den Ellenbogen gegen den Boden oder die Rückenlehne Ihres Stuhles. Hand und Unterarm bleiben locker. Anspannen - Halten - Loslassen - Nachspüren.
3. Linke Hand, linker Unterarm Ballen Sie langsam die linke Hand zur Faust. Anspannen - Halten - Loslassen - Nachspüren.
4. Linker Oberarm Winkeln Sie den Unterarm leicht an und drücken Sie den Ellenbogen gegen den Boden oder die Rückenlehne Ihres Stuhles. Hand und Unterarm bleiben locker. Anspannen - Halten - Loslassen - Nachspüren.
5. Stirn Ziehen Sie die Augenbrauen nach oben oder zur Mitte hin zusammen. Anspannen - Halten - Loslassen - Nachspüren.
6. Obere Wangenpartie und Nase Kneifen Sie die Augen zusammen und rümpfen Sie die Nase. Anspannen - Halten - Loslassen - Nachspüren.
7. Untere Wangenpartie und Kiefer Drücken Sie die Zähne aufeinander und ziehen Sie die Mundwinkel nach außen. Anspannen - Halten - Loslassen - Nachspüren.
8. Nacken und Hals Nehmen Sie das Kinn zum Hals und drücken Sie den Hinterkopf gegen den Boden oder eine imaginäre Kopfstütze. Anspannen - Halten - Loslassen - Nachspüren.
9. Brust, Schultern und obere Rückenpartie Ziehen Sie die Schulterblätter zusammen und schieben Sie Ihr Brustbein nach vorne. Anspannen - Halten - Loslassen - Nachspüren.
10. Bauch Ziehen Sie den Bauch ein und drücken Sie mit dem unteren Rücken sanft nach hinten. Anspannen - Halten - Loslassen - Nachspüren.
11. Rechter Oberschenkel*** Konzentrieren Sie sich auf Ihren rechten Oberschenkel. Anspannen - Halten - Loslassen - Nachspüren.
12. Rechter Unterschenkel Ziehen Sie den rechten Fuß Richtung Schienbein. Anspannen - Halten - Loslassen - Nachspüren.
13. Rechter Fuß Strecken Sie den rechten Fuß, beugen Sie die Zehen und drehen Sie den Fuß leicht nach innen. Anspannen - Halten - Loslassen - Nachspüren.
14. Linker Oberschenkel Konzentrieren Sie sich auf Ihren linken Oberschenkel. Anspannen - Halten - Loslassen - Nachspüren.
15. Linker Unterschenkel Ziehen Sie den linken Fuß Richtung Schienbein. Anspannen - Halten - Loslassen - Nachspüren.
16. Linker Fuß Strecken Sie den linken Fuß, beugen Sie die Zehen und drehen Sie gleichzeitig den Fuß leicht nach innen. Anspannen - Halten - Loslassen - Nachspüren.
** Linkshänder beginnen mit der linken Hand, dem linken Unterarm und dem linken Oberarm. *** Linkshänder beginnen mit dem linken Bein. * Vielleicht haben Sie die Möglichkeit, diese Übungsanleitung auf eine Cassette aufzunehmen. Natürlich gibt es im Buchhandel auch entsprechende CDs
Quelle www.bkkgesundheit.de
download.bkkgesundheit.de/download/pdf/2006/center/Muskelentspannung_Jacobson.pdf -
Richtiger Umgang mit Ängsten Für den Umgang mit Ängsten ist es völlig irrelevant, ob sie "berechtigt" sind oder nicht. Gleich was sie auslöst und wie realistisch oder unrealistisch sie sind, Ängste sind Realität. Und die subjektive Realität schafft objektive Realität: Ein Mensch, der Angst hat, nimmt anders wahr und handelt anders als einer, der sich sicher fühlt. Es bringt daher überhaupt nichts, Ängste für "unbegründet" oder "irrational" zu erklären - das macht die Situation nur noch schlimmer, weil es die Ängste, statt sie zu aufzulösen, bloß für ungültig erklärt und sie damit natürlich nicht beseitigt, sondern nur in den Untergrund drängt. So entsteht eine Kluft des gegenseitigen Nicht-Verstehens, die die Kommunikation versiegen lässt. Das Einzige, was im Umgang mit Ängsten hilft, ist, sie erstens wahr- und zweitens ernst zu nehmen und drittens gemeinsam mit der oder den betroffenen Person(en) eine Lösung zu suchen. Eine Sekretärin die Angst hatte am PC zu Arbeiten kam im Gespräch auf die Idee, privat und auf eigene Rechnung einen PC-Kurs zu buchen. Was eine völlig überraschende Lösung war, denn von Seiten des Arbeitgebers hätte niemand im Traum daran gedacht, ihr eine private Investition abzuverlangen - hätte sie den Wunsch geäußert, einen externen Kurs bezahlt zu bekommen, hätte man dem bereitwillig, ja geradezu freudig entsprochen, weil man es als Zeichen der Öffnung verstanden hätte. Und dennoch war diese Lösung perfekt, nicht, weil sie dem Arbeitgeber Geld ersparte, sondern weil sie der Sekretärin die Möglichkeit eröffnete, ihre Angst selbst (!) zu besiegen und aus eigener Kraft wieder Herrin ihrer Situation zu werden. (Sie lehnte es denn auch ausdrücklich ab, sich den Kurs vom Arbeitgeber bezahlen zu lassen, auch aus Sorge, es könne irgendwer erfahren, dass sie "Nachhilfe-Unterricht" genommen hätte.)
Beim Umgang mit Ängsten ist es ein wichtiger Schritt nach vorne, wenn die Befürchtungen (gleich ob man sie so nennt oder nicht) erst einmal konkret benannt und ausgesprochen sind, sodass man sie gemeinsam betrachten und sich mit ihnen auseinandersetzen kann. Das gilt auch im Top Management - so etwa in einem Fall, wo ein Vorstandsgremium seine Berater bei ihren Präsentationen jedes Mal wieder in endlose Detail- und Grundsatzdiskussionen verstrickte, mit der Folge, dass weder die Befunde der Bestandsaufnahme vollständig präsentiert noch über mögliche Lösungen in ausreichendem Umfang diskutiert werden konnten. Genau dies war wohl auch der tiefere Zweck der wiederkehrenden Endlos-Diskussionen: Die Vorstandsmitglieder ahnten offenbar, welche Ergebnisse herauskommen würden und dass die Berater auf tiefe Einschnitte drängen würden. Doch so lange die Ergebnisse und Lösungsansätze nicht präsentiert waren, war es auch (noch) nicht notwendig zu handeln - auf diese Weise war es möglich, die Stunde, in der unangenehme Entscheidungen getroffen und durchgesetzt werden mussten, noch ein bisschen hinauszuschieben.
Es erfordert Mut und ist - vor allem auf höheren Management-Ebenen - nicht ganz ohne Risiko, den tieferen Zweck solcher Taktiken behutsam aufzudecken. Andererseits sind Top Manager im Schnitt eher mutige Menschen, die vor unangenehmen Einsichten nicht so leicht weglaufen. Wichtig ist nur, dass dieses Aufdecken auf keinen Fall in einem vorwurfsvollen oder "entlarvenden" Ton geschehen darf, sondern auf freundliche, nicht bedrohliche, wohlwollende Weise geschehen muss: "Mir fällt auf, dass wir in den letzten Sitzungen sehr wenig vorangekommen sind, weil wir immer wieder sehr detailreich fast die gleichen Diskussionen führen. Könnte es sein, dass die langen Diskussionen letztlich dazu dienen, die anstehenden unangenehmen Entscheidungen noch ein Stück hinauszuschieben?" - Wenn Sie so etwas im falschen Ton sagen, werden Sie fristlos enthauptet. Doch häufig ist die Reaktion nach anfänglichem Protest vorsichtig zustimmend: "Lassen Sie mal, Herr Kollege, so falsch ist die Aussage ja nicht." Und selbst wenn sich niemand zu einer Zustimmung durchringen mag, geht es danach oft zügiger voran - was ja der eigentliche Sinn der Übung war.
Vorhersehbare Ängste Ein Großteil der Ängste, die im Zuge von Veränderungsprozessen aufkommen, ist für einen einfühlsamen und aufmerksamen Beobachter vorhersagbar. Mitarbeiter und Führungskräfte entwickeln - siehe obige Grafik - genau dort Ängste, wo sie Bedrohungen vermuten, denen sie sich nicht gewachsen fühlen. Nicht nur die Gefährdung des Arbeitsplatzes oder der gegenwärtigen Position (samt ihrer Annehmlichkeiten und Privilegien) kann dabei bedrohlich sein, sondern zum Beispiel auch die Befürchtung, an Ansehen und Wertschätzung zu verlieren, mit den veränderten Anforderungen nicht Schritt halten zu können, in ein neues soziales Umfeld gekegelt zu werden und dort möglicherweise kein so angenehmes Klima vorzufinden wie im jetzigen Arbeitsumfeld. Alles, was Menschen wichtig ist, wird, wenn es ihnen gefährdet erscheint, zur Quelle ernsthafter und hochgradig beunruhigender Bedrohung. Überraschend ist allerdings, wie niedrig oft die Schwelle ist, ab der Ängste bis hin zur Panik aufkommen. Zuweilen genügen schon Nebensätze auf einer Betriebsversammlung oder in der Medienberichterstattung über die Bilanzpressekonferenz, um wilde Spekulationen und Katastrophen-Phantasien auszulösen - die sich dann nach dem Motto "Wo Rauch ist, ist auch Feuer" selbst verstärken können. Manchmal lässt sich das mit den Vorerfahrungen erklären, die die Belegschaft mit ihrer Führung gesammelt hat, aber keineswegs immer. Verblüffend auch, wie viel Unsicherheit und Selbstzweifel sich oft hinter Gesichtern verbirgt, deren Träger man für durchaus selbstbewusst gehalten hatte. So löst zum Beispiel die Einführung eines Beurteilungssystems erfahrungsgemäß nicht nur bei den Mitarbeitern Ängste aus, die Grund dazu hätten, weil sie bekanntermaßen leistungsschwach sind, sondern auch bei solchen, die zum guten Durchschnitt oder sogar zur Spitzengruppe zählen.
Manchmal ist es auch persönlich enttäuschend, wie schnell ein vermeintlich vertrauensvolles Verhältnis in Misstrauen und sogar in persönliche Angriffe umkippen kann. So musste ein Bereichsleiter, der seine Leute gut zu kennen und ein freundschaftliches Verhältnis zu ihnen zu haben glaubte, bei der Übernahme durch einen Wettbewerber erleben, dass die meisten seiner Mitarbeiter die "Fluktuationsanreizes" des Unternehmens in Anspruch nahmen, ohne auch nur Rücksprache mit ihm zu nehmen oder seinen Rat einzuholen. Das traf ihn persönlich sehr, zumal ihm einige sogar vorwarfen, er hätte sich nicht genügend um sie gekümmert und ihnen nicht deutlich genug gezeigt, dass er sie in jedem Fall im Unternehmen halten wollte. Er meinte sichtlich verstört, er hätte wirklich geglaubt, das Vertrauen seiner Mitarbeiter zu haben, und müsse nun wohl an seiner Menschenkenntnis zweifeln. Doch vermutlich hatte er sich gar nicht so sehr geirrt: Wahrscheinlich hatte er wirklich ein gutes Verhältnis zu seinen Mitarbeitern, nur hatte die Belastungsprobe unterschätzt, die die Angst vor der bevorstehenden Übernahme für das Vertrauensverhältnis bedeutete. Es ist leider tatsächlich so, dass ein freundschaftliches Verhältnis in ruhigen Zeiten nicht automatisch die Gewähr dafür bietet, dass die Vertrauensbasis auch dann hält, wenn die Mitarbeiter Angst um ihre Zukunft haben, sei sie begründet oder unbegründet.
Gegenmittel offene Kommunikation Generell gilt: Das beste Gegenmittel gegen Ängste ist offene Kommunikation und das zügige Schaffen klarer Verhältnisse. In aller Regel ist selbst eine unangenehme Wahrheit leichter zu ertragen als das Gefühl, wochen- und monatelang in der Luft zu hängen. Doch nicht nur der Informationen wegen ist Kommunikation in unruhigen Zeiten wichtig: Sie ist auch notwendig, um die Beziehung zu stabilisieren und das Vertrauensverhältnis zu bekräftigen. Die unausgesprochene Frage vieler Mitarbeiter an ihre Chefs ist: "Ich weiß, dass wir ein gutes und offenes Verhältnis hatten, solange die Zeiten gut waren. Aber stehen Sie auch jetzt zu mir, wo es eng wird?" Die tragische Paradoxie ist, dass viele Führungskräfte eine solche Bestätigung für überflüssig halten, weil es für sie daran gar keinen Zweifel geben kann - während die Mitarbeiter sehnsüchtig und vergeblich auf genau diese Bestätigung warten. Die Reduzierung von Ängsten setzt als erstes und wichtigstes den Mut zu frühzeitiger Kommunikation voraus - auch dann, wenn Sie selbst noch unsicher sind, was kommen wird, und noch längst nicht alle Fragen beantworten können. Es ist tödlich zu warten, bis die Leute nach Informationen schreien. Dann ist längst Feuer auf dem Dach: Dann haben sich Gerüchte und Spekulationen längst zu einem gefährlichen Gebräu verdichtet, und möglicherweise befindet sich auch der Betriebsrat schon in hellem Aufruhr. Wenn es erst einmal so weit gekommen ist, sind Sie kommunikativ in der Defensive und hauptsächlich damit beschäftigt, zu dementieren, was das Unternehmen alles nicht zu tun beabsichtigt. Doch je mehr Sie dementieren, desto mehr wachsen die Zweifel. In einer solchen Situation haben Sie kaum mehr die Chance, Ihre tatsächlichen Pläne und Intentionen zu vermitteln. Vor allem aber rennen Sie dann gegen eine Front von Angst, Wut, Misstrauen und Feindseligkeit an.
Es ist daher wichtig, Veränderungen dem Betroffenen so frühzeitig und offen zu kommunizieren, dass sie alles Wesentliche aus erster Hand erfahren, und zwar zu einem Zeitpunkt, wo es noch nicht durchgesickert oder in der Zeitung gestanden ist.
Wo immer es möglich ist, sollte diese Kommunikation nicht schriftlich, sondern im direkten persönlichen Kontakt erfolgen. Sofern ein größerer Personenkreis betroffen ist, empfiehlt es sich, als ersten Schritt eine Informationsveranstaltung durchzuführen, die möglichst auch die Gelegenheit zum Dialog bietet. Da dort aber in aller Regel nicht alle Fragen ausgesprochen werden, die die Mitarbeiter bewegen, und da manche Fragen auch erst im Laufe des Verarbeitens entstehen, ist es sinnvoll, im Nachgang weitere Gesprächsmöglichkeiten im kleineren Kreis anzubieten. In manchen Unternehmen bewähren sich auch ein Diskussionsforum im Intranet, in denen Fragen gestellt und beantwortet werden können; in anderen ist das Bedürfnis nach Anonymität - sprich: die Angst, sich namentlich zu erkennen zu geben - zu groß.
Sofern einzelne Personen von den Veränderungen besonders betroffen sind, sollten sie unbedingt vor einer offiziellen Information der Belegschaft im Einzelgespräch informiert werden. Es ist brüskierend für die Betroffenen und schafft auch für die anderen Teilnehmer eine sehr unangenehme, peinliche und beunruhigende Situation, wenn den Hauptbetroffenen deutlich anzumerken ist, dass sie erst auf der laufenden Veranstaltung von den sie betreffenden Änderungen erfahren.
Die richtigen Worte finden Vor der Kommunikation heikler Themen machen sich Top Manager oft eine Menge Gedanken, wie sie das Thema einleiten sollen, wie sie die richtigen Worte finden, ohne die Mitarbeiter zu sehr zu beunruhigen, und wie sie unangenehme Dinge möglichst diplomatisch formulieren können. Die Antwort ist verblüffend einfach. Sie lautet: Kommen Sie ohne lange Umschweife zur Sache und sagen dann einfach nach bestem Wissen und Gewissen klar und deutlich die Wahrheit - ohne Dramatisierung, aber auch ohne Verharmlosung und Schönfärberei. Um diese Empfehlung besser nachvollziehen zu können, tauschen Sie einfach in Gedanken mal die Rollen und stellen sich vor, Sie säßen als Betroffener unter Ihren Zuhörern. Dann wäre Ihnen die Eleganz der Wortwahl wohl ziemlich egal - Sie würden einfach wissen wollen, was Sache ist. Lange und wohlformulierte Vorreden würden Sie als nerviges Um-den-heißen-Brei-Reden empfinden und ungeduldig darauf warten, wann denn nun endlich die Knackpunkte angesprochen werden. Auch diplomatische Formulierungen würden Sie vermutlich wenig beeindrucken; viel eher würden Sie sie wohl als Schönfärberei ansehen. Gehen Sie ruhig davon aus, dass Ihre Mitarbeiter das genauso sehen!
Takt ist nicht eine Frage der Formulierungskunst, sondern eine der inneren Einstellung. Wenn Ihnen die Sorgen und Nöte der Mitarbeiter gleichgültig sind, wird das auch der beste Ghostwriter nur vorübergehend vertuschen können. Wenn Sie umgekehrt eine menschenfreundliche Grundeinstellung haben und die Sorgen und Ängste nachvollziehen können (ohne sich deswegen jeden Schuh anzuziehen, der Ihnen hingehalten wird), dann brauchen Sie sich um die Wortwahl im Detail keine Gedanken machen: Ihre Haltung wird unweigerlich auch in Ihren Worten spürbar werden.
Quelle: http://www.umsetzungsberatung.de/psychologie/angst.php
Der Streit
Zwei Schlangen, gleich stark , waren in tödlicher Umschlingung verwoben.
Da kam ein alter , weiser Mango des Weges , schüttelte den Kopf und sprach :
Ihr Beide , seid ihr nicht gleich ?
Warum streitet ihr euch ?
Da antwortete der eine : Er meint, ich sei keine Schlange und ganz aus der Art. Er sprach: Er irrt sich , in eurem Wissen seid ihr gleich .
Vertragt euch zum Guten , so wird jeder seinen nutzen daraus haben .
Mit diesen Worten verschwand er .
Plötzlich standen zwei Menschen da .
Sie gingen auseinander .
Der eine hierhin , der andere dorthin ,
Doch ich habe den Sinn verstanden und bin bereit zur versöhnenden Aussprache .
Autor: Berthold
Umgang mit Ängsten im Einzelgespräch Bei der persönlichen Kommunikation über Ängste (oder "Sorgen") gibt es ein Problem, das viele Gespräche scheitern lässt: Das ist der Reflex, sich auf die Ängste des Gesprächspartners nicht einzulassen, sondern einen Menschen, der Ängste oder Sorgen äußert, sofort zu beschwichtigen, zu beruhigen, zu trösten, ihm seine Sorgen zu nehmen. Anscheinend sind starke Emotionen für viele Manager schwer auszuhalten. Wenn sie merken, dass ihrem Gesprächspartner das Thema zu Herzen geht, neigen sie dazu, sofort mit beschwichtigenden "Sachargumenten" loszulegen. Der Effekt ist, dass der Gesprächspartner sich nicht verstanden fühlt und verstummt. (Erinnern Sie sich doch an Ihr eigenes Gefühl, wenn Sie jemand mit den Worten zu beruhigen versucht: "Du musst Dir überhaupt keine Sorgen machen, weil ..." Mit ziemlicher Sicherheit finden Sie das nicht beruhigend, sondern hatten das Gefühl, mit Ihren Sorgen alleine gelassen zu sein.)
Diese Tendenz zum Beruhigen und Trösten ist kein Zufall. In der Regel ist es unsere eigene Angst vor den Emotionen des Gesprächspartners und/oder der Tragweite seiner Befürchtungen, die uns beschwichtigen und verharmlosen lässt: Wir wollen es gar nicht so genau wissen, wo es dem anderen weh tut und welche Sorgen er sich macht: Was wäre denn, wenn wir einräumen müssten, dass die Veränderungen tatsächlich gravierende Nachteile für ihn bringen, die sich nicht in Chancen umdeuten lassen? Und was wäre, wenn der Gesprächspartner unter der Last dieser Erkenntnis zusammenbricht und/oder in Tränen ausbricht? Das wollen wir doch lieber nicht (mit)erleben. Genau genommen, schonen wir mit unserer "Sensibilität" nicht den anderen, sondern uns selbst.
Wenn Sie daher mit Mitarbeitern und Führungskräften ernsthaft über deren Ängste und Sorgen reden, widerstehen Sie tapfer dem Reflex, zu beruhigen und zu beschwichtigen. Zeigen Sie Ihrem Gesprächspartner erst einmal, dass Sie ihn verstehen - und zwar nicht durch leere Beteuerungen ("Ich verstehe Sie ja, aber ..."), sondern dadurch, dass Sie seine Ängste und Sorgen treffend mit eigenen Worten wiedergeben: "Sie machen sich größte Sorgen, dass ..." oder, wenn es noch nicht so konkret ist: "Sie machen sich Gedanken, ob ..." Erst wenn der andere uneingeschränkt bestätigt, dass Sie ihn verstanden haben ("Ja, genau so ist es!") und nichts mehr hinzuzufügen hat (!), macht es Sinn, selbst Stellung zu nehmen. Davor hat Ihre eigene Stellungnahme kaum eine Chance, gehört zu werden; sie geht in den unausgesprochenen Gedanken des anderen unter.
Die richtige Gesprächsstrategie ist deshalb: Wenn schon über Ängste reden, dann nichts wie ran an das Problem. Nicht ausweichen und nicht beruhigen, sondern geradewegs auf die Punkte zusteuern, wo die größte Angst des Gesprächspartners sitzt. Selbst wenn sich keine Lösung finden sollte (was immerhin möglich und nie völlig auszuschließen ist), wird er das Gespräch als positiv in Erinnerung behalten: Zumindest haben Sie sich ernsthaft mit seinen Sorgen und Nöten beschäftigt - im Gegensatz zu all dem beschwichtigenden Geschwätz, das man in solchen Situationen sonst zu hören bekommt.
Folgen Sie daher den Gedanken des Gesprächspartners und führen Sie sie weiter, bis Sie gemeinsam am Kern der Angst sind. Und verzichten Sie auch dann darauf, zu beschwichtigen und zu verharmlosen, sondern klären, was das konkret bedeutet: "Mal angenommen, es würde genau das eintreten, was Sie befürchten: Was hätte das für Konsequenzen? Und was würden oder könnten Sie dann tun?" Das mag zunächst unangenehm sein (für Sie selbst wahrscheinlich mehr als für den Gesprächspartner), doch nur das führt weiter. Wenn einmal ausgesprochen ist, was im schlimmsten Fall passieren könnte, kann man sich auch mit zwei weiteren entscheidenden Fragen auseinander setzen: Erstens der, was der Gesprächspartner in diesem schlimmsten Fall für Handlungsoptionen hätte, und zweitens, was er tun kann, um genau diesen schlimmsten Fall zu verhindern.
Quelle: http://www.umsetzungsberatung.de/psychologie/angst.php
Selbsterfahrungsbericht
Ich bin durch meine Angst und Panikattacken zu Depash gekommen und wurde herzlich aufgenommen . Es tut mir gut , die Gruppenstunden zu besuchen , das gemeinsame Frühstück in Melsungen ,die Grillfeste und die gemeinsamen Busfahrten . Auf den Gemeinsamkeiten lernt man auch auf die Menschen wieder zu zugehen .
Im Jahr 2007 hat Depash einige Räume des Frauenhauses in Homberg renoviert .
Da ich schon immer gern mit Holz gearbeitet habe, baute ich für die Kinder im Frauenhaus Eine Puppenwiege . Schon während der Arbeit daran , sah ich die strahlenden Kinderaugen vor mir . Kinder mit glänzenden Augen und roten Wangen.
Das tat mir gut und lenkte mich auch von der Panik ab . Zu Weihnachten baute ich dann ein Puppenhaus . Auch bei diesem Bau hatte ich die gleiche Vorstellung wie beim Bau der Wiege.
Es tut mir gut an die Kinder beim spielen zu denken . Dies ist mir Dank genug !!
Euer Berthold
Einführung Rehazentrum Bad Pyrmont Infoblatt Klinik Weser
Psychologische Einflussfaktoren bei chronischen Schmerzen
1. Die drei Ebenen des bio-psycho-sozialen Modells Beim akutem Schmerz steht die Feststellung und Behandlung der Ursache für die Schmerzen im Vordergrund (z.B. Anlegen eines Gipses bei einem Beinbruch). Bei der Behandlung chronischer Schmerzen steht das bio-psycho-soziale Modell im Vordergrund. Dieses Modell beschreibt, dass es bei chronischen Schmerzen auf diesen drei Ebenen Einflüsse gibt, welche die Schmerzen aufrecht erhalten. Für die Behandlung bedeutet dies konkret, dass alle drei Ebenen beachtet werden müssen, um trotz der anhaltenden Schmerzen eine Schmerzlinderung und eine Verbesserung der Lebensqualität erreichen zu können. 2. Chronifizierungsfaktoren auf den drei Ebenen 2.1. Biologische oder körperliche Ebene ~ Schmerzspirale (siehe Infoblatt 2) 2.2. Psychologische Ebene 2.2.1. Emotionaler Umgang mit Schmerzen Insbesondere die Gefühle Wut und Ärger, Angst sowie eine depressive Stimmungslage verstärken Schmerzen und intensivieren das Schmerzempfinden. Dabei ist es völlig natürlich, dass sich ein schmerzgeplagter Mensch ab und zu über seine Schmerzen ärgert, besorgt ist oder sich frustriert und hilflos fühlt. Treten diese Gefühle jedoch sehr häufig oder intensiv auf, bedarf dies der Mitbehandlung. Intensive Gefühle führen zu einer deutlichen Reaktion des vegetativen Nervensystems und fördern Muskelverspannungen, die wiederum den Grundschmerz verstärken. 2.2.2. Gedanklicher Umgang mit Schmerzen Einen großen Einfluss auf die emotionale Belastung durch die Schmerzen hat der gedankliche Umgang mit den körperlichen Beschwerden und den damit verbundenen Einschränkungen. Die Art, wie wir eine bestimmte Situation gedanklich beurteilen (z.B. den gerade vorhandenen Schmerz) hat Einfluss darauf, wie wir uns in dieser Situation fühlen und verhalten. Hat ein Mensch z.B. viele "katastrophtsierende" Gedanken bzgl. der Schmerzen ("Es wird immer schlimmer werden!"; "Ich kann es nicht mehr aushalten!"), so wird dieser Mensch eher Angst und Besorgnis spüren und sich eher schonen, als jemand der nur manchmal in dieser Form über seine Schmerzen nachdenkt. Zu viele "katastrophisierende" Bewertungen hindern einen Menschen, seine Bewältigungsmöglichkeiten voll auszuschöpfen. Genauso problematisch ist es jedoch, wenn zu viele "bagatellisierende" Gedanken (z.B. "SteH dich nicht so an!"; "Beiß die Zähne zusammen!") vorhanden sind. Hierdurch werden die eigenen Grenzen oftmals nicht rechtzeitig wahrgenommen und es kommt zu Überforderungen. 2.2.3. Verhalten bei chronischen Schmerzen Ähnlich kritisch wie zu häufiges körperliches Schonverhalten wirkt sich jedoch auch ein zu starker Rückzug aus sozialen Aktivitäten (z.B. Absagen von Feiern aus Angst, früher wieder gehen zu müssen) auf die Schmerzbewältigung aus, weil hierdurch hilfreiche Ablenkungsmöglichkeiten und die Stimmung verbessernde und Lebensfreude fördernde Aktivitäten wegfallen. Aber auch der Versuch, trotz der Schmerzen alles weiter zu machen wie bisher und auf jeden Fall "durchzuhalten" kann den Krankheitsverlauf ungünstig beeinflussen, wenn ein solches Verhalten zu oft oder in den falschen Situationen erfolgt. 2.3. Soziale Ebene Treten aufgrund der Schmerzerkrankung dauerhafte oder zeitweilige Funktionseinschränkungen auf, kann dies zu Konflikten im sozialen Umfeld führen. Zum Beispiel wird es möglicherweise für eine gewisse Zeit notwendig, bestimmte Aufgaben am Arbeitsplatz oder im Haushalt anders zu verteilen. Auch diese Konflikte (z.B. Ehepartner und Kinder weigern sich zunächst, mehr im Haushalt mitzuhelfen) beeinflussen den Krankheitsverlauf negativ. Bestehen bei einem Menschen solche Konflikte und führen diese zu Ärger und einem Gefühl von Hilflosigkeit, intensiviert dies die Schmerzen (z.B. durch Muskelverspannungen).
Aufmerksamkeitslenkung Rehazentrum Bad Pyrmont Infoblatt Klinik Weser
Was verstehen wir unter "sozial kompetentem" Verhalten?
Sozial kompetent zu sein bedeutet, dass man über Verhaltensweisen verfügt, die es einem ermöglichen, in sozialen Situationen die eigenen Interessen angemessen und selbstsicher vertreten zu können. Man hat dabei die Wahl, ob man sich durchsetzen oder ob man nachgeben will. Entscheidet man sich dafür, die eigenen Interessen und Rechte zu vertreten, dann geschieht dies, ohne die Rechte anderer zu verletzen.
Um einen Eindruck zu vermitteln, welche konkreten Verhaltensweisen gemeint sind, sind im folgenden einige Beispiele aufgeführt:
- Nein-Sagen - auf Kritik reagieren - Änderungen bei störendem Verhalten verlangen - Widerspruch äußern - Unterbrechungen im Gespräch unterbinden - sich entschuldigen - Schwächen· eingestehen - Unerwünschte Kontakte beenden - Komplimente akzeptieren - Auf Kontaktangebote reagieren - Gespräche beginnen - Gespräche aufrechterhalten - Gespräche beenden - Erwünschte Kontakte arrangieren - Um Gefallen bitten - Komplimente machen - Gefühle offen zeigen
Hierbei ist sozial kompetentes Verhalten von selbstunsicherem Verhalten einerseits und aggressivem Verhalten andererseits zu unterscheiden.
Merkmale für sicheres, unsicheres und aggressives Verhalten:
Merkmal unsicher sicher aggressiv
Stimme leise laut brüllend
zaghaft klar schreiend
deutlich Formulierung unklar eindeutig drohend vage beleidigend
Inhalt überflüssig präzise Begründung keine Erklärung Erklärungen und Begründung
Verleugnung Ausdrücken eigener Drohungen Bedürfnisse Bedürfnisse
Beleidigungen
Benutzung von Benutzung von Kompromisslosig- "man" "ich" keit
Gefühle werden Gefühle werden Rechte anderer indirekt direkt werden ignoriert ausgedrückt ausgedrückt
Gestik, Mimik kaum vorhanden unterstreichend unkontrolliert oder verkrampft lebhaft drohend
kein Blickkontakt Blickkontakt wild gestikulierend
entspanntekein Blickkontakt Körperhaltung oder "Anstarren"
Nein Sagen
Das schwerste Wort
Es gibt ein mächtiges Wort, das uns davor schützt, in Terminen und Verpflichtungen zu ersticken. Dennoch nehmen wir dieses Wort nicht gern in den Mund. Dabei besteht es nur aus vier Buchstaben. Das Wort heißt: Nein. Im Job (wie auch im Privatleben) gilt die Regel: Wer Ja sagt, muss auch Nein sagen können. Wer engagiert arbeitet, der braucht auch eine gute Abgrenzung. Soweit die Theorie. Die alltägliche Praxis ist leider nicht ganz so einfach. Aber warum ist es manchmal so schwer, nein zu sagen? Ich hatte alle Hände voll zu tun, als der Notruf kam: "Oh, Frau Berckhan, retten Sie uns! Hier ist ein Trainer ausgefallen und am Montag sitzen fünfzehn Teilnehmer in einem Tagungshotel ohne Seminarleiter. Wir brauchen Sie dringend, bitte. Und noch mal bitte." Der Notruf weckte mein Mitgefühl. Ich konnte gut verstehen, wie unangenehm die Situation für den Veranstalter war und wie enttäuscht die Teilnehmer sein werden, wenn alles ausfällt. Mein Retterinstinkt war geweckt. Zugleich tauchten bei mir ein paar Gedanken auf, die ein Nein sagen fast unmöglich machen. Ich dachte: Die brauchen dich und du kriegst das hin. Du bist belastbar und hast eine Menge Erfahrung. Heißt es nicht immer, wir sollen flexibel sein? Gut, ich bin flexibel. Und so kam spontan ein Ja aus meinem Mund. Es sind solche automatischen Gedanken, die es schwer machen, eine Notlage in Ruhe zu überprüfen. Alles erscheint eilig und dringend. Dabei rücken eigene Arbeiten, die man sowieso zu erledigen hat, in den Hintergrund. Mal unter uns: Die Retter in der Not zu spielen - das hat doch was. Da fühlt man sich gleich doppelt wichtig. Ja, ich kann den Karren aus dem Dreck ziehen. Dass ich dabei meinen eigenen Karren womöglich in den Sumpf fahre, kommt mir nicht in den Sinn. Doch, ich war wieder mal zu tüchtig. Ich stemmte das Seminar und half damit allen aus der Patsche. Nach insgesamt drei anstrengenden Seminartagen durfte ich mich fünf Minuten lang wie eine Heldin fühlen. Dann brach die Welle der liegen gebliebenen Arbeiten über mich herein. Wieder zu Hause angekommen, saß ich zwei Wochen lang bis spät in die Nacht am Schreibtisch. Ich bemühte mich, selbst kein Notfall zu werden und alle meine Arbeiten rechzeitig abzuliefern. Ehrlich gesagt, in der Zeit ging ich auf dem Zahnfleisch. Indem ich mir selbst eine dicke Überlastung aufgehalst habe, konnte ich den anderen eine Unannehmlichkeit ersparen. Was mich dabei am meisten geärgert hat, war eine einfache Erkenntnis. Die Erkenntnis, dass man mich leicht manipulieren kann. Es braucht nur jemand zu rufen "Das ist ein Notfall" oder "Rette mich!", und schon kommt von mir automatisch ein "Ja, das mach ich". Wie ist das bei ihnen? Müssen Sie auch gleich aufspringen und helfen, wenn irgendwo etwas schief läuft? Oder dürfen Sie auch mal sagen: "Interessantes Problem, das Sie da haben. Ich bin neugierig, wie Sie das lösen - ohne mich. "Die Sache mit dem Neinsagen ist natürlich auch ein wenig riskant. Wir handeln uns womöglich Schuldgefühle ein, weil wir andere Leute mit ihren Problemen hängen lassen. Und unser Image verändert sich. Wir sind nicht mehr die Retterinnen für alle Notlagen. Und den Wanderpokal fürs Nettsein müssen wir vielleicht auch zurückgeben. Aber dafür bekommen wir auch etwas: Mehr Klarheit, gute Abgrenzung und ein engagiertes, echtes Ja zu den Dingen, die wir übernommen haben. Seit einiger Zeit übe ich mich im bewussten Neinsagen. Dabei habe ich etwas Wichtiges entdeckt: Ich muss dabei nicht alle vor den Kopf stoßen. Oft reicht schon ein einfacher Satz, mit dem ich mir Luft verschaffe. Das ist der Satz: "Darüber möchte ich kurz nachdenken." Erst wenn ich aus dem Gespräch raus bin, kann ich in Ruheüberlegen, was machbar ist. Automatisch aufspringen und Retterin spielen - das gibt es nur noch, wenn jemand wirklich Hilfe braucht. Für alle anderen Fälle gilt: Nicht ohne meine Bedenkzeit. Erst nachdenken, dann antworten - nur so können wir vernünftige Entscheidungen treffen. Barbara Berckhan
Quelle: Office Kolumme
Ein Mann läuft einen Waldweg entlang , nach einer Weile kommt er an eine Kreuzung, wo auch Schilder stehen. Der Mann liest aufmerksam: "Wenn du nach links gehst, musst du JA sagen und wenn du nach Rechts gehst musst du NEIN sagen." Der Mann überlegt eine Weile und entscheidet sich für den Weg mit dem JA sagen, in der Hoffnung, es läuft ihm was gutes über den Weg. Er geht eine Weile auf dem Weg entlang, als plötzlich ein kleiner Zwerg mit einem Riesigen Hammer auf ihn zuspringt und sagt: "Willst du den auf den Kopf haben?" Da der Mann auf dem JA-Weg ist, bleibt ihm nichts anderes übrig als JA zu sagen! Der Zwerg holt aus und es rumbst gewaltig und der Mann hat eine riesige Beule am Kopf. Der Mann denkt sich, dass es besser ist, den anderen Weg zu nehmen, wo man nur nein zu sagen braucht. Gesagt - getan, er geht den JA-Weg zurück und läuft den NEIN-Weg entlang . Nach einer Weile springt der Zwerg wieder aus dem Gebüsch auf den Weg und fragt: "Hast du schon genug?"
Quelle: www.werbeclips.net/witze
Depression
Eine Depression erkennen
Wer über einen längeren Zeitraum von einer inneren Leere und tiefen Traurigkeit beherrscht wird, sollte seinen Hausarzt aufsuchen.
Manchmal kommt man auch nicht mit Bewegung, Sonnenlicht und sozialen Kontakten gegen die trübe Stimmung an. Wer sich länger als zwei Wochen am Stück melancholisch fühlt, sollte das mit seinem Hausarzt besprechen.
Bei schweren Depressionen ist auch die Eigentherapie zum Beispiel mit Johanniskraut häufig nicht ausreichend, zudem sind bestimmte Dosierungen nötig. Daher sollte man dis auf alle Fälle mit seinem Arzt besprechen.
Eine behandlungsbedürftige Depression äußert sich nicht nur in Antriebslosigkeit, fehlendem Interesse oder gedrückter Stimmung. Auch körperliche Störungen wie Rücken-oder Magenschmerzen, Appetitlosigkeit oder Schlaflosigkeit sind Alarmsignale und Grund, den Hausarzt aufzusuchen
Quelle AOK- Zeitschrift Red. Waltraud Tiedemann.
Häufigkeit der Depression
Zur Epidemiologie: * Die Depression ist eine der häufigsten Erkrankungen des Gehirns. * Depressionen treten bei Menschen aller sozialen Schichten, Kulturen und Nationalitäten auf. * Auf der ganzen Welt sind rechnerisch derzeit 340 Mio. Fälle von Depression vorhanden. * Allein in Deutschland erkranken ca. 20 % aller Bundesbürger einmal in ihrem Leben an einer Depression. * Während ca. 25 % erwachsener Frauen an einer Depression erkranken, sind nur ca. 10 % aller erwachsenen Männer betroffen. * Nicht nur Erwachsene leiden an Depressionen: ca. 2 % Kinder unter 12 Jahren und 5 % Jungendliche unter 20 Jahren erkranken an Depressionen. * In den letzten Jahren ist eine Zunahme depressiver Erkrankungen zu beobachten, vor allem bei jüngeren Geburtsjahrgängen. * Etwa die Hälfte aller Depressionen wird erkannt, und davon bleibt die Hälfte unbehandelt. * 10 - 15 % aller Depressionspatienten begehen Selbstmord. Quelle: http://www.depression.de Autor: Sabine Heerdt
Angst muss sein
Schmerz, Ekel, Scham und Angst - Körper und Psyche kennen wirkungsvolle Schranken des Selbstschutzes
Stellen Sie sich vor, Sie wohnen in einer Villa. Die "Materialien", aus denen die Villa gebaut wurde, sind Ihr Körper und ihre Psyche. Weil Ihre Villa kostbar ist, wird sie durch ein vierfaches Alarmsystem gesichert. Die erste "Alarmanlage" ist die Schmerzschranke. Weil es weh tut, wenn Sie sich in den Finger schneiden, gehen Sie mit dem Küchemesser vorsichtig um. Die zweite "Alarmanlage" ist die Ekelschranke.: Das meiste, vor dem Sie sich ekeln, ist Ihrer Gesundheit tatsächlich abträglich. Die dritte Schranke ist die Schamschranke. Im Gegensatz zum Ekel, der sich im Allgemeinen auf Dinge bezieht, die Sie schmecken und reichen können, bezieht sich die Scham meist auf das, was Sie sehen: Sie vermeiden instinktiv, nackt und bloß dazustehen, also dem anderen, dem Fremden ausgeliefert zu sein. Die vierte "Alarmanlage" ist die Angstschranke. Dass sie noch klarer als die anderen Schranken Ihrem Überleben dient, ist sofort einsichtig: Weil Sie Angst haben abzustürzen, meiden Sie im Gebirge den Abgrund. Weil Sie Angst vor einem fremden Tier haben, fassen Sie es nicht an.
Programmierte Alarmanlage So betrachtet ist Angst unserem Leben durchaus dienlich. Zum Problem wird die Angst jedoch, wenn sie nicht sinnvolle Signale gibt, sondern wie eine falsch programmierte Anlage ständig Alarm auslöst, ohne dass eine wirkliche Bedrohung besteht. Im Gebirge ist eine gewisse Ehrfurcht vor der Höhe angebracht und nützlich. Im Flugzeug wird die Angst selbst jedoch zum Problem. Was nützen ein erhöhter Puls und eine verstärkte Durchblutung aller Organe und Muskeln, wenn Sie doch gar nicht weglaufen können, sondern ruhig und entspannt auf Ihrem Sitz verharren sollen? Der Aufwand, den Ihr Körper treibt, könnte Ihnen bei der Flucht vor einem wilden Tier helfen, aber im Flugzeugsitz ist er sinnlos und quälend. Eine Verhaltenstherapie kann helfen, manchmal hilft es auch schon, ein Buch zu lesen, das einen sowohl über die körperlich-psychischen Zusammenhänge als auch über die Technik im Flugzeug aufklärt. ("Wenn es etwa zehn Minuten nach dem Start piept, möchte der Pilot der Flugbegleiterin vielleicht signalisieren, dass sie jetzt den Kaffee bringen kann . . .").
Mut antrainieren Und doch bleibt Angst ein ständiger Begleiter. Denn Angst gehört zum Leben. Unsere "Villa" ist schließlich kostbar - und von vielen Feinden bedroht. Zum Glück ist es möglich (und oft dringend notwendig), Angst- oder gar Panik-störungen zu überwinden. Es ist gut, immer wieder Mut zu trainieren, sich also absichtlich in gefürchtete Situationen zu begeben, um zu erfahren, dass man sie überlebt, ja, dass man am Ende einer "Zitterpartie" oft richtig stolz und froh ist. Aber eine Grundangst bleibt. Ohne sie wären wir keine Menschen, sondern Monstren wie Tolkiens Orks aus dem "Herr der Ringe".
Was ist Angst überhaupt? Die Frage, was Angst ist und wie man sie überwindet, ist so alt wie die Menschheit. Nachdem Sigmund Freud die Angst als einen Abwehrmechanismus beschrieben hatte (die Angst weist drauf hin, dass widerstrebende Wünsche und Triebe im Konflikt stehen), halten viele moderne Psychologen sich an neurobiologische Erklärungen: Hormonelle Signale bereiten den Körper in Sekundenschnelle auf Kampf oder Flucht vor und dienen so dem Überleben. Theologen und Philosophen aller Epochen sahen in der Angst jedoch immer auch einen Hinweis auf das Grundsätzliche der menschlichen Existenz: Der Mensch ist ein Wesen, das immer am Abgrund lebt. Jederzeit kann er den Halt verlieren und stürzen.
Der Angst ins Auge sehen Von Menschen, die keine Angst kennen, können wir nichts lernen. Vorbilder finden wir bei denen, die die Angst kennen, die sich ihr aussetzen, ins Auge sehen - und die dann für sich entscheiden, dass es Dinge gibt, die noch wichtiger sind als ihre Angst. Das gilt schon im Kleinen: Wenn ich gebeten werde, das kranke Kind einer Freundin zu hüten, kann ich auf die Angst hören und wegen der ja wirklich nicht zu leugnenden Ansteckungsgefahr absagen. Ich kann mir aber auch sagen, dass die Beziehung zu meiner Freundin und die Bedürfnisse des Kindes wichtiger sind als meine Angst, und zusagen. Damit habe ich die Ansteckungsgefahr nicht verringert, aber ich habe selbst Prioritäten gesetzt, statt mir von der Angst diktieren zu lasen, was wichtig ist.
Freiheit als Ziel Im Großen ist es nicht anders: Dietrich Bonhoeffer zum Beispiel war alles andere als ein angstfreier Typ. Aber es gab für ihn sachliche Ziele und menschliche Beziehungen, die wichtiger und dann auch stärker waren als seine Angst. Er hatte Angst vor Folter, er hasste die Verhöre, er litt unter der Einsamkeit in der Haftzelle. Aber er ließ sich von seiner Angst nicht knebeln. Er hielt den Widerstand durch - bis zuletzt. Das deutsche Wort Angst ist mit "Enge" verwandt. Das ist kein Zufall, wie alle Herzpatienten wissen. Die Verengung der Gefäße führt zu Angstattacken. Im übertragenen Sinne bedeute das: Es ist zwar Mut, der die Angst überwindet. Der Mut reißt aber sozusagen nur den Hemdkragen auf, er ist noch nicht das Ziel. Das Ziel ist die Freiheit, ein Leben, in dem ich freit atmen kann. In diesem Sinne starb der Häftling Bonhoeffer als freier Mann.
Die Angst "erziehen" Zurück zum Alltag und zu unserer "Villa". Es ist gut und sinnvoll, dass unser Leben durch ein mehrfaches Alarmsystem gesichert ist. Aber was hat ein Villenbewohner von seinem schönen Domizil, wenn der Ausblick durch Stacheldraht gehindert ist? Wenn eine riesige Dogge das Haus bewacht und keinen Gast einlässt? Wenn die Alarmanlage losheult, sobald der Hausherr sich nur im Liegestuhl umdreht? Er kann Haus und Garten nicht genießen, denn er ist zum Sklaven des Sicherungssystems geworden. Frei ist nur der Hausbesitzer, der selbst entscheiden kann, wen er einlässt, wem er vertraut, wohin er sich bewegen will. Wir sind nur Herren im eigenen Leben, wenn die Angst nicht übermächtig ist, sondern wie ein gut erzogener Hund anschlägt und dann - auf das Zeichen des Besitzern hin! - Ruhe gibt. Kann man die eigene Angst so "erziehen"? Ja, aber oft gelingt einem das nicht allein. Und es ist ein Übungsweg, der seine Zeit braucht. Manchmal muss es tatsächlich ein ausgebildeter Fachmann sein, der die Ängste und das, was möglicherweise hinter ihnen steckt, analysiert und überwinden hilft.
Freunde helfen Aber häufig reicht die Aufmunterung durch Freunde, die man ins Vertrauen zieht Dieser Freund oder diese Freundin muss in der gefürchteten Situation nicht unbedingt anwesend sein. Es hilft schon, die Person vorher anzurufen, oder auch nur, an sie zu denken. Um diese Unterstützung zu finden, muss nur eine allererste Angst überwunden werden: die zuzugeben, dass man Angst hat. Aber das weiß der andere ja sowieso. Sie sind ja kein Unmensch.
Quelle: Hanna Schott, Redakteurin der Fachzeitschrift "Psychotherapie und Seelsorge" Redaktion: Anita Bläsing
Hallo Depashler/innen, zur geplanten Nachtwanderung von der Gruppe Bad Wildungen kamen wir am Dienstag den 25.11.08 in Bad Wildungen zusammen. Wir traffen uns für die Nachtwanderung in 34537 Bad Wildungen Hufelandstrasse 12 Treffunkt e.V. Gemeinnütziger Verein zur Förderung psychosozialer Versorgung, im ersten Stock wo unser Gruppenraum ist. Um 19:30 sind wir dann mit ca. 20 Leuten losgewandert. Die Wanderstrecke betrug c.a. 2,3 Kilometer und führte uns vom Treffpunkt e.V Bad Wildungen durch den Kurpark und dann zurück zum Treffpunkt e.V. wo wir uns anschließend in unseren Gruppenraum stärkten, es gab einer Gulaschsuppe mit Brötchen. Alles war gut organisiert, das Wetter hat auch mitgespielt teilweise liefen wir im Schnee und die Gulaschsuppe mit Brötchen war lecker.
Wir hatten einen schönen lustigen Abend zusammen. Vielen Dank an alle die dabei waren und die Gruppe Bad Wildungen die diese schöne Nachtwanderung Organisiert hatte.
Autor: Ralf
Mal was Nachdenkliches
Michael war so eine Art Typ, der Dich wirklich wahnsinnig machen konnte. Er war immer guter Laune und hatte immer was positives zu sagen. Wenn ihn jemand fragte, wie's ihm ginge, antwortete er: "Wenn's mir besser gehen würde, wäre ich zwei Mal vorhanden.." Er war der geborene Optimist. Hatte einer seiner Angestellten mal einen schlechten Tag, meinte Michael zu ihm, er solle die positive Seite der Situation sehen. Seine Art machte mich wirklich derart neugierig, dass ich eines Tages auf ihn zuging und zu ihm sagte: "Das kann ich einfach nicht verstehen. Du kannst doch nicht ständig ein positiv denkender Mensch sein, wie machst Du denn das?" Michael entgegnete: "Wenn ich am Morgen aufwache, sage ich mir: "Du hast zwei Möglichkeiten. Du kannst wählen, ob Du guter oder schlechter Laune sein willst. Und ich will eben guter Laune sein. Jedes Mal, wenn etwas passiert, kann ich selbst wählen, ob ich der Leidtragende einer Situation sein oder ob ich etwas daraus lernen will. Jedes Mal, wenn jemand zu mir kommt, um sich zu beklagen, kann ich entweder sein Klagen akzeptieren oder ich kann auf die positive Seite des Lebens hinweisen. Ich habe die positive Seite gewählt." "Ja, gut, aber das ist nicht so einfach", war mein Einwand. "Doch, es ist einfach", meinte Michael, "das Leben besteht aus lauter Auswahlmöglichkeiten. Du entscheidest, wie Du auf gewisse Situationen reagieren willst. Du kannst wählen, wie die Leute Deine Laune beeinflussen. Dein Motto ist: Du kannst darüber entscheiden, wie Du dein Leben führen willst." Ich dachte darüber nach, was Michael gesagt hatte. Kurze Zeit Später verließ ich Tower Industry, um mich selbstständig zu machen. Wir verloren uns aus den Augen, aber ich dachte oft an ihn, wenn ich mich für das Leben entschied, statt darauf zu reagieren. Einige Jahre später erfuhr ich, dass Michael in einen schweren Unfall verwickelt war. Er stürzte etwa 18 m von einem Fernmeldeturm. Nach 15 Stunden im Operationssaal und Wochen intensiver Pflege, wurde Michael mit Metallstützen in seinem Rücken aus dem Krankenhaus entlassen. Als ich ihn fragte, wie es ihm ginge, erwiderte er: "Wenn es mir besser ginge, wäre ich zwei Mal vorhanden. Möchtest Du meine Operationsnarben sehen?" Ich verzichtete darauf, fragte ihn aber, was in ihm vorgegangen sei im Augenblick des Unfalls. "Nun das erste, was mir durch den Kopf ging war, ob es meiner Tochter, die bald darauf zur Welt kommen sollte, gut ginge. Als ich dann so am Boden lag, erinnerte ich mich, dass ich zwei Möglichkeiten hatte: Ich konnte wählen, ob ich leben oder sterben wollte." "Hattest Du Angst? Hast Du das Bewusstsein verloren?" wollte ich wissen. Michael fuhr fort: "Die Sanitäter haben wirklich gute Arbeit geleistet. Sie hörten nicht auf, mir zu sagen, dass es mir gut ginge. Aber als sie mich in die Notaufnahme rollten, sah ich den Gesichtsausdruck der Ärzte und Schwestern, der sagte: 'Er ist ein toter Mann.' Und ich wusste, dass ich die Initiative ergreifen musste." "Was hast Du denn getan?" fragte ich ihn. "Nun, als mich so ein Ungetüm von Aufnahmeschwester mit lauter Stimme fragte und wissen wollte, ob ich auf irgendetwas allergisch sei, bejahte ich. Die Ärzte und Schwestern hielten inne und warteten auf meine Antwort. Ich atmete tief durch und brüllte zurück: 'Auf Schwerkraft!' Während das ganze Team lachte, erklärte ich ihm: Ich entscheide mich zu leben. Also operieren Sie mich, als wäre ich lebendig und nicht tot." Michael überlebte dank der Fähigkeit seiner Ärzte, aber auch wegen einer bewundernswerten Einstellung. Von ihm lernte ich, dass wir jeden Tag die Wahl haben, in vollen Zügen zu leben. Die Einstellung ist schließlich alles. Deshalb sorge Dich nicht um das, was morgen sein wird. Jeden Tag gibt es genug, um das man sich sorgen muss. Und das Heute ist das Morgen, über das Du Dir gestern Sorgen gemacht hast. Nun kannst Du selbst zwischen zwei Möglichkeiten wählen: 1. Lösche diesen Text. 2. Sende diesen Text an jene Menschen, die Dir nahe stehen. Ich hoffe, Du wählst Punkt 2. Ich habe es gemacht. GENIESSE DAS LEBEN, ES IST DAS EINZIGE, DAS DU HAST. Autor: Unbekannt
Nudelsalat (Kalorienarm)
Für 4 Personen
Zutaten:
200 - 250 g Nudeln Fusilli
1 x Paprikamix 500 g 250g frische Pilze ca. 150 ml Miracel Wip leicht ca. 50 ml Joghurt Dressing ca. 50 ml Milch Salz / Pfeffer China Gewürz Bami Goreng Paprika edelsüß
Zubereitung:
Soße :
ca. 150 ml Miracel Wip leicht ca. 50ml Joghurt Dressing und ca.50 ml Milch in einer Schüssel zusammen verrühren. 1 Tel. Salz 1 Tel. Paprika edelsüß ein bisschen Pfeffer und 1 Tel. Bami Goreng Gewürz dazu geben und verrühren.
Die Pilze in Scheiben schneiden kurz in der Pfanne mit etwas Öl anbraten mit Salz Pfeffer und Bami Goreng Gewürz würzen.
Die Pilze zu der Soße geben und verrühren.
Die Paprika in würfel schneiden und zu der Soße geben.
Zum Schluss die Nudeln kochen z.B Fusilli kurz abkühlen lassen dazu geben und 1 Stunde ziehen lassen.
Guten Appetit
Autor: Ralf
Witze
Es klingelt. Der junge Ehemann öffnet die Tür. Die Schweigermutter steht draussen: "Hallo Jens, hast Du nichts dagegen, wenn ich für drei Tage hier bleibe?" "Nein, Mama. " sagt der junge Ehemann schliesst die Türe.
Drei Bauern sitzten zusammen auf einer Parkbank. Sagt der eine: "Meine Frau hat das doppelte Lottchen gelesen und hat Zwillinge bekommen!" Sagt der Zweite: "Ach das ist doch noch gar nichts! Meine Frau hat Schneewittchen und die 7 Zwerge gelesen und hat Siebenlinge bekommen!" Plötzlich springt der Dritte auf! Fragen die andern beiden: "Was hast Du denn plötzlich?" Er: "Ich muss schnell nach Hause! Meine Frau liest gerade Allibaba und die 40 Räuber!
Drei Handwerker diskutieren über das Alter ihres Berufes. Jeder glaubt den älteren zu haben. Sagt der Maurer: Ich habe den ältesten Beruf, wir Maurer haben schon die Pyramiden in Ägypten gebaut! Antwortet der Gärtner: Das ist noch gar nichts. Mein Beruf ist noch älter, wir Gärtner haben schon den "Gaden Eden" gepflanzt! Sagt der Elektriker: Ach was! Die Elektriker sind die ältesten: Als Gott sprach, das es Licht werde, haben wir schon vorher die Leitungen verlegt.
Die Bauersfrau ist in den letzten Zügen schwanger. Schlußendlich ist es soweit und ihr Mann bringt sie ins ortsansässige Krankenhaus. Weil er aber wieder schnell zurück aufs Feld muß, um die Ernte einzufahren, sagt er zu ihr: "Schreib mir bitte, wenn das Baby da ist, okay?" Die Bäurin erwidert: "Ich schreibe Dir lieber "Fahrrad" angekommen, damit nicht alle im Ort sofort wissen, was los ist!" Am folgenden Tag kommt der Brief beim Bauern an: "2 Fahrräder angekommen. Eins mit Ventil und ein Fahrrad ohne."
Eilen Unter Druck stehen Ankommen Ruhe finden Für sich sein Sich öffnen Sich frei machen In die Tiefe gehen Kommen lassen Sich verströmen Ein Stück von sich hergeben Raum schaffen Leer werden Sich ausdrücken Dem Gestaltlosen Gestalt geben Formen prägen Erkennen was in mir steckt Zu dem stehen , was ich gemacht habe Abschied nehmen Fenster öffnen Türe öffnen
eine Toilettenmeditation
Autor: unbekannt
Dich nicht näher denken
und dich nicht weiterdenken
dich denken , wo du bist ,
weil du dort wirklich bist
Dich nicht älter denken
und dich nicht jünger denken ,
nicht größer , nicht kleiner ,
nicht hitziger und nicht kälter .
Dich denken und
mich nach dir sehnen ,
dich sehen wollen und dich lieb haben –
so wie du wirklich bist .
Autor:( Erich Fried )
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