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AN-ERKENNUNG
- An - Erkenne auch Deine "Macken" und Fehler auch daraus wirst Du klüger!
- An - Erkenne Deine Gefühle, die Du gerade hast erlebe und durchlebe sie, so werden sie nicht zur Last!
An - Erkenne Deine Grenzen und halte sie ein - beachte und verteidige sie - so wirst Du nicht überfordert sein!
An - Erkenne und entdecke Deinen Handlungsspielraum so erfüllst Du Dir einen Wunsch oder gar einen Traum!
Depash - Depression und Angst Selbsthilfe e.V. Nordhessen
- Kasseler Str. 39a, 34212 Melsungen
Podiumsdiskussion am 23. September 2009 zum Thema
„Depressionen können jeden treffen“
Um 18:00 trafen sich die Helfer, um den Saal in der Mehrzweckhalle Wabern für die Podiumsdiskussion herzurichten.
Gegen 18:45 Uhr kamen die ersten Gäste und so ganz allmählich füllte sich der Saal mit etwa 75 bis 80 interessierten Bürgerinnen und Bürgern teils aus Depash-Reihen und teils aus der Gemeinde.
Nach der Begrüßung durch die 2. Vorsitzende, Heike Hoppe übernahm Frau Gudrun Buddrus die Moderation.
Das Podium setzte sich zusammen aus. (von links nach rechts)
Dr. Paul-Jürgen Kaiser, Facharzt für Psychotherapeutische Medizin, Fritzlar
Pfarrerin Birgit Nocht, Notfallseelsorge, Fritzlar – Lohne
Dr. Bernhard Miermeister, Fachärztin f. Psychiatrie u. Psychotherapie, Wabern
Dr. Helmut Heninghausen, praktischer Arzt, Wabern
Frau Gudrun Buddrus, Diplom-Psychologin, Fritzlar
○ Dr. Carsten Seute, Facharzt für Psychiatrie, Fritzlar
Herr Horst Giesler, 1. Vorsitzende der Angehörigen für Bipolare Störung
Andrea Schmidt, 2. Vorsitzende Depash e.V.
Anna Danilowic, Depash e.V.
Zunächst las Frau Buddrus einige Zeilen aus ihrer “Urlaubslektüre” vor. Darin beschrieb eine junge Frau ihre Gefühle nach der Trennung ihres Partners. So oder durch ähnliche Ereignisse könnten Menschen in eine depressive Stimmung geraten erklärte sie.
Patienten, die an Depressionen erkrankt sind, wissen dies ja nicht sofort. Wie ist der Weg bis zur Diagnose, fragt sie den Allgemeinmediziner?
Mit welchen Symptomen kommen Patienten zu Ihnen?
Ganz klassisch leiden Patienten unter Beschwerden im Lendenwirbelbereich.
Auch Kopfschmerzen, Schlaf- oder Appetitlosigkeit sind keine Seltenheit. Dann müssen zunächst einmal eventuelle organischen Probleme ausgeschlossen werden.
Erst wenn dort alles ok ist, könnte es sich um eine Depression handeln.
Das dem Patienten mitzuteilen, gestaltet sich oft sehr schwierig, weil das Heute immer noch ein Tabus -Thema ist.
Es gibt aber auch Patienten, die bei der Diagnose erleichtert sind.
So nach dem Motto „Endlich weiß ich was los ist“.
Da haben Therapeuten/Psychiater es schon viel leichter, die müssen dann nur noch „helfen“.
Hilfe, im Form von Gesprächstherapien und oder medikamentös oder oder oder, das ist immer von Fall zu Fall zu entscheiden.
Wichtig ist, dass der Patient sich selbst gut kennt und so entscheiden kann, was ihm selbst gut tut. Gut wäre auch immer die Unterstützung aus der Familie oder dem Freundeskreis.
Mit der Akzeptanz der Krankheit sowohl für jeden selbst als auch wiederum im Umfeld sprich Familie und Freundeskreis tun sich viele Betroffenen schwer.
So ergab sich die Deutung von Herrn Dr. Seute, der da sagte: „Ich bin Sonen Arzt“. Er erklärte, dass doch einige Leute die Krankheit nicht beim Namen nennen, sondern dann erklären, ich bin bei „sonen Arzt“.
Doch ist die Diagnose gestellt und der Patient arrangiert sich mit seiner Krankheit, ist schon ein großer Meilenstein besiegt, erklärten die Betroffenen auf dem Podium.
Autorin: S. Heerdt
Redaktion: Depash e.V.
Depression im Alter – häufig wird die behandelbare Erkrankung nicht erkannt
Oft wird sie schlichtweg übersehen: eine Depression im Alter. Die Erkrankung kommt bei älteren Menschen zwar nicht öfter vor als bei jüngeren, doch ist sie noch schwieriger zu erkennen. Allzu häufig wird mangelnde Energie und Hoffnungslosigkeit bei betagten Menschen mit dem natürlichen Alterungsprozess erklärt. Zu wenig Betroffene und zu wenig Menschen in ihrer Umgebung erkennen hinter körperlichen und psychischen Beschwerden eine depressive Erkrankung. Damit erfolgt keine angemessene Therapie, und das obwohl eine Depression gut behandelbar ist.
Die Depression gehört neben der Demenz zu den häufigsten psychiatrischen Erkrankungen im Alter: Unter den über 65-jährigen leiden circa fünf Prozent an einer behandlungsbedürftigen Depression. Menschen, die aufgrund ihres körperlichen und seelischen Gesundheitszustandes in Alten- und Pflegeheimen leben, haben sogar ein Risiko von mehr als zehn Prozent, an einer Depression zu erkranken.
Die Lebenserwartung steigt in unseren Breitengraden kontinuierlich an. Im Alter von 65 Jahren haben Menschen oft noch ein ganzes Drittel ihres Lebens vor sich. Für viele ist es nicht einfach, alt zu werden: Die Leistungsfähigkeit nimmt ab, körperliche Beschwerden häufen sich und es wird zunehmend schwieriger, im gewohnten Tempo des Alltags mitzuhalten. Trotzdem behalten sie in der Regel die Fähigkeit, ihr Leben selbständig und interessant zu gestalten.
Die Erkrankung Depression hat nichts mit vorübergehender schlechter Stimmung zu tun, die wir alle kennen. Symptome wie anhaltende Interesse- und Hoffnungslosigkeit, ein herabgesetztes Selbstwertgefühl, Schuldgefühle, Antriebs- und Energielosigkeit sowie Suizidgedanken sind Warnzeichen einer Depression.
Hinzu kommen körperliche Symptome wie Magen- und Rückenschmerzen oder Schlaf- und Appetitlosigkeit. Gerade die vielfältigen körperlichen Symptome im Alter erschweren eine korrekte Diagnose. Wird die Depression nicht erkannt und behandelt, kann dies neben dem persönlichen Leid und zunehmender sozialer Isolierung zu vermehrtem Auftreten weiterer körperlicher Erkrankungen und zu erhöhter Mortalität führen. Das Suizidrisiko ist bei älteren Menschen und ganz besonders bei alten Männern deutlich erhöht.
„Dabei sind Depressionen auch bei älteren Menschen gut behandelbar“, weiß Prof. Ulrich Hegerl, Psychiater an der Ludwig-Maximilians-Universität in München und Sprecher des „Kompetenznetzes Depression, Suizidalität“. Studien konnten die Wirksamkeit von medikamentösen Therapien und psychotherapeutischen Behandlungsverfahren bei der Altersdepression belegen.
Um die Versorgung alter Menschen in Alten- und Pflegeheimen zu verbessern, führt das „Bündnis gegen Depression“ zusammen mit der Präventionsinitiative „Bayern aktiv“ des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz und in Kooperation mit dem „Kompetenznetz Depression, Suizidalität“ bayernweit aktuell 300 eigens entwickelte Schulungen für Altenpflegekräfte durch. Altenpflegekräfte haben oft eine entscheidende Vermittlerfunktion zwischen Bewohner, Arzt und Angehörigem. Ziel der vierstündigen Schulungen ist es, Altenpflegekräfte stärker für das Thema zu sensibilisieren, damit sie eine Depression besser erkennen. Außerdem soll die Kommunikation mit den behandelnden Ärzten verbessert werden.
Quelle: Kompetenznetz Depressionen
Depressionen und Ernährung
Es wäre zu schön, um wahr zu sein: Depressionen vermeiden durch richtiges Essen. Tatsächlich hört man immer wieder, daß zum Beispiel Schokolade gegen Depressionen helfen soll beziehungsweise sie vorbeugen helfen soll. In neuerer Zeit sind zudem die sogenannten Omega-3-Fettsäuren und sogenannte Tryptophane im Gespräch, wenn es um Depressionen geht. Aber können diese Nahrungsmittel tatsächlich bei Depressionen helfen?
Tryptophan
Tryptophan ist eine essenzielle Aminosäure, die durch die Nahrung aufgenommen wird. Unser Körper kann sie nicht selbst herstellen, daher die Bezeichnung essenziell. Tryptophan wird benötigt, um verschiedene Eiweißstoffe in unserem Körper aufzubauen. Es ist ein Vorläufer unterschiedlicher Neurotransmitter in unserem Gehirn. Man findet das Tryptophan in vielen unterschiedlichen Lebensmitteln, zum Beispiel in Milch, Fleisch, Eiern oder Kartoffeln oder aber in der Kakaobohne, hier ist das Tryptophan in sehr hohen Dosen vorhanden.
Untersuchungen zeigten, daß in Diäten, in denen Nahrungsmittel mit sehr wenig Tryptophan gegessen werden, die Anzeichen einer depressiven Stimmung deutlich ansteigen. Umgekehrt könnte man meinen, daß der Verzehr von sehr viel Tryptophan gegen Depressionen helfen kann. Leider ist dem aber nicht so: Jeder, der in Westeuropa lebt, nimmt mit seiner täglichen Nahrung genug Tryptophan auf, um den normalen Bedarf zu decken. Es dürften demnach allso keine Depressionen entstehen. Ein übermäßiger Verzehr von Tryptophan ist nicht empfehlenswert, da eine spezielle Diät mit Lebensmitteln, die besonders viel Tryptophan enthalten, viel zu einseitig wäre. Zudem verursacht zu viel Tryptophan schwere Gesundheitsstörungen.
Schokolade gegen Depressionen
Wie oben schon erwähnt, enthält die Kakaobohne besonders viel Tryptophan. Man sagt der Schokolade deshalb eine besonders stimmungaufhellende Eigenschaft nach. Oft liest man, daß Schokolade die körpereigene Produktion von Serotonin ankurbeln würde. Tatsächlich schwören viele Menschen inzwischen auf die glücklich machende Wirkung von Schokolade. Für einige ist dies sogar zu einer richtigen Gier geworden, so daß sie wie bei einer Sucht täglich Schokolade brauchen. Aber keine Angst, Schokolade ist kein Stoff, der süchtig macht, jedoch hat Schokolade tatsächlich psychoaktive Eigenschaften: In der Kakaomasse sind einige Stoffe, die uns sowohl stimulieren als auch dämpfen. Sie greifen also in unser Befinden ein.
Um nochmals auf das Tryptophan zurückzukommen: Man müsste täglich mehrere Kilo Schokolade essen, bis eine Wirkung tatsächlich möglich wäre. Der glücklich machende Effekt von Schokolade scheint vielmehr in den Kohlenhydraten zu liegen, die in der Schokolade im Übermaß vorhanden sind. Inzwischen weiß man nämlich, daß bei einer Depression eine kohlenhydratreiche Ernährung durchaus hilfreich sein kann. Zudem hat die Schokolade natürlich noch mechanische und geschmackliche Eigenschaften, die uns Wohlbefinden schenken und zumindest für den Moment glücklich machen können. Das zarte Schmelzen der Schokolade auf der Zunge, die wunderbare Süße, manchmal der auch herbe Geschmack bringen wohl jeden in Verzückung. Tatsächlich kann Schokolade uns kurzfristig über depressive Verstimmungen hinweghelfen, ein Heilmittel gegen die Depression ist sie aber sicherlich nicht.
Omega-3-Fettsäuren gegen Depressionen
Omega-3-Fettsäuren helfen sowohl vorbeugend als auch heilend gegen viele Krankheiten. Diese s genannten ungesättigten Fettsäuren, die man früher als auch Vitamine bezeichnete, findet man in besonders hohen Dosen in fettem Fisch wie zum Beispiel Lachs oder Sardinen, jedoch auch in Pflanzenölen wie Leinöl, Rapsöl oder Sojaöl. Wie man inzwischen weiß, können Omega-3-Fettsäuren wirklich gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen helfen.
In früheren Untersuchungen fand man heraus, daß Menschen, die viel von diesen Fettsäuren zu sich nahmen, weniger oft an einer Depression erkrankten. Zudem schien die Suizidneigung bei diesen Menschen geringer zu sein. Warum das so war, ob diese Fettsäuren tatsächlich in die Produktion der Botenstoffe Dopamin und Serotonin eingreifen, ist bis heute nicht klar. Es ist tatsächlich noch nicht einmal klar, ob diese geringere Depressionsneigung wirklich etwas mit den Fettsäuren zu tun hatte. Eine depressive Wirkung ist also nicht nachgewiesen.
Quelle: http://www.depressionen-depression.net/depression-besiegt/ernaehrung-depressionen.htm
Erkrankung nach der Geburt
Die Wochenbettdepression Die so genannte postpartale Depression tritt nach der Geburt auf. Viele Frauen leiden im Wochenbett an einer depressiven Verstimmung, doch meistens handelt es sich um eine kurzlebige Erscheinung, den “Baby-Blues”. Erst wenn die Symptome über einen längeren Zeitraum andauern, handelt es sich um eine ernsthafte Wochenbettdepression.
Der Weltgesundheitstag am 7. April 2005 steht unter dem Motto „Mutter und Kind – Gesundheit von Anfang an“. Nach der Geburt sind Frauen besonders gefährdet, an einer Depression zu erkranken. Möglicherweise spielen hier die Hormonschwankungen, die nach einer Entbindung sind besonders hoch, mit eine Rolle. Die Krankheitszeichen der postpartalen Depression entsprechen häufig denen einer schweren Depression. Mit dem „Baby-Blues“, der durchaus normal sein kann, hat das nichts zu tun. Dieser tritt zwischen dem dritten und fünften Tag nach der Geburt auf und verschwindet wieder ganz von alleine. Die postpartale Depression dagegen kann in den ersten 30 Tagen nach der Geburt auftreten und unbehandelt Monate andauern. Neben der gedrückten Stimmung kommen häufig körperliche Symptome hinzu, die fälschlicherweise als Reaktion auf die Belastung durch die Geburt, das Stillen, oder Schlafmangel erklärt werden. Besonders quälend ist für die Mütter das Gefühl, ihr Kind nicht richtig versorgen und sogar, es nicht richtig lieben zu können. Wie bei anderen Depressionen auch kann es zu Suizid-Gedanken und suizidalen Handlungen führen.
Die Behandlung der postpartalen Depression ähnelt der anderer Depressionsformen. Antidepressiva haben sich als wirksam erwiesen, gehen allerdings in die Muttermilch über, so dass die Mutter unter Umständen abstillen muss. Grundsätzlich muss besonders genau abgewogen werden, welche Therapie eingeleitet wird. Wie bei anderen Depressionsformen auch hat sich neben der Pharmako- die Psychotherapie bewährt.
Quelle: Kompetenznetz Depressionen
Genusstraining gegen Depression und Angst
Es gibt verschiedene Gründe, weshalb Menschen die kleinen und großen Freuden des Lebens nicht genießen können. Manche sind zu gestresst, zu depressiv oder zu ängstlich. Die folgenden Strategien wollen Ihnen helfen, Ihr Leben (wieder) genießen zu lernen. Vor allem depressive und ängstliche Menschen konzentrieren sich einseitig auf die negativen Seiten des Lebens. Für solche Personen gilt die Empfehlung: Vermeiden Sie beim Lesen, sofort das Negative an den Vorschlägen zu sehen oder nur wahrzunehmen, was alles gegen diese Vorschläge spricht oder was Sie nicht haben oder nicht können! Sie „müssen“ ja nicht alles ausprobieren. Beginnen Sie mit einer Idee, die Sie unmittelbar anspricht! Stressgefährdete Menschen werden gerne einwenden, dass Sie für all diese „netten Ideen“ überhaupt keine Zeit haben! Eben! Bitte nehmen gerade Sie sich die notwendige Zeit, bevor Ihr Körper Sie durch starke Verspannungen, andere Symptome oder ernsthafte Krankheiten dazu zwingt. Es ist vernünftiger, Stress-Erkrankungen vorzubeugen als sie zu behandeln! Machen Sie sich bewusst, dass Sie selbst mindestens so viel Aufmerksamkeit verdienen wie alle Ihre Projekte und sonstigen Ziele!
- Hören Sie entspannende Musik. Legen Sie Stücke oder Lieder auf, die Sie mit angenehmen Erinnerungen verbinden. Verabreden Sie sich mit einem Freund oder einer Freundin zu einem Konzert. Falls Sie meinen, keine Freunde zu haben, fragen Sie jemanden aus der Bekanntschaft oder Nachbarschaft. Dies könnte ein erster Schritt zu einer späteren Freundschaft sein. Werten Sie eine Absage bitte nicht gleich als persönliche Ablehnung.
- Gönnen Sie sich ein Sonnenbad (gegebenenfalls in einem Sonnenstudio)
- Sorgen Sie für ein wohnliches Heim! Dafür muss man keine luxuriösen Möbel kaufen. Pflanzen, Kerzen, Bilder, Aroma-Schalen oder Ihre Lieblingsfarben können eine angenehme Atmosphäre erzeugen. Wenn Sie nicht „gut drauf“ sind: Räumen Sie Ihre Wohnung auf! Werfen Sie Ballast weg. Sie werden sich besser fühlen!
- Gönnen Sie sich wohlriechende und hautfreundliche Cremes und Lotionen. Verwöhnen Sie Ihren ganzen Körper, indem Sie ihn sanft einreiben – insbesondere an Stellen, die Sie sonst vernachlässigen. Freuen Sie sich an Ihrem Körper, versöhnen Sie sich mit Stellen, die Ihnen bisher nicht gefallen haben. Nehmen Sie sich dafür viel Zeit. Hören Sie dabei schöne Musik.
- Machen Sie Spaziergänge zu besonderen Tageszeiten (Sonnenauf- oder Untergang). Wählen Sie dafür eine landschaftlich reizvolle Strecke und genießen Sie bewusst die Natur.
- Konzentrieren Sie sich am Abend eines Tages auf alles Positive, das Ihnen heute begegnet ist. Trainieren Sie Ihre Wahrnehmung, immer auch das Positive zu sehen. Führen Sie darüber Tagebuch.
- Genießen Sie Ihre Mahlzeiten, statt das Essen in sich hineinzustopfen. Nehmen Sie sich Zeit für die Zubereitung. Achten Sie auf eine gesunde Ernährung.
- Machen Sie öfter einmal einen Termin mit sich selbst! Planen Sie eine Zeit, in der Sie bewusst über sich selbst nachdenken. Was tut Ihnen gut, was läuft schlecht in Ihrem Leben? Was können Sie ändern? Vielleicht schreiben Sie Ihre Ideen in ein Tagebuch.
- Setzen Sie Ihren negativen Gedanken gezielt positive entgegen. Welche positiven Seiten haben Ihre Situation, Ihr Partner, Ihr Beruf usw. Denken Sie regelmäßig an die schönen Aspekte Ihres Leben und genießen Sie diese.
- Üben Sie zu lächeln. Lesen Sie humorvolle Geschichten. Sehen Sie sich lustige Filme und Theaterstücke an.
- Gönnen Sie sich einmal die Woche etwas Besonderes: Ein Essen in gepflegtem Ambiente, ein Besuch im Thermalbad oder im Zoo, ein Einkaufsbummel, ein Aufenthalt in Ihrem Lieblings-Café usw.
- Schaffen Sie sich kleine Pausen! Gönnen Sie es sich, mitten im Alltag ein paar Minuten einfach aus dem Fenster zu schauen und alles, was Sie dort sehen, bewusst wahrzunehmen. Was gibt es dort, an dem Sie sich erfreuen können? Buntes Herbstlaub, spielende Kinder? Ihr Wagen? Der (hoffentlich) freundliche Nachbar?
- Genießen Sie Ihren Schlaf! Schlafen Sie wohlig ein: Nehmen Sie sich vor dem Einschlafen zehn Minuten Zeit, um bei leiser Musik und Kerzenschein, den Tag noch mal Revue passieren zu lassen: Worüber haben Sie sich in den letzten 24 Stunden gefreut? Wofür können Sie dankbar sein?
- Verschaffen Sie Ihrem Körper Bewegung. Walking, Jogging, Fitness-Training und andere Ausdauersportarten fördern nicht nur Ihre Gesundheit, sondern steigern Ihr Wohlbefinden. Es ist oft schwer, sich aufzuraffen, aber hinterher fühlen Sie sich besser.
- Machen Sie sich schön. Es wird Ihnen besser gehen mit frisch gewaschenen Haaren, Ihrem Lieblingsduft, in Kleidung, mit der Sie sich wohl fühlen. Tragen Sie Schmuck, Make-up oder Krawatte, wenn Ihnen dies gut tut. Leisten Sie sich nach Möglichkeit ein neues Kleidungsstück oder wagen Sie eine neue Frisur.
- Wie wär’s mal wieder mit einem gemütlichen Frühstück am Samstag oder Sonntag mit allem Drum und Dran? Genießen Sie jeden Bissen, jeden Schluck und die Muße, die Sie dabei (hoffentlich) empfinden.
- Nehmen Sie sich einmal am Tag Zeit, in der Stille auf Gott zu hören, wenn Sie religiös sind. Erlernen Sie eine Meditationstechnik, die Ihnen dabei hilft.
- Vor allem im Winter: Gönnen Sie sich ein heißes Bad! Mit guten Düften, Kerzenschein und schöner Musik kann ein Bad zum Erlebnis werden.
- Säfte sind gesund! Genießen Sie von Zeit zu Zeit einen frisch gepressten Frucht- oder Gemüsesaft und „spüren“ Sie die gesunde Wirkung für Ihren Körper.
- Spielen Sie mal wieder! Wie wär’s mit einer Einladung an Freunde zum Karten-, Volleyball- oder Brettspiel?
- Wenn Sie gestresst oder müde sind: Halten Sie kurz an und fragen Sie sich ganz bewusst: Was täte mir jetzt gut? Was braucht mein Körper jetzt? Was braucht meine Seele jetzt?
Viel Genuss beim Wohlfühlen!
Quelle: http://www.dr-mueck.de/HM_Depression/HM_Genusstraining_Depression.htm
Angst, Phobien, Depressionen, Scham- und Schuldgefühle – energetische Psychotherapie verspricht unkonventionelle Abhilfe
Gesundheit & Medizin
Pressemitteilung von: Praxis für energetische Psychotherapie - Dr. Christiane Seidenberg
Mögliche Akupressur-Klopfpunkte bei der energetischen Psychotherapie
(openPR) - Die vermuteten Ursachen, klinischen Einteilungen und Bezeichnungen emotionaler Befindlichkeitsstörungen sind so vielfältig wie die angebotenen Behandlungsmöglichkeiten und die individuellen Therapieversuche, die davon Betroffene im Laufe ihres Lebens auf sich nehmen.
Gängige Therapien berufen sich auf verschiedene Modelle: das kognitive (die Gedanken betreffend), das soziale, das verhaltensorientierte, systemische, neurologische und biochemische (die Gehirnchemie betreffende) Modell. Alle diese Ansätze haben sicherlich ihre Berechtigung aber auch ihre Grenzen.
Bei der energetischen Psychotherapie gehen Therapeuten davon aus, dass jedes körperlich oder psychisch empfundene Symptom von einer Blockade des sog. bioenergetischen Systems begleitet wird. Diese Blockaden verfestigen die Störungen auf der gedanklichen und emotionalen Ebene.
Die sogenannten Energy Diagnostic & Treatment Methods © (EDxTM©), die der amerikanische Psychologe und Psychotherapeut Dr. Fred Gallo entwickelt hat, dienen der raschen und nachhaltigen Linderung emotionaler Stresssymptome. Diese Verfahrensweise ist eine Kombination aus sowohl modernen kurzzeittherapeutischen als auch traditionell überlieferten alternativer Therapiemethoden. Als solche sind sie den sogenannten energetischen Psychotherapieverfahren zuzurechnen (s.a. www.energypsych.com und www.kurzzeitberatung.de)
Dreh- und Angelpunkt dieses energetischen Verfahrens sind der sog. kinesiologische Muskeltest, der als körpereigenes Biofeedbacksystem (Rückmeldesystem) dient, sowie die Diagnose und nachfolgende mechanische Beeinflussung bestimmter Körperpunkte (der sog. Akupressurpunkte) auf dem sogenannten Meridiansystem durch simples Klopfen mit den Fingern.
Nach der Meridiantheorie der Traditionellen Chinesischen Medizin ist die Balance innerhalb unseres Energiesystems entscheidend für unsere körperliche, emotionale und mentale Gesundheit. Der energetische Zustand der Meridiane lässt sich über die Akupunkturpunkte beeinflussen, durch Halten, Pressen oder Klopfen.
Zeitgleiche Augenrollbewegungen, Summen und Zählen sind als Prinzip dem EMDR (Eye Movement Desensitation and Reprocessing) entliehen, einer seit etwa 10 Jahren anerkannten Methode zur Behandlung sog. posttraumatischer Stressbelastung. Das Aussprechen bestimmter Behandlungssätze (Affirmationen) ist ein hypnotherapeutisches Prinzip, ebenso wie die virtuelle Einstimmung auf zunächst stresserzeugende Gedankenfelder bzw. auf das erwünschte Zielerleben. Dem Energie-Modell nach werden durch diese “multineuronale“ Stimulation Energieblockaden aufgelöst, die bislang zur Verfestigung problemstabilisierender Emotionen und Gedankenmuster beigetragen hatten. Damit die Reizung der Meridiane auch die gewünschte Wirkung erzielt, ist eine gewisse Vorbereitung nötig. Es hat sich nämlich gezeigt, dass ein Mensch, der eine Art „Extra-Nicht-Haltung“, eine Art innerer „Lebens- oder Glücksverneinung“ eingenommen hat (d.h. er wehrt sich gegen jede Art von äusserer konstruktiver Einflussnahme) weder vom Beklopfen noch von sonstigen Therapien profitiert. In der energetischen Psychologie nennt man dieses Phänomen „psychologische Umkehrung“ (PU). Dieser Widerstand ist fast immer unbewusst, für den Klienten meist überraschend und ist ihm auch nicht vorzuwerfen.
Die gute Nachricht: Der Muskeltest entlarvt diese PU durch präzise Rückmeldungen aus dem Unbewussten. Vom Klienten nachzusprechende Aussöhnungssätze und gleichzeitiges Beklopfen bestimmter Meridianpunkte lösen die PU und damit die inneren Widerstände des Klienten auf. Dieses Phänomen und seine Behandlungsmöglichkeit, - wenn auch durch ein zunächst etwas eigentümlich anmutendes Verfahren - birgt eine gravierende Heilungschance für eine Vielzahl emotionaler Probleme.
Bereits in einer Sitzung kann es schon zu einer beträchtlichen emotionalen Entlastung kommen. Dabei ist eine unvoreingenommene Mitarbeit des Klienten unerlässlich. Will er den Therapieprozess stabilisieren, so kann er im Alltag seine für das individuelle Thema diagnostizierten Meridianpunkte selber stimulieren und die mit dem Therapeuten verabredeten Behandlungssätze nachsprechen.
Praxis für energetische Psychotherapie - Dr. Christiane Seidenberg Achterdiek 48 26131 Oldenburg Tel.: 0441-9558686
kontakt@kurzzeitberatung.de www.kurzzeitberatung.de
Quelle: http://www.gesundheits-weblog.de/50226711/angst_phobien_depressionen_scham_und_schuldgefahle_aenergetische_psychotherapie_kann_helfen.php
Münstersche Studie belegt Behandlungserfolge durch Psychotherapie- Ansatz aus den USA
20.04.09.
Es gibt Krankheiten, die haben auch ihr Gutes. So die Borderline- Persönlichkeitsstörung (BPS): Für nicht wenige Schauspieler, Musiker und Künstler ist sie die Quelle ihres Schaffens. Denn “Borderliner” leben besonders intensiv; sie haben starke Gefühle und leidenschaftliche, dramatische Beziehungen. Oft sind sie schillernde und faszinierende Menschen. Im Regelfall aber bedeutet die BPS vor allem eines für die Betroffenen und ihr Umfeld: viel Leid. Für die Behandlung gibt es mehrere Therapieansätze – von denen einer, die “Übertragungs-fokussierte Psychotherapie”, besonders erfolgreich ist. Das hat der Psychosomatiker Prof. Dr. Stephan Doering von der Universität Münster jetzt mit einer groß angelegten Studie nachgewiesen.
Etwa ein bis zwei Prozent der Deutschen zeigen die typischen Kennzeichen der Borderline-Persönlichkeitsstörung: Die Patienten neigen zu Stimmungsschwankungen, verletzen sich selbst oder begehen Suizidversuche. Sie leben riskant und konsumieren oft Alkohol und Drogen. In Beziehungen suchen Borderliner große Nähe, die ihnen andererseits aber auch Angst macht, sobald sie da ist. Dann zerstören sie das Vertrauen oft abrupt. Da diese Probleme den Betroffenen meist selbst bewusst sind, begeben sich viele von ihnen aus eigenem Antrieb in eine psychotherapeutische oder psychiatrische Behandlung. “In Fachkreisen gelten sie allerdings als schwierige Patienten, bei denen die üblichen Behandlungsformen nicht gut helfen”, erläutert Prof. Doering, der als Spezialist für Psychosomatik an der Zahnklinik des Uni-Klinikums Münster arbeitet.
Vor diesem Hintergrund habe die Wissenschaft in den letzten zwei Jahrzehnten spezielle Psychotherapieformen für BPS-Patienten entwickelt, so der Mediziner. Eine davon, die aus den USA stammende und in Deutschland seit Ende der 1990er Jahre eingesetzte “Übertragungs-fokussierte Psychotherapie”, untersuchte Doering zusammen mit einem von Team und Ärzten und Psychotherapeuten im Hinblick auf die Erfolgsaussichten: 104 Frauen mit einer Borderline- Störung erhielten nach dem Zufallsprinzip entweder diese Therapieform oder eine konventionelle Behandlung bei niedergelassenen Psychotherapeuten. Ergebnis: Nach einem Jahr in Behandlung ging es den Patienten, die die Übertragungs-fokussierte Psychotherapie erhalten hatten, deutlich besser. In dieser Gruppe gab es weniger Therapieabbrüche, weniger Suizidversuche und weniger Aufenthalte in psychiatrischen Kliniken. Außerdem entsprachen diese Probandinnen zu einem größeren Anteil nicht mehr den diagnostischen Kriterien der Borderline-Störung und kamen im sozialen Leben besser zurecht.
Das aufwändige Forschungsprojekt erstreckte sich über sechs Jahre und stellt die erste randomisiert-kontrollierte – also auf dem Zufallsprinzip und einer Vergleichsgruppe basierende – Psychotherapiestudie an Patienten mit Persönlichkeitsstörungen dar, die in Deutschland durchgeführt wurde. Für seine Ergebnisse erhielt Prof. Doering Ende März vom Deutschen Kollegium für Psychosomatische Medizin (DKPM) den renommierten Adolf-Ernst-Mayer-Preis für Psychotherapieforschung.
In seiner eigenen Fachdisziplin hofft der Hochschulmediziner nun auf einen Kurswechsel: “In den letzten Jahren wurden immer mehr spezielle Psychotherapien für bestimmte psychische Erkrankungen entwickelt und in ihrer Wirksamkeit überprüft. Zukünftig sollten wir uns darauf konzentrieren, Ärzte und Psychotherapeuten in diesen Verfahren auszubilden, damit die betroffenen Patienten vor Ort die optimale psychotherapeutische Versorgung erhalten können”, so der Psychosomatiker.
Quelle: idw / www.curado.de/Borderline-Syndrom/Muenstersche-Studie-belegt-Behandlungserfolge-durch-Psychotherapie--Ansatz-aus-den-USA-11883/
Übertragungsfokussierte Psychotherapie
Aus der Tradition der Psychoanalyse entwickelte sich die Übertragungsfokussierte Psychotherapie. Im Gegensatz zur klassischen Psychoanalyse werden nicht frühe Beziehungen analysiert, sondern im Hier und Jetzt wer- den aktuelle Beziehungsprobleme in der Beziehung zwischen Klient und Therapeut sichtbar gemacht. Borderlinespezifische Wahrnehmungen und Verhaltensweisen können so bewusst gemacht und verändert werden. Hier soll im Verlauf der therapeutischen Behandlung ein stabiles und integriertes Selbstbild der Patientin aufgebaut werden. Gemeinsam mit dem Therapeuten arbeitet die betroffene Person zwischenmenschliche Konflikte auf. Dabei lernt sie, Teile ihrer Persönlichkeit anzunehmen, die sie bisher nicht wahrnehmen oder leben konnte. Es handelt sich um eine Einzel-Gesprächstherapie, die auf einen längeren Zeitraum ausgelegt ist.
Quelle: http://www.lebensgeschichten.org/borderline/therapie.php
Zwangsstörung.
Ich muss das immer wieder tun.“ „Ich kann das einfach nicht lassen, obwohl ich weiß, dass es unsinnig ist.“ „Ich fühle mich wie verrückt bei klarem Verstand“.
Diese oder ähnliche Äußerungen kann man von Patienten die an einer Zwangsstörung leiden immer wieder hören.
Der Organismus befindet sich in einer Art falschem Daueralarm
Belastende Gedanken, befürchtete Katastrophen drängen sich immer wieder ins Bewusstsein und lösen massive Unruhe und Anspannung oder gar Ekel aus. Obwohl der Verstand weiß, dass die Gedanken und Befürchtungen unsinnig oder übertrieben sind, lässt sich das unangenehme Gefühl mit dem Verstand nicht beruhigen. Der Organismus befindet sich in einer Art falschem Daueralarm. Dieser falsche Daueralarm lässt sich nicht einfach abstellen. Nur durch ritualisiertes Gegensteuern mit Zwangshandlungen oder Gegengedanken kann das Bedrohungsgefühl reduziert werden. Dies kann mitunter bis zu Stunden dauern und den gesamten Tagesablauf beeinträchtigen.
Reaktion der Umwelt auf Zwangsstörungen
Für Außenstehende ist nur schwer nachvollziehbar, dass die Betroffenen ihre unsinnigen Handlungen nicht einfach beenden können. Die Einsicht in die eigene Unsinnigkeit der Gedanken und Handlungen ist häufig mit Scham verbunden. Dies führt dazu, dass viele Betroffene versuchen, ihre Symptome vor Bekannten und Freunden, ja sogar vor Familienangehörigen zu verbergen.
Zwangsstörungen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen
Zwangsstörungen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen im Erwachsenenalter, die mit erheblichen Einschränkungen in der alltäglichen Lebensführung einhergehen. Mittlerweile gibt es effektive Methoden und verschiedene Möglichkeiten zur Behandlung der Zwangsstörung. Wir stellen jedoch immer wieder fest, dass Betroffene zu uns in die Klinik kommen und erstaunt sind, wie viele andere Menschen an denselben Problemen leiden. Offensichtlich gibt es noch immer viel zu wenig Information über die Erkrankung, deren Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten.
Auf den folgenden Seiten möchten wir Sie über Ursachen, Entstehungsbedingungen und Therapiemöglichkeiten der Zwangsstörung informieren.
Was sind Zwangsstörungen?
Zwangsstörungen äußern sich durch sich aufdrängende Ideen, Gedanken oder Impulse, die den Betroffenen immer wieder stereotyp beschäftigen. Sie sind fast immer bedrohlich, teilweise quälend. Auch wenn die Gedanken als unwillkürlich und häufig abstoßend erlebt werden, werden sie von den Betroffenen als zur eigenen Person gehörig wahrgenommen. Der Versuch Widerstand zu leisten oder die Gedanken zu verdrängen ist in der Regel erfolglos.
Zwangshandlungen oder -rituale sind stereotype Verhaltensweisen, die ständig wiederholt werden. Sie werden weder als angenehm empfunden, noch dienen sie dazu, an sich nützliche Aufgaben zu erfüllen. Die betroffene Person erlebt sie oft als Vorbeugung gegen ein objektiv unwahrscheinliches Ereignis, das ihr Schaden bringen, oder bei dem sie selbst Unheil anrichten könnte. Im Allgemeinen wird dieses Verhalten als sinnlos und ineffektiv erlebt, es wird immer wieder versucht, dagegen anzugehen. Angst oder Anspannung ist meist ständig vorhanden. Werden die Handlungen unterdrückt, verstärkt sich die Angst und Anspannung deutlich.
Man unterscheidet Zwangsstörungen,
- bei denen Zwangsgedanken im Vordergrund stehen und
- Zwangsstörungen, bei denen Zwangshandlungen den Hauptteil der Symptomatik darstellen
Welche Beschwerden treten auf?
Menschen mit Zwangsstörungen verspüren einen starken inneren Drang, Dinge zu denken oder zu tun, die sie eigentlich für unsinnig oder übertrieben halten. Der Versuch sich gegen diesen Drang zu wehren, gelingt meist nicht oder führt sogar zu einer Zunahme der Gedanken und Impulse.
Am häufigsten sind Wasch- und Reinigungszwänge sowie Kontrollzwänge. Die Betroffenen befürchten beispielsweise, sich oder andere Menschen durch Berührung mit gefährlichen Substanzen oder Erregern anzustecken oder zu schaden. Manche haben die Vorstellung, unbeabsichtigt mit ekelerregenden Substanzen in Berührung gekommen zu sein und diesen Ekel nicht mehr loszuwerden. Sie fühlen sich regelrecht verseucht. Die durch die unangenehmen Vorstellungen verursachten Angst und Ekelgefühle können nur durch umfangreiche Putz oder Reinigungsrituale gemindert werden.
Menschen, die an Kontrollzwängen leiden, haben ständig selbst verschuldete Katastrophen vor Augen. Sie befürchten durch Fahrlässigkeit einen Brand, eine Überschwemmung oder einen Einbruch verursacht zu haben. Andere haben den Gedanken, ohne es zu merken, einen Menschen überfahren zu haben und kontrollieren durch mehrmaliges Abfahren der Fahrstrecke oder durch Anrufe bei der Polizei.
Neben Wasch- und Kontrollzwängen gibt es noch vielerlei andere Zwangshandlungen. Manche Menschen werden von ihren Zwangsbefürchtungen dazu getrieben, magische Rituale oder Regeln einzuhalten, um Unglück von Angehörigen abzuwenden. Sie müssen Dinge in einer ganz bestimmten Reihenfolge und in einer vorgegebenen Häufigkeit tun, dürfen nicht auf Fugen treten oder sich nur nach bestimmten Regeln bewegen. Andere entwickeln Frage- und Wiederholungszwänge, denn nur so stellt sich ein Gefühl ein, dass alles in Ordnung ist. Sexuelle oder religiöse Inhalte spielen bei anderen Zwängen eine Rolle.
Allen Zwängen gemeinsam sind eine Bedrohungsseite und eine Abwehrseite. Ein als unkontrollierbar erlebter Gedanke signalisiert Bedrohung: z. B. „Wenn Du nicht noch einmal kontrollierst, passiert etwas Schlimmes“. Dieser Gedanke wird durch die Zwangshandlung z. B. den Herd kontrollieren, abgewehrt. Auch wenn der Betroffene sieht, dass er kontrolliert, stellt sich das Gefühl der Sicherheit nicht ein. Das tückische bei einer Zwangserkrankung ist, dass sich die Befürchtungen mit einer einmaligen Kontrolle nicht besänftigen lassen. Wahrnehmung, Verstand und Gefühl passen nicht zusammen. Es braucht mehrmalige zeitraubende Kontrollen und Hilfsrituale oder Rückversicherungen, bis sich eine Beruhigung einstellt. Dies führt naturgemäß zu einer starken Verunsicherung bei den Betroffenen.
Wie entstehen Zwangsstörungen?
Damit eine Zwangserkrankung entsteht, müssen in der Regel mehrere Komponenten zusammenkommen. Man kennt verschiedene Risikofaktoren, die für sich alleine genommen noch nicht dazu führen, dass eine Erkrankung auftritt, aber die Entwicklung einer Zwangserkrankung begünstigen können. Kommen mehrere Risikofaktoren zusammen, die dazu führen, dass Belastungen nicht mehr bewältigt werden können, steigt die Wahrscheinlichkeit der Erkrankung.
Die wichtigsten heute bekannten Faktoren sind:
- Vererbung
- neurobiologische Faktoren
- Erziehungsstile
- prägende Ereignisse in der Lebensgeschichte,
- Persönlichkeitseigenschaften
- Belastungen vor und während des Beginns der Erkrankung.
Vererbung
Verschiedene Forschungsprojekte haben ein gehäuftes Auftreten von Zwangs- und Angsterkrankungen bei Angehörigen von Betroffenen gefunden. Wenn ein oder beide Elternteile an einer Zwangserkrankung leiden, so ist das Risiko ebenfalls an einer Zwangsstörung zu erkranken bei den Kindern erhöht. Ein ähnliches Bild ergibt sich bei Zwillingen. Leidet ein Zwilling an einer Zwangserkrankung, so ist das Risiko, Zwänge zu entwickeln für den anderen Zwilling ebenfalls erhöht.
Da aber auch viele Mitglieder von belasteten Familien gesund bleiben, wird der genetische Zusammenhang eher gering eingeschätzt. Unklar ist dabei auch, zu welchem Anteil die Kinder durch Modellernen Zwänge von ihren Eltern übernehmen.
Neurobiologie
In den letzten Jahren sind eine Fülle von Untersuchungen zu neurobiologischen Hintergründen der Zwangsstörung durchgeführt worden. Dabei hat man immer wieder zeigen können, dass bei Patienten, die unter einer Zwangsstörung leiden bestimmte Hirnbereiche besonders stark durchblutet sind. Diese Bereiche werden speziellen Filtersystemen bei der Informationsverarbeitung zugeordnet und werden durch den Botenstoff Serotonin beeinflusst. Die Verteilung dieses Botenstoffes im Gehirn scheint bei Zwangspatienten verschoben zu sein. Durch diese Störungen im Filtersystem können viele der zunächst als seltsam erscheinenden Phänomene bei Zwangspatienten im Sinne einer Störung der Informationsverarbeitung gut erklärt werden.
Unter Experten ist man sich allerdings nicht einig darüber, ob diese neurobiologischen Befunde tatsächlich die Ursache der Erkrankung darstellen oder ob sie lediglich ein Abbild der Erkrankung sind.
Interessant ist allerdings, dass sich die krankheitstypischen Veränderungen im Gehirn durch Medikamente, die im Serotoninsystem wirken, rückgängig machen lassen. Erstmals konnte in Untersuchungen an zwangserkrankten Patienten aber auch gezeigt werden, dass sich solche Veränderungen durch eine verhaltenstherapeutische Psychotherapie zurückbilden ließen!
Erziehungsstile und belastende Ereignisse in der Lebensgeschichte
Es gibt keine eindeutigen Erziehungsfaktoren, die automatisch zu einer Zwangserkrankung führen. Bei entsprechend empfindsamen Menschen können aber bestimmte Erziehungsmerkmale Eigenschaften fördern, die die Entwicklung einer Zwangserkrankung begünstigen. Werden schon früh hohe Erwartungen an Selbstständigkeit und Verantwortung gestellt, Fehler sehr kritisch bewertet und Erfolge wenig anerkannt, können Kinder verunsichert werden und insgesamt vorsichtiger und ängstlicher auf Anforderungen und im zwischenmenschlichen Kontakt reagieren. Daraus kann wiederum ein vermehrtes Streben nach Sicherheit resultieren. Über Perfektionismus wir versucht Fehler und nachfolgende Kritik zu vermeiden. Auch ein überängstlicher Erziehungsstil, bei dem die Eltern ihre Kinder immer wieder vor Gefahren warnen und sie übermäßig beschützen, kann zu einer anhaltenden Verunsicherung bei den Kindern führen. Erziehungsstile sind aber niemals alleine für die Erkrankung verantwortlich.
Treten im Lauf eines Lebens außergewöhnliche Belastungen auf, so kann bei diesen bereits verunsicherten Menschen ein starkes bewusstes oder auch unbewusstes Überforderungsgefühl entstehen. In solchen Situationen kann eine Zwangssymptomatik auftreten, über die stellvertretend versucht werden soll, wieder Kontrolle über eine scheinbar nicht zu bewältigende Situation zu bekommen. Kann z. B. jemand einen Konflikt mit einem nahestehenden Menschen nicht bewältigen, kann es sein, dass sich ein Kontrollzwang entwickelt. Dieser sorgt dann zum einen dafür, dass man mit anderen Dingen als dem unangenehmen Konflikt beschäftigt ist und gleichzeitig gibt er einem das Gefühl, aktiv etwas unternehmen, um unangenehme Situationen zu vermeiden. Der Konflikt wir gewissermaßen auf eine Nebenbühne verschoben und dort scheinbar bearbeitet. So kann jede seelische Belastung unter den beschriebenen Voraussetzungen zum Ausbruch einer Zwangserkrankung führen.
Persönlichkeit
Wie oben bereits angedeutet sind Erziehungsfaktoren und Lebensereignisse an der Ausformung der Persönlichkeit beteiligt. Je nachdem, wie jemand seine Umwelt wahrnimmt, welches Bild er von sich und anderen hat und mit welcher emotionalen Empfindsamkeit er ausgestattet ist, wird er mit Lebensanforderungen und - herausforderungen unterschiedlich robust umgehen können.
Wir haben auch schon erwähnt, dass Zwänge gehäuft in Lebenssituationen auftreten, die besondere Bewältigungsleistungen verlangen. In solche Situationen kommen die individuellen Persönlichkeitsstile besonders zum Tragen. Dabei können bestimmte Eigenschaften auf dem Boden einer besonderen, unter anderem auch biologisch bedingten Empfindsamkeit zu Risikofaktoren für die Entstehung einer Zwangserkrankung werden. Besonders perfektionistische Menschen, die Fehler unbedingt vermeiden möchten, kontrollieren häufiger noch einmal nach als Menschen, die auch einmal Fehler zulassen können. Hohe Ängstlichkeit und geringes Selbstwertgefühl verlangen nach mehr Sicherheit und können über dieses Bedürfnis zu Zwängen führen. Diese vermitteln dann stellvertretend auf einer anderen Ebene Sicherheit. Zwänge können in diesem Zusammenhang auch den Versuch darstellen, Kritik unter allen Umständen zu vermeiden. Ausgeprägte Schüchternheit und geringes Durchsetzungsvermögen können in diesem Sinne ebenfalls zu Risikofaktoren werden.
Wie werden Zwangshandlungen festgestellt?
Die Diagnose einer Zwangserkrankung wird in einem klinischen Interview gestellt. Es gibt standardisierte Interviews oder Fragebögen, die es ermöglichen, den Schweregrad einer Zwangserkrankung zu ermitteln. Zwangserkrankte wissen um die Übertriebenheit ihrer Gedanken und Handlungen und meinen oft, sie müssten ihre Gedanken und Impulse kontrollieren können. Daher schämen sie sich häufig davor, über ihre Symptomatik zu sprechen. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, in den diagnostischen Gesprächen sensibel für diese Problematik zu sein und genügend Zeit und Raum für die Entstehung einer vertrauensvollen Beziehung zu lassen.
Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?
Wie oben beschrieben, gibt es mehrere Faktoren, die an der Entstehung von Zwangserkrankungen beteiligt sind. Entsprechend dieser Ursachen sollte die Therapie an mehreren Punkten ansetzen. In der Fachsprache wird diese Vorgehensweise Multimodale Therapie genannt.
Eine umfassende Therapie sollte folgende Komponenten beinhalten:
- Aufbau einer vertrauensvollen wertschätzenden Beziehung zwischen Therapeut und Betroffenem
- Förderung einer positiven Einstellung zur Therapie und den zu erwartenden Veränderungen
- Entwicklung einer verständlichen Erklärung über die Entstehung der Problematik unter Berücksichtigung lebensgeschichtlicher und aktueller Lebensbezüge
- Vermittlung von Informationen über die Erkrankung
- Erwerb von Fertigkeiten, die Zwänge zu reduzieren durch therapeutenbegleitete Konfrontationsverfahren mit Reaktionsbewältigung
- Förderung von zwischenmenschlichen Fertigkeiten unter Nutzung von Stärken
- Übernahme der neu gewonnenen Freiheiten und Fertigkeiten in den Alltag
Verhaltenstherapeutische Methoden
Es gilt heute als gesichert, dass verhaltenstherapeutische Methoden bei der Behandlung der Zwangsstörung am erfolgreichsten sind. Zentraler Bestandteil dieser Therapie ist das Einüben von Fertigkeiten zur Bewältigung unangenehmer Gefühlszustände, die durch Zwangsbefürchtungen ausgelöst werden. Unter Anleitung eines geschulten Therapeuten werden Betroffene nach einer sorgfältigen Vorbereitung an Situationen herangeführt, die Zwangsbefürchtungen auslösen. Wird dem Drang, die Handlungen auszuführen dann nicht nachgegeben, erfahren sie, dass die unangenehmen Gefühle auch ohne Zwangsrituale bewältigt werden können. Durch mehrfaches Wiederholen dieser Übungen gewinnen die Betroffenen mehr und mehr Sicherheit. So können Schritt für Schritt weitere Situationen aufgesucht werden. Die unangenehmen Gefühle und Empfindungen treten immer weniger auf.
Kognitive Strategien
Begleitet wird diese übungsorientierte Therapie durch sogenannte kognitive Strategien. Hierbei werden Bewertungen und Gedanken, die sich ungünstig auf die Symptomatik auswirken bewusst gemacht, auf ihre Sinnhaftigkeit überprüft und ggf. Alternativen erarbeitet. Ziel ist es, die als störend und bedrohlich erlebten Gedanken nicht mehr als Gefahrensignale wahrzunehmen, sondern als Teil eines alltäglichen Gedankenstroms ohne relevante Bedeutung. So kann man z. B. lernen, dass ein plötzlich einschießender Gedanke „ich könnte jemandem schaden, ohne es zu bemerken“ nicht bedeutet, dass man gefährlich oder ein schlechter Mensch ist. Man erkennt, dass die meisten Menschen abstruse Gedanken haben, die sie gar nicht beachten, weil sie sie für „Gedankenmüll“ halten. Sie werden erst dadurch bedrohlich, dass man ihnen (eine negative) Bedeutung beimisst. Menschen, die unter Zwängen leiden, bewerten den Inhalt ihrer Gedanken strenger als andere und fühlen sich stärker für sie verantwortlich. In der Therapie wird daran gearbeitet, zu realistischeren Einstellungen zu kommen.
Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Therapie ist es, zu entdecken, welche äußeren und inneren Bedingungen zur Entstehung der Symptomatik beigetragen haben und welche Faktoren dafür verantwortlich sind, dass sie sich nicht wieder spontan zurückbildet. Häufig findet man zum Zeitpunkt des Beginns der Erkrankung belastende Lebensbedingungen, die den Ausbruch der Erkrankung begünstig haben. Dies steht oftmals im Zusammenhang mit inneren Faktoren, die dazu beigetragen haben, dass Belastungen nicht bewältigt werden konnten. Im Rahmen der Therapie werden Fertigkeiten erarbeitet, die es ermöglichen, Belastungen besser zu bewältigen. Darüber hinaus sollen Möglichkeiten zur Reduktion der Belastungsfaktoren selbst entwickelt werden.
Eine Therapie der Zwangserkrankung sollte immer Strategien zum Umgang mit den Zwängen und den dazugehörigen Gefühlen und Empfindungen selbst als auch eine Arbeit an den Hintergrundsbedingungen beinhalten, damit den Zwänge der Nährboden entzogen wird.
Medikamente
Bei der Behandlung von Zwangsstörungen haben sich Medikamente als wirksam erwiesen, die ihre Wirkung im Serotoninsystem entfalten. Die bekanntesten sind die so genannten Serotonin- Wiederaufnahmehemmer. Sie müssen in ausreichender Dosierung und ausreichend lange gegeben werden, um eine Wirkung erzielen zu können. Sie wirken erst, wenn eine bestimmte Wirkstoffkonzentration im Blut vorhanden ist und verschiedene Anpassungsprozesse im Gehirn stattgefunden haben. Dies kann in manchen Fällen bis zu 12 Wochen dauern. In der Einstellungsphase können Nebenwirkungen auftreten, die aber in den meisten Fällen innerhalb der ersten ein bis zwei Wochen deutlich zurückgehen oder sogar ganz verschwinden. Werden die Medikamente wieder abgesetzt, treten in den weitaus meisten Fällen die Zwänge wieder auf. Es sollte deshalb immer zusätzlich eine Psychotherapie durchgeführt werden.
Wie häufig sind Zwangserkrankungen?
Während man früher glaubte, Zwangserkrankungen seien relativ selten, weiß man heute, dass sie zu den 5 häufigsten psychischen Erkrankungen zählen. 1 - 2% der erwachsenen Bevölkerung ist davon betroffen. Die Häufigkeiten sind in unterschiedlichen Kulturen gleich. Egal, ob die Erhebungen in USA, Ägypten, Uganda, Lateinamerika oder Hongkong durchgeführt wurden, es ergaben sich annähernd gleiche Zahlen. Auch die Verteilung auf unterschiedliche soziale Schichten war gleich. Männer sind genauso häufig betroffen wie Frauen.
Wie bedenklich sind Zwänge, die in der Kindheit auftreten
In der Alterstufe von zwei bis vier Jahren treten zwanghafte Verhaltensweisen im Rahmen der normalen Entwicklung auf. Viele Kinder bestehen darauf, dass bestimmte Rituale, z. B. beim zu Bett gehen oder Anziehen in einer ganz bestimmten Art und Weise ablaufen müssen und protestieren, wenn es zu Abweichungen kommt. Häufig wird am Abend genau kontrolliert, ob Spielsachen oder Bekleidung am richtigen Platz oder in einer bestimmten Weise angeordnet sind. Diese Verhaltensweisen vermitteln Sicherheit und Geborgenheit. Das Kind weiß, wenn die Regeln eingehalten werden ist, alles in Ordnung.
Diese zwanghaften Verhaltensweisen sind nicht besorgniserregend und verschwinden in der Regel im Laufe der Entwicklung. Zwangsrituale als Krankheitssymptome im Kindesalter entstehen häufiger erst um das 6. - 8. Lebensjahr, also in einem Alter, in dem die kindlichen Rituale deutlich rückläufig sind.
Wann sollte man sich in eine Behandlung begeben?
Wenn Zwangssymptome, die von Betroffenen selbst als übertrieben oder unsinnig wahrgenommen werden, zu einem starken Leidensdruck führen und den Alltag deutlich beeinträchtigen, sollte professioneller Rat gesucht werden. Als Faustregel kann gelten: Wenn Zwangsgedanken oder –handlungen mehr als eine Stunde pro Tag in Anspruch nehmen, wird es bedenklich.
Wann reicht eine ambulante Behandlung aus, wann sollte man sich in einer Klinik behandeln lassen?
Eine ambulante Behandlung reicht in der Regel aus, wenn der Alltag noch gut bewältigt werden kann. Häufig ist es sinnvoll, in einer intensiven Therapiephase Verhaltensübungen im häuslichen Umfeld oder in realen Lebenssituationen in Begleitung eines Therapeuten durchzuführen, damit sich der Zwang nicht ein Rückzugsgebiet sichern kann, von dem aus er immer wieder die Regie übernimmt. Sollte dies im Rahmen einer ambulanten Therapie nicht möglich sein, ist zu prüfen ob eine stationäre Therapie sinnvoll ist.
Im Rahmen einer stationären Therapie besteht zudem die Möglichkeit in Gruppentherapien unter Anleitung eines Therapeuten Erfahrungen anderer Betroffener zur Erreichung der eigenen Ziele zu nutzen. Wenn zusätzlich zu einer ausgeprägten Zwangserkrankung andere psychische Störungen auftreten oder der Lebensmut bis zur Lebensmüdigkeit sinkt, sollte auf jeden Fall eine stationäre Therapie erwogen werden. Die Aufenthaltsdauer für eine solche Behandlung beträgt normalerweise mindestens 6 bis 8 Wochen.
Was können Angehörige tun?
Nicht selten sind die Forderungen des Zwanges so ausgeprägt, dass sich die Betroffenen gar nicht mehr in der Lage sehen, alle Zwänge abwickeln zu können. In solchen Situationen kommt es häufig dazu, dass Angehörige in die Ausübung von Zwängen eingebunden werden. Sie können es kaum aushalten zu sehen, wie sehr der Betroffene leidet und möchten ihm helfen, indem sie ihm ein Stück der Last abnehmen. Das Dilemma besteht darin, dass diese Unterstützung nur sehr kurz Entlastung bringt, langfristig aber dem Zwang die Gelegenheit gibt, sich weiter auszubreiten.
Wirkliche Unterstützung ist nur durch Hilfe bei der Bewältigung des Zwanges und nicht durch Hilfe bei der Ausübung des Zwanges gegeben. Dies ist leichter gesagt als getan. Es ist sicher hilfreich, wenn Angehörige selbst gut über die Erkrankung informiert sind und Verständnis für die Situation des Betroffenen aufbringen. Kritik ist an dieser Stelle oft hinderlich, da sie meist als Schuldzuweisung aufgefasst wird. Wenn es gelingt ein gemeinsames Bündnis gegen den Zwang aufzubauen und klare Regeln im Umgang mit den problematischen Verhaltensweisen zu finden, ist schon viel gewonnen. Der Zwang sollte aber nicht zur Hauptbeschäftigung werden. Planen Sie gemeinsame angenehme Aktivitäten, die möglich sind und bei denen der Zwang nicht im Vordergrund steht. Oft ist es sinnvoll, sich auch als Angehöriger beraten zu lassen. Oft können gemeinsame psychotherapeutische Sitzungen hilfreich sein.
Informationen und Beratungsangebote für Betroffene und Angehörige
Deutsche Gesellschaft Zwangserkrankungen e.V.
Postanschrift:
Postfach 702334
22023 Hamburg
Tel.: (040) 689 13 700
Quelle: http://www.schoen-kliniken.de/ptp/medizin/psychosomatik/khb/zwang
- PSYCHISCHE STÖRUNGEN ALLGEMEIN
Kein Grund zum durchdrehen!
Unter einer psychischen Störung zu leiden ist keine Schande.
Etwa zwanzig Prozent aller Deutschen leiden im Lauf ihres Lebens an solchen Problemen, die meist durch private und berufliche Belastungen entstehen. Diese Probleme kann man heutzutage gut in den Griff bekommen.
Seelische Krankheiten zeigen sich zum Beispiel in Ängsten, Schmerzen, Niedergeschlagenheit, Schlafstörungen.
Nach etwa einem Jahr werden psychische Probleme chronisch. - Aus diesem Grund ist es notwendig, rechtzeitig etwas dagegen zu unternehmen.
© 2008 Dr. Stefan Leidig Berlln -www.emu-systeme.de
Selbstvertrauen stärken (zusammengefasst von N.D.)
Die im Folgenden genannten Übungen sind mit freundlicher Genehmigung des Autors dem Buch „So gewinnen Sie mehr Selbstvertrauen“ von Rolf Merkle entnommen (siehe dazu:: http://www.palverlag.de/Selbstvertrauen.html). Diese Übungen werden nur dann zum Erfolg verhelfen, wenn sie konsequent angewendet werden!
Bei dieser Übung schauen Sie in den Spiegel und sagen sich selbst laut und mit einem Lächeln: „Klaus (Ihren Namen einsetzen), ich mag Dich“. Diesen Satz sollten Sie sich selbst für die nächsten drei Monate mindestens 10 Mal täglich sagen. Je schwerer einem Menschen diese Übung fällt, umso wichtiger ist sie. Auch wenn Sie anfänglich noch den Eindruck haben, sich selbst mit diesem Satz zu „belügen“, ignorieren Sie das noch ungute Gefühl einfach und machen Sie mit der Übung konsequent weiter.
Je mehr Sie sich selbst für gewisse Eigenschaften oder Verhaltensweisen „verurteilen“, umso mehr leben Sie mit sich selbst in ständiger Zwietracht und fördern damit Ihre Unzufriedenheit. Deshalb sollten Sie Ihre vermeintlichen Schwächen akzeptieren. Dies impliziert nicht, dass Sie Ihre Schwächen gut finden müssen, sondern lediglich für den Moment als Teil der eigenen Persönlichkeit annehmen. So schaffen wir die Vorraussetzungen, um unsere Schwächen zu verändern oder gar in Stärken umzuwandeln.
Versuchen Sie, bei jedem Menschen etwas Positives zu finden. Durch diese Übung öffnen Sie sich für das Gute und Liebenswerte, das bei jedem Menschen und auch bei Ihnen (!) vorhanden ist.
Wer sich selbst mag, dem fällt es nicht schwer, Komplimente anzunehmen. Solche Menschen freuen sich darüber und sind überzeugt, dass das Lob der anderen begründet ist. Auf Komplimente reagieren sie mit einem „Danke schön“. Nehmen auch Sie Komplimente an und freuen sich darüber! Schmälern Sie diese nicht, indem Sie sich selbst sagen: „Das kann doch jeder“. Auch wenn Ihre innere Stimme sich vielleicht noch dagegen wehrt, so reagieren Sie gedanklich auf sich selbst mit dem Satz: „Ich bin es wert und ich verdiene es, dass man mir Komplimente macht!“
Schreiben Sie Komplimente, Lob, etc. auf. Finden Sie zusätzlich täglich etwas, dass Sie schön, positiv und lobenswert an sich finden und schreiben dies ebenfalls auf. Das nächste Mal, wenn Sie sich minderwertig, schwach oder wertlos fühlen, lesen Sie Ihre Pluspunkte!
Schreiben Sie sich auf, was Ihre Mitmenschen (Kollegen, Partner, Kinder, etc.) an Ihnen schätzen. Sollten Sie nicht wissen, was Ihre Mitmenschen an Ihnen besonders schätzen, dann fragen Sie nach!
Nehmen Sie sich selbst so an, wie Sie sind! Solange Sie Ihrem Äußeren mehr Bedeutung beimessen als Ihrer Person, halten Sie die Verpackung für wichtiger als das Geschenk (Sie!). Sofern Sie lernen, sich selbst trotz vermeintlicher oder eingebildeter „Unvollkommenheiten“ attraktiv und liebenswert zu finden, strahlen Sie dies auch aus und andere werden Sie genauso liebenswert und attraktiv finden. Es geht nicht darum, Ihr Spiegelbild zu verändern, sondern Ihren Blick in den Spiegel - sagen Sie grundsätzlich ja zu sich selbst!
Schaffen Sie zur Unterstützung positive Körpererlebnisse - gönnen Sie sich eine schöne Massage, gehen Sie regelmäßig in die Sauna oder nehmen Sie regelmäßig ein entspannendes Bad und sorgen Sie für ausreichend Bewegung. Positive Körpererlebnisse unterstützen die innere Harmonie und sind eine ideale Vorraussetzung für eine positive Ausstrahlung.
Positive Eigenschaften werden schnell für selbstverständlich oder nichts Besonderes gehalten. Führen Sie sich Ihre Stärken und positiven Eigenschaften explizit vor Augen! Nehmen Sie sich mindestens ein oder zwei Stunden Zeit und verfassen Sie eine Art Bewerbungsschreiben, indem Sie all Ihre Stärken und Vorteile aufzählen (mindestens 1 bis 2 DIN A4-Seiten!). Lesen Sie sich Ihr „Bewerbungsschreiben“ täglich vier Wochen lang durch und ergänzen Sie es ständig um neue Stärken, die Ihnen zusätzlich einfallen. Ihre Stärken und positiven Eigenschaften müssen Ihnen in Fleisch und Blut übergehen, damit Sie noch negativen inneren Stimmen direkt etwas entgegenhalten können!
Die Körpersprache ist der sichtbare Ausdruck unserer Gefühle und Gedanken. Wer z.B. „deprimiert“ ist, der drückt dies auch in seiner Körpersprache aus - Kopf und Körper sind nach vorne gebeugt, Sprache und Bewegung sind eher langsam etc. Doch die Verbindung zwischen Gefühlen und Körpersprache ist in beide Richtungen beeinflussbar! So können umgekehrt auch Gefühle durch eine veränderte Körperhaltung positiv beeinflusst werden. Eignen Sie sich die Körpersprache eines Menschen mit einem gesunden Selbstvertrauen an: Stehen Sie aufrecht, Brust heraus, Kopf gerade aus und den Blick nach vorne gerichtet. Sprechen Sie mit einer festen Stimme und setzen Sie einen entschlossenen Blick auf. Lächeln Sie offen und freundlich. Achten Sie immer wieder auf Ihre Körpersprache und korrigieren Sie diese, sofern notwendig!
Quelle: http://www.dr-mueck.de/HM_Depression/Selbstvertrauen_staerken.htm
Schnitzel-Rösti-Schmand-Gratin
Für ca. 4 (hungrige) Personen
Ihr braucht:
4 Putenschnitzel 2 Packungen Rösti-Teig (Pfanni) 2 Becher Schmand (200g) 1 Tüte geriebenen Emmentaler (250g)
Schnell und einfach:
Rösti-Teig, Schmand und je nach Geschmack den geriebenen Emmentaler in eine Schüssel geben und vermengen. Schnitzel klein schneiden, kurz anbraten mit Salz, Pfeffer und was ihr noch so gerne mögt, würzen.
Alles in eine Auflaufform geben und im vorgeheiztem Backofen ca. 30 Minuten bruzzeln lassen.
Umluftherd: 180 Grad Ober und Unterhitze: 200 Grad
Von *Steffi*
Dazu noch ein leckeren Salat.
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