Jan-März 2011

 

All unseren Gönnern und Helfern, Ehrenmitgliedern, Mitgliedern

und deren Angehörigen

wünschen wir ein

gesundes und

erfolgreiches Jahr 2011

 

 

 

DEPASH Depression + Angst Selbsthilfe e.V. Nordhessen

 

 

Der Vorstand

 

 

gez. Helga Jakob

 

Andrea Schmidt                           Heike Hoppe

 

 

 

 

100 Euro

 

Ein wohlbekannter Sprecher startete sein Seminar, indem er einen Scheck von 100 EURO hoch hielt.

In dem Raum saßen insgesamt 200 Leute.

Er fragte: "Wer möchte diesen Scheck haben?"

Alle Hände gingen hoch.

Er sagte: "Ich werde diesen 1OO-EURO-Scheck einem von Euch geben, aber zuerst lasst mich eins tun."

Er zerknitterte den Scheck.

Dann fragte er "Möchte ihn immer noch einer haben?"

Die Hände waren immer noch alle oben.

"Also", erwiderte er: "Was ist wenn ich das tue?"

Er warf ihn auf den Boden und rieb den Scheck mit seinen Schuhen am dreckigen Untergrund. Er hob den Scheck auf; er war zerknittert und völlig dreckig.

"Nun, wer möchte ihn jetzt noch haben?" Es waren immer noch alle Arme in der Luft.

Dann sagte er: "Liebe Freunde, wir haben soeben eine sehr wertvolle Lektion gelernt. Was auch immer mit dem Scheck geschah, ihr wolltet ihn haben, weil er nie an seinem Wert verloren hat.

Er war immer noch und stets 100 EURO wert.

Es passiert oft in unserem Leben, dass wir abgestoßen, zu Boden geworfen, zerknittert, und in den Dreck geschmissen werden.

Das sind Tatsachen aus dem alltäglichen Leben.

Dann fühlen wir uns, als ob wir wertlos wären.

Aber egal was passiert ist oder was passieren wird, DU wirst niemals an Wert verlieren. Schmutzig oder sauber, zerknittert oder fein gebügelt, DU bist immer noch unbezahlbar für all jene, die dich über alles lieben.

Der Wert unseres Lebens wird nicht durch das bewertet, was wir tun oder wen wir kennen, sondern dadurch WER DU BIST.

 

Du bist was Besonderes - vergiss das NIEMALS! - Und denk daran: Einfache Leute haben die Arche gebaut - Fachmänner die Titanic."

 

 

Verfasser unbekannt

 

Sei du selbst

 

Bei einer Tasse Kaffee in der einzigen Bar von Saint-Savin fragte ein Freund Pilar, ob sie den Philosophe Bozorgmehr kenne.

Pilar schüttelte den Kopf.„Das ist ein alter persischer Mystiker.

Und der sagte einmal: ‚Ich musste mich schon vielen Feinden stellen, aber keiner war so schwer zu besiegen wie der Feind, den ich in mir trage. Ich habe schon mit vielen Rivalen gekämpft, aber die schlimmsten waren jene, die sich meine Freunde nannten. Ich habe schon viele köstliche Speisen gegessen und mich schon heftig verliebt, aber mir ist nichts Besseres passiert, als eine gute Gesundheit zu haben. Ich bin schon viele Male angegriffen und verletzt worden, aber die schmerzhaftesten Wunden wurden mir aus dem Munde von Menschen zugefügt, die ich für edel gehalten hatte.“ Er machte eine Pause. „Kennst du übrigens schon die Übung vom Anderen? Sie gehört zu einer vor hundert Jahren geschriebenen Geschichte, deren Autor...“ „Vergiss den Autor, erzählt mir einfach die

Geschichte“, sagte Pilar, während sie über den einzigen Platz von Saint-Savin gingen. „Ein Mann saß mit seinen Freunden in einer Bar, als ein alter Freund hereinkam, der bislang erfolglos versucht hatte, sein Leben auf die Reihe zu bekommen. Ich werde ihm wohl ein bisschen Geld geben müssen, dachte der Mann. Doch der besagte Freund war jetzt reich und nur gekommen, um die Schulden zu bezahlen, die er im Laufe der Jahre angehäuft hatte. Er zahlte nicht nur das geliehene Geld zurück, sondern auch noch eine Lokalrunde. A!s man ihn nach dem Grund des großen Erfolg fragte, antwortete er; dass er bis vor Kurzen immer den Anderen gelebt habe. „Was ist der Andere“, fragte man ihn. „Der Andere ist der, der zu sein man mir beigebracht hatte, der ich aber nicht bin. Der Andere glaubt, er sei dazu verpflichtet, sein ganzes Leben damit zu verbringen, zu überlegen, wie er Sicherheit erlangen kann, um im Alter nicht an Hunger zu

sterben. Er macht so viele Pläne, dass er erst, wenn seine Tage fast zu Ende sind, entdeckt, dass er lebt.“ „Und wer bist du?“ „Ich bin, wenn ihr so wollt, wie jeder von uns: jemand, der das Wunder des Lebens staunend betrachtet. Nur hat mich der Andere aus Angst, dass ich enttäuscht werde, nie handeln lassen.“

„Aber es gibt doch Leiden“, meinte einer der Anwesenden. „Niemand entgeht dem Leiden. Deshalb ist es besser, ein paar Schlachten im Kampf um den eigenen Traum zu verlieren, als besiegt zu werden, ohne zu wissen, worum man kämpft. Als ich das herausgefunden habe, bin ich aufgewacht und habe mich entschlossen, genau der zu sein, der ich immer sein wollte. Der Andere blieb in meinem Zimmer zu-

rück. Anfangs wollte er sich damit nicht abfinden, wollte unbedingt wieder meine

Seele besitzen. Aber ich habe es nie wieder zugelassen — auch wenn er das eine

oder andere Mal versucht hat, mir Angst einzujagen, wenn er mich auf die Risiken

hingewiesen hat, die entstehen könnten, wenn ich nicht an die Zukunft denke. Von

dem Augenblick an, in dem ich den Anderen aus meinem Leben vertrieben habe,

hat die göttliche Energie ihre Wunder voll-

bracht.“

 

 

Quelle: TV Hören und Sehen

Autor: Paulo Coelho

Akut-Psychosomatische Krankenhausbehandlung

 

Im Januar 2009 wurde in der Parkland-Klinik eine Krankenhausabteilung zur Behandlung von Patienten mit akuten psychosomatischen Krankheitsbildern eingerichtet. Die Abteilung umfaßt 15 Akutbetten und ist aufgenommen in den Landeskrankenhausplan. Sie ist personell und organisatorisch klar abgegrenzt von den Rehabilitationsabteilungen der Parkland-Klinik. Inhaltlich nutzen wir natürlich die über 20-jährige medizinische Erfahrung und fachliche Qualifikation im Bereich der Psychosomatischen Medizin. Die vorhandene therapeutische Infrastruktur im Spektrum der Spezialtherapien ermöglicht ein breites indikationsspezifisches Behandlungsangebot.

Die Einrichtung einer Krankenhausabteilung erfolgte nach mehrjährigem Bemühen der Parkland-Klinik bei offensichtlicher Unterversorgung psychosomatischer Patienten in der Akutmedizin. Auf der Grundlage eines Gutachtens zur Strukturanalyse und Bedarfsermittlung in Hessen vom März 2005 wurden schließlich psychosomatische Krankenhausabteilungen etabliert und die Parkland-Klinik in die Versorgung Nordhessens eingebunden. Entsprechend erfolgen auch Aufnahmen zur Akutbehandlung bevorzugt aus dieser Region.

Bei Bedarf werden konsiliarisch miteinbezogen die internistische Oberärztin, der Orthopäde und die psychosomatischen Oberärzte entsprechend ihrem Behandlungsschwerpunkt (Essstörungen, Adipositas, Psychotraumatologie, Alterspsychosomatik).
Aufgenommen werden Patienten aus dem Gesamtspektrum des Indikationsgebietes Psychosomatische Medizin. Es muss eine körperliche Symptomatik vorliegen, deren Ursache nicht organmedizinisch bedingt ist, sogenannte Somatisierungsstörungen oder auch somatoforme Störungen. Diese können sich äußern in Form von diffusen Schmerzen, häufig wechselnden körperlichen Symptomen, Beschwerden im Bereich des Herzens, der Atmung, des Verdauungstrakts und Kopfschmerzen. Auch ausgeprägte Magersucht und Ess-/Brechsucht sowie psychisch überlagerte körperliche Erkrankungen kommen zur stationären Aufnahme. Häufig treten diese Beschwerden im Zusammenhang mit einer Depression oder Angsterkrankung auf.
Eine psychosomatische Krankenhausbehandlung ist erforderlich bei Vorliegen eines akuten Krankheitsbildes. Die Möglichkeiten einer ambulanten Behandlung müssen ausgeschöpft sein oder im Rahmen einer ambulanten Behandlung ist eine Krisenintervention erforderlich geworden. Eine stationäre Rehabiliationsbehandlung wäre angemessen bei Vorliegen einer chronischen Erkrankung, bzw. zum Erhalt oder zur Wiederherstellung der beruflichen Leistungsfähigkeit. Keine Aufnahmemöglichkeit besteht bei Patienten mit psychiatrischen Erkrankungen, Suchterkrankungen, hirnorganischen Abbauprozessen und bei akuter Suizidalität. Diese Kriterien sind zu berücksichtigen bei der Indikationsstellung für eine psychosomatische Krankenhausbehandlung. Neben dem Formular "Verordnung von Krankenhausbehandlung" ist für die stationäre Aufnahme ein Begleitschreiben eines Facharztes für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatische Medizin und Psychotherapie oder eines behandelnden Psychologen/in erforderlich, in dem das aktuelle Krankheitsbild, der bisherige Krankheitsverlauf, bisher erfolgte Behandlungen und die Notwendigkeit einer psychosomatischen Krankenhausbehandlung dargestellt wird. Die stationäre Aufnahme erfolgt dann nach Inidikationsprüfung durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen.

Chefarzt
Dr. med. Erwin Hillenbrand

Facharzt für Neurologie und Psychiatrie
Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
Telefon 0 56 21 / 7 06 - 7 51
Sekretariat: Frau Fels
E-mail: erwin.hillenbrand@parkland-klinik.de

 Chefarzt Dr. med. Erwin Hillenbrand

Bei Fragen zur Kostenregelung und zu Vorgesprächen erhalten Sie Informationen über unser Aufnahme-Büro: Telefon 0 56 21 / 7 06 - 7 06

Sie erreichen uns: Montag bis Donnerstag 7:30 bis 17:30 Uhr

    • Freitag 7:30 bis 16:00 Uhr
  • Kostenfreies Service-Telefon 08 00 - 0 18 91 27
  •  

    vorne: Frau Nowak, Frau Beyer hinten: Frau Kleinicke, Frau Maiweg-Dehnert, Frau Bourgeois

     

    http://www.parkland-klinik.de/index.shtml?akut-psychosomatische_krankenhausbehandlung

     

     

     

    Die Rose
     

    Liebe ist wie wildes Wasser
    Das sich durch Felsen zwängt
    Liebe ist so wie ein Messer
    Das Dir im Herzen brennt
    Sie ist süß, und sie ist bitter
    Ein Sturm, Wind und ein Hauch
    Für mich ist sie eine Rose
    Für Dich ein Dornenstrauch

    Wer nie weint und niemals trauert
    Der weiß auch nichts vom Glück
    Wer nur sucht, was ewig dauert
    Versäumt den Augenblick
    Wer nie nimmt, kann auch nicht geben
    Und wer sein Leben lang
    Immer Angst hat vor dem Sterben
    Fängt nie zu Leben an

    Wenn Du denkst, Du bist verlassen
    Und kein Weg führt aus der Nacht
    Fängst Du an, die Welt zu hassen
    Die nur and're glücklich macht
    Doch vergiss nicht, an dem Zweig dort
    Der im Schnee beinah' erfror
    Blüht im Frühjahr eine Rose
    So schön wie nie zuvor

    (von Amanda Mc Bromm)

    01.04.10

    Depressionen: Erstmals objektiv messbar       

    Freiburg (ddp). Forscher des Universitätsklinikums Freiburg haben eine Methode zur Messung von Depressionen entwickelt. Nachdem sie in früheren Untersuchungen bereits herausgefunden hatten, dass depressive Menschen Schwarz-Weiß-Kontraste schlechter wahrnehmen als Gesunde, kann dies nun mittels einer Art EKG der Netzhaut objektiv gemessen werden, wie das Universitätsklinikum am Donnerstag in Freiburg mitteilte.

    In den Untersuchungen wurden die Probanden mit unterschiedlich kontrastreichen Schachbrettmustern konfrontiert. Statt die Personen nach ihrer Wahrnehmung zu fragen, wurde mittels einer elektrophysiologischen Methode die Reaktion der Netzhaut auf die Bilder gemessen. Die Ergebnisse zeigten, dass die Netzhaut depressiver Menschen weniger empfindlich auf Kontrastreize reagiert hatten.

    Damit wäre es erstmals möglich «auf objektive Art und Weise der eigentlich subjektive Zustand der Depression» zu messen. Den Angaben zufolge könne sich dies nicht nur auf die Depressionsforschung sondern auch auf die Diagnose und Therapie von Depressionen maßgeblich auswirken.

    Quelle: http://www.netdoktor.de/News/Depressionen-Erstmals-objek-1132583.html

     

     

    Sprüche und Weisheiten

     

    Laufe nicht der Vergangenheit nach, verliere dich nicht in der Zukunft. Die Vergangenheit ist nicht mehr. Die Zukunft ist noch nicht gekommen. Das Leben ist hier und jetzt.“

    BUDDHA, Gründer des Buddhismus (ca. 563—483 v. Chr,)

     

     

     

    „Leben heißt nicht atmen, sondern handeln; es heißt, sich unserer Organe, unserer Sinne, Fähigkeiten, kurz, aller der Teile von uns zu bedienen, welche uns die Empfindung unseres Daseins verleihen. Nicht der Mensch hat am meisten gelebt, welcher die höchsten Jahre zählt, sondern derjenige, welcher sein Leben am meisten empfunden hat.“

    JEAN-JACQUES ROUSSEAU, französisch- schweizerischer Schriftsteller (1712—1778)

     

     

     

    Meine Gefühle und Gedanken die ich oft habe

     

    Ja, es ist schlimm. Angst vor nachher, vor morgen,
    vor übermorgen, vor sich selbst, vor anderen.
    Angst vorm Alleinsein und doch wieder Angst vor Menschen.

    Angst vorm Reden, dennoch Angst vorm Schweigen.
    Angst, ob ich die Erwartungen anderer erfüllen,

    meine Versprechen einhalten kann.
    Angst davor, dass man mich in einem schwachen Moment

    durchschauen könnte und ich die Kontrolle über mich selbst verliere.
    Momentan merke ich, dass sich in mir wieder etwas zusammenbraut.

    Ich will es nicht, ich möchte diese Gedanken verscheuchen, aber es geht einfach nicht.

    Immer nur dem Druck standhalten, entgegenwirken, wie soll das auf Dauer funktionieren?
    Ich kann's ja meinen Hunden erzählen, oder meinen Fotos, meinen Erinnerungen.

    Frage mich, wer mir dann zuerst - und zu Recht - den Vogel zeigen wird.
    Es gibt aber immer noch eine Notbremse, die ich ziehen kann, eine Hintertür,

    die ich öffnen kann, wenn nichts mehr geht. Manchmal habe ich Angst,

    was mich hinter der Tür erwarten könnte, manchmal ist es mir scheißegal,

    Hauptsache, sie lässt sich öffnen, und zwar schnell.
    Ist das eigentlich der Sinn des Lebens?
    Dass man immer nur Angst vor allem und jedem hat, nichts dagegen tun kann,

    dass Gedanken einen beherrschen, obwohl es m.E. doch so sein sollte,

    dass man seine Gedanken beherrscht und nicht umgekehrt.
    Oder ist es der (Un)Sinn, dass man sich unsinnig viele Gedanken und sich irgendwie selbst Angst einjagt.
    Ich weiß, es liest sich jetzt abartig und irre, aber momentan ist es eben so.

    Vielleicht ist's ja morgen alles wieder normal, wenn ich nicht die Angst vor der Nacht, der Unruhe, der Panik hätte. Aber dagegen kann man sich ja was einwerfen, und morgen ist deine Welt weiterhin in Unordnung. Pfeif drauf.


    Selbsthass ist nichts weiter als die aggressive Form notwendiger Selbstkritik.

     

    Autor: unbekannt

     

    Stigmata Depression: die Angst des "Versagers" vorm Versagen Podiumsdiskussion zum Thema Burn-out - Sachkenner und Betroffene kamen zu Wort LAUTERBACH

    Wenn die Seele und der Körper ausgebrannt sind, spricht man vom Burn-out-Syndrom. Unter diesem Oberbegriff verbergen sich einige Erscheinungen der psychischen sowie körperlichen Erkrankungsformen. Eine davon ist die Depression.
    Von unserem Mitarbeiter
    GERHARD OTTERBEIN
    "Depash" steht in Lauterbach seit zweieinhalb Jahren für "Depression + Angst Selbsthilfe". Die Dachorganisation gibt es genau seit 13 Jahren. Sie wurde in Nordhessen gegründet. Die Gründerin Helga Jacob aus Melsungen war persönlich vor Ort, als "Depash" Lauterbach die Frage stellte: "Hilfe, ich werde nur noch gelebt! - was macht der zunehmende Gesellschaftsdruck mit mir?" Hierzu waren Sachkenner, Betroffene und die Bevölkerung zur Podiumsdiskussion ins Evangelische Gemeindezentrum nach Lauterbach eingeladen und die Resonanz eine große. Am Pult saßen: Dr. Dr. Christoph Herda (Chefarzt der Psychiatrie des Medizinischen Zentrums Eichhof), Dr. Johanna Knipp (Fachärztin für Allgemeinmedizin und Naturheilkunde), Dekan Stefan Klaffehn (Pfarrer), Petra Rippel und Micha Hintermeyer (beides Mitglieder von "Depash"), die von Edith Koch, im Namen der Lauterbacher Gruppe, begrüßt wurde. Die Moderation oblag Christa Wachter (Leiterin des Diakonischen Werks im Vogelsberg). "Wer Arbeit hat, wird verrückt vor Arbeit - wer keine Arbeit hat, steht enorm unter Druck welche zu bekommen", schilderte sie die häufige Ist-Situation, welche unsere momentane Gesellschaft prägt. Geld gegen Leistung anstatt Sicherheit für Loyalität - so der Leitsatz. Die soziale Verantwortung seitens vieler Arbeitgeber ist nicht mehr vorhanden. Allzeit bereit und immer unter Volldampf - das wird privat und im Berufsleben erwartet, so die anfänglichen Schilderungen. Schlagworte wie Reizüberflutung fielen. Das Tempo fordert seine Opfer, und diese meldeten sich zu Wort. Offen schilderte Micha Hintermeyer aus Schlitz seinen Weg in die Depression, seinen Gedanken an Selbstmord. Die familiäre Begleitung und die medizinische Betreuung wurden zum Rettungsanker für den 43-Jährigen in letzter Minute. "Ich habe einen Hang zur Perfektion", sagte er. Dieser Satz war auch von Petra Rippl, der 51-jährigen Erzieherin, zu hören. Sie stellte an sich immer die größten Anforderungen, bis sie eines Tages bei der Arbeit umfiel und bewusstlos liegen blieb. Beide berichteten, dass die Depash-Gruppe eine große Stütze sei, Kraft gebe, um den nötigen Eigenanteil zu entwickeln, der auf dem Weg aus der Krise das Hauptgewicht trüge. Depressionen und Burn-out machen nicht vor Pfarrern halt. Auch dieser Berufszweig leide verstärkt, erklärte Stefan Klaffehn und dies sei Thema auf Fortbildungen gewesen. Die ständige Erreichbarkeit, das plötzliche Umschalten von 0 auf 100, sei nur ein Faktor, der die Seelsorger krankmachen kann. Wenn man Sorgen von Anderen aufnimmt und mit sich herumträgt, dann ist Vorsicht geboten. Facharzt Christoph Herda bestätigte, dass viele Menschen unter Burn-out leiden, die aus verantwortlichen Sozialberufen kommen. Man muss aber keine Statistiken lesen, um zu wissen, dass psychische Erkrankungen auf dem Vormarsch sind. Etwa 15 Menschen nehmen sich jährlich im Vogelsbergkreis das Leben, informierte er. Meist keimt die seelische Krankheit im Geheimen. "Wir in der Psychiatrie sehen nur die Spitze des Eisbergs", sagte Herda. Die Warnsignale nimmt die praktische Ärztin Johanna Knipp eher wahr, der täglich Patienten mit Depressionen gegenübersitzen. "Viele haben die Krankheit noch gar nicht erkannt", sprach sie die lauernden Gefahren an, die so viele bereits aus der Bahn geworfen haben. Was Ärzte und Betroffene gleichermaßen bedauern, dass eine Wartezeit von etwa sechs Monaten entsteht, um in die Behandlung eines Therapeuten zu gelangen. Bei der Kinder- und Jugendpsychiatrie seien die Wartezeiten noch länger. Gott ist perfekt, der Mensch ist es nicht und muss es nicht sein, lautete die spirituelle Betrachtungsweise des Problems von Stefan Klaffehn: "Wir haben uns an den Kapitalismus verkauft, und das christliche Menschenbild darf nicht verloren gehen." Religionen und die Bibel können Werte, welche das Leben miteinander und das Menschsein ausmacht, zurückgeben. Über zwei Stunden dauerte die Diskussion. Die Zeit reichte nicht aus, um das Schreckgespenst Burn-out auszuschalten. Dennoch kam die Prävention zur Sprache. Ein Diskussionsteilnehmer nannte sein Zauberwort, welches er öfter nutzte: NEIN - das bedeute in manchen Fällen, JA zu sich selbst zu sagen. Christoph Herda, der Experte, nannte mit Sport, soziale Kontakte pflegen nur zwei Mittel, um dem Ausbrennen Paroli zu bieten. Für ihn hat jede Münze zwei Seiten. Beim längeren Nachdenken kann aus so mancher unangenehmen Stresssituation eine interessante Belastung oder Herausforderung werden.
    Als Quintessenz kristallisierte sich heraus: Wer ein psychisches Problem hat, braucht sich nicht verstecken. Das Stigmata Depression verblasst zunehmend im Kreise von Gleichgesinnten. Die Angst des "Versagers" vorm Versagen kann bei "Depash" ruhig zur Sprache kommen. Hier bündelt sich Verständnis durch Betroffenheit - im wahrsten Sinn des Wortes. Immer donnerstags treffen sich die Mitglieder ab 19.15 Uhr im Evangelischen Gemeindezentrum. Edith Koch hilft und steht bei Fragen zur Verfügung: 06641-6465843.
    Christa Wachter schloss die Diskussionsrunde mit folgenden Worten: "Lebe so wie du es für richtig hältst und gehe dorthin, wohin Dein Herz Dich führt."
    Depressionen und Angst: Sachkenner und Betroffene saßen als Ansprechpartner und Auskunftgeber am Pult. Zum Schluss gab es eine Sonnenblume, das Zeichen von "Depash", für die Sprecher. Die Schlitzer Petra Rippel (Zweite von links) und Micha Hintermeyer (links) sprachen offen über ihre Krankheit.
    Edith Koch ist ein engagiertes Mitglied der "Depash" in Lauterbach. Sie fungiert auch als Ansprechpartnerin der Selbsthilfegruppe.
    Quelle: http://archiv.schlitzerbote.de/SBLokales.nsf/6095d2e43d693e794125671100543f07/b82e6bfc3be09c0cc12577b1005d89b8?OpenDocument

    boyng.de

    Ein Leben ohne Angst und Sorgen. Ist das möglich?

    Jeder kennt sie - aber niemand mag sie! Die Sprache ist von Ängsten und Sorgen. Sie haben schon so lange die Menschheit existiert zum Leben dazugehört und konnten auch im Laufe der Evolution nicht einfach als überflüssige Anhängsel in der Vergangenheit zurückgelassen werden. Die Frage ist deshalb, wozu diese beiden Gefühle dem Menschen eigentlich von Nutzen sind?

    Ängste und Sorgen beschäftigen viele Menschen in schmerzhafter Weise: Zukunftsangst, Geldsorgen, Angst vor der nächsten Prüfung Angst vor dem nächsten Kundenbesuch, Angst vor Mobbing,Sorgen um Gesundheit oder Partnerschaft, Angst im Job. Es sind Tabuthemen über die nicht geredet wird.

    Dabei ist Angst eine ganz natürliche und gesunde Emotion, genauso wie Freude, Zorn und Traurigkeit.Angst kann auf zwei Arten entstehen. Gefühle der Angst treten auf, wenn wir eine Situation als bedrohlich, unkalkulierbar empfinden. Wenn Angst im Spiel ist, neigen viele Menschen zu erhöhter Vorsicht, Umsicht und Aufmerksamkeit. Angst kann dazu beitragen, kniffelige Situationen erfolgreich zu meistern. Sie schärft unsere Wahrnehmung und ermöglicht, dass wir blitzschnell reagieren können, um uns zu schützen oder zu retten. Angst ist somit etwas Alltägliches und Existentielles

    .

     

    Seit Urzeiten gibt sie den Impuls, der die Flucht oder den Kampf einleitet: Das Herz schlägt schneller, die Muskeln spannen sich an, der Blutdruck steigt, Hormone wie Adrenalin und Noradrenalin werden ausgeschüttet und mobilisieren Energiereserven.Diese Art der Angstreaktion ist sehr sinnvoll.

     

    Dieses Gefahrenprogramm in Körper ist uns bis heute geblieben - auch wenn die bedrohlichen Situationen heute seltener geworden sind. Das Zentrum, von dem die Angst ausgeht, ist ein winziger Teil im Gehirn, der Mandelkern: Dort werden die Informationen die Wahrgenommen werden emotional eingefärbt. Diese Alarmstation antwortet bereits nach 0,3 Sekunden mit einem Feuerwerk an Nervenentladungen. Diese dauern gewöhnlichnur kurz, das Gehirn gibt schon bald Entwarnung

    .

    Im anderen Fall entstehet die Angst, indem wir in der Zeit voraus- oder zurückeilen. Wir erinnern uns an etwas Schlimmes, was passiert ist oder wir stellen uns vor, etwas Schlimmes könnte passieren. Auch hier ist die Angst durchaus sinnvoll, denn es ermöglicht uns, vorauszudenken und zu verhindern, uns unnötig in gefahrvolle Situationen zu begeben.

  • Die Kehrseite der Medaille: Wir reagieren mit unserer Angst auf etwas, was real gar nicht da ist. Somit haben wir auch real keinerlei Handlungsmöglichkeiten (weder Kampf noch Flucht). Die Angst hat somit kein Ventil . Somit verfallen wir bei solch einer Angst in eine Art Lähmung, das Gefühl der Hilflosigkeit kommt und eine regelrechte Angstspirale beginnt sich zu drehen.Wichtig ist hierbei die Frage zu stellen: Ist die Bedrohung jetzt im Moment ganz real da? In den meisten Fällen werden wir feststellen, das dies nicht der Fall ist. Dieser neue Blickwinkel macht den Weg frei für neue Denk- und Handlungsweisen.
  •  

    Hinweis: bei massiven Angststörungen, die sich massiv auf das tägliche Leben auswirken empfehle ich auf jeden Fall die fachliche Hilfe eines Arztes oder guten Therapeuten.

     

    Was passiert nun zwischen der Wahrnehmung eins Ereignisses und der Reaktion (Gefühle, Verhalten, Körpersymptome)? Es ist die Bewertung dieses Ereignisses. Sie resultiert aus:

    • Glaubenssätzen,
    • grundsätzlichen Einstellungen und
    • inneren Wertesystemen.
  • Und diese lassen uns angemessen auf eine Situation oder auch unangemessen reagieren. Hier ist es wichtig einen Denk-Freiraum zu erzeugen in dem wir die Bewertung überprüfen können. Denn ist die Bewertung angemessen, haben wir die Möglichkeit, "angemessen" zu reagieren. Ist die Bewertung hingegen "unangemessen", kommt es zu unangemessenen Reaktionen (Gefühl: Angst; Verhalten: sich zurückziehen; Körper: Herzrasen und Schweissausbrüche)
  • Folgende Fragen kann man an sich stellen:

    Checkliste:

    • Worüber mache ich mir Sorgern / habe ich Ängste.
    • Worauf wollen die Sorgen Ängste aufmerksam machen?
    • Bringe die Sorgen/Ängste "auf den Punkt"
    • Wie BEWERTE ich das auslösende Ereigniss?
    • Ist die Bewertung angemessen / unangemessen?
    • Welchen Zustand will ich statt dessen?
    • Welche Ziele setze ich mir jetzt?
    • Was sind die ersten Schritte bei der Umsetzung?
  • Ziel der Übung ist es, sein persönliches Emotionsmanagement zu erweitern und bei Bedarf aktiv und handlungsfähig zu sein.Im nächsten Artikel werde ich auf das Verändern von inneren Bildern - das Umcodieren/Umlernen von negativen Ereignissen - eingehen und einige Techniken aus dem Neuro-Linguistischen Programmieren (NLP) vorstellen.In einem Buch über presönliche Veränderungen las ich den Satz: "Was würdest Du tun, wenn Du keine Angst mehr hättest?"
  • Lassen Sie sich durch diesen Satz anregen, mal in eine ganz andere Richtung zu denken. Gutes Gelingen beim Umgang mit Ihren Ängsten / Sorgen.

     

    Quelle: http://www.boyng.de/5840

    boyng.de

    Essstörungen - anonymer Erfahrungsbericht

    Heute stelle ich euch wieder eine junge Frau vor, die ihre Erlebnisse zum Thema Essstörungen schildert. Wie sie litt, kämpfte und auf der Suche nach dem Lösungsweg war und ist. Vielleicht kann euch dieser Bericht, solltet ihr betroffen sein, auf eurem persönlichen Lebensweg weiterhelfen. Alles Gute.

     

     

     

    Anonyme Schilderung einer Betroffenen:
    .... Alles begann, ich versuche mich zu erinnern, vor etwa sieben Jahren, als mein Leben plötzlich begann, sich zu verändern. Ein Alter, ein Lebensabschnitt mit vielen Emotionen und Gedanken, der Drang nach Liebe, Anerkennung und Erfolg, die Angst, dieses Ziel nie erreichen zu können.Die Befürchtung, die vergangenen Jahre versagt zu haben, der Wunsch, alles ungeschehen zu machen!

     

    So begann schließlich die Flucht ins Hungern! Was verfügte ich plötzlich für Kraft und Ausdauer! Keiner konnte mir meinen Willen nehmen, niemand konnte mir meine Kraft nehmen. Ich verfügte über meinen Körper, hatte ihn in meiner Macht, kam mir noch nie zuvor so stark und kraftvoll vor. Ich genoss die Bewunderung meiner Umgebung, die plötzliche Anerkennung, es spornte mich an, noch mehr abzunehmen. Ich fühlte mich gut, unendlich gut. Dieses Gefühl war unbeschreiblich. Mein Körper reagierte auf das, was ich letzten Endes erreichen wollte. -Abnehmen- Er ließ mich nicht im Stich!

     

    Zu Beginn war es nur der Wunsch, ein wenig an Körpermasse zu verlieren, ohne große Bedeutung! Es war einfach ein wunderbares Gefühl!

  •  
  • Es schien ein Gefühl zu sein, was ich nie mehr verlieren wollte. Das Gefühl wieder zuzunehmen, machte mich wahnsinnig, dieses Gefühl konnte ich nicht ertragen.

     

    Nur noch ein Kilo weniger, dann sollte genug sein! Dies sagte ich mir immer wieder. Es war wunderschön, es befriedigte mich, es spornte mich noch mehr an.

     

    Ich nahm wieder ein Kilo zu (zu dem Gewicht, mit dem ich mich zuvor wohlfühlte). Doch schließlich schien alles ganz anders! Es war viel zu viel! Du musst abnehmen, sagte ich mir. Du darfst nicht zunehmen!

     

    Ich habe es nicht mehr ertragen, nicht einmal ein Kilo. Ein Kilo war zu viel, ein Gramm war zuviel! Ein Bad der Gefühle!

     

    Abnehmen, das wunderbarste Gefühl, die Gewissheit, man kann seinen Körper beherrschen, man ist liebenswert.

     

    Zunehmen, das Gefühl, die Situation nicht ertragen zu können, das Gefühl, man geht an dem Gefühl zugrunde, das Gefühl, nicht geliebt und gemocht zu werden

  •  
  • Es gab nichts schlimmeres für mich, als das Gefühl versagt zu haben und nicht liebenswert und lebenswert zu sein.

     

    Es verging etwa ein Jahr, ich nahm 15 Kg ab. Es sollte sich etwas ändern, ich wollte wieder leben, da ich spürte, dass es so nicht weitergehen konnte, doch Hilfe wollte oder konnte ich nicht annehmen. Alleine wollte ich es schaffen, nur so wäre ich ein vollkommener Mensch gewesen, doch es begann ein Alptraum!

     

    Ich suchte meine Lösung im Essen, flüchte in das wunderbare Gefühl des Essens. Dies, was ich mir ein Jahr nicht gönnte und ich merkte, dass es nichts schöneres für mich gab. Es befriedigte mich, es gab mir Kraft und Halt, Liebe und Geborgenheit. Es schien nichts anderes für mich mehr zu geben, außer Essen. Der Drang zum Erfolg, die Angst zu versagen, die Angst, mein Ziel nicht erreichen zu können, die Hoffnung, im Essen an Liebe und Freundschaft zu gelangen, scheiterten. Doch ich gab die Hoffnung nicht auf!

     

    Ich befriedigte mich mit dieser Genussdroge, bis ich mich schließlich nicht mehr bewegen konnte und entleerte mich schließlich, womit ich ein neues Gefühl erreichte.

     

    Essen, bei Angst, Verzweiflung, Hilflosigkeit und Versagensangst!

     

    Die Gefühle verschwanden, sobald ich mich betäubte, doch dann erschien die Angst zuzunehmen und nicht mehr liebenswert zu sein, die Angst vor Zurückweisung!

     

    Erbrechen, um diese Angst zu verlieren, ich fühlte mich leer und gleich viel wohler, doch dann kam das Gefühl versagt zu haben, der Drang danach, alles wieder gut machen zu wollen.

     

    Es entstand ein Kreislauf, ein Teufelskreis, ein Kreislauf, den ich bis heute noch nicht durchbrechen konnte. Ein Wechsel zwischen Hungern und Essen mit anschließendem Erbrechen. Ich suche nach einer Lösung, doch gefunden habe ich sie bisher noch nicht. Hilfe habe ich angenommen, sie führte jedoch noch zu keinem Erfolg!

     

    Ich weiß, was mir gut tut, weiß, was sich mein Körper wünscht, was ich mir wünsche, doch ich kann es uns nicht geben. Manchmal erscheint ein Funke Hoffnung, doch dann verfliegt er wieder im Wind, so schnell wie er erschien, so schnell ist er auch wieder weg. Auch weiß ich inzwischen, worin der "Sinn" meiner Essstörung liegt, welche Ursache besteht, doch behoben habe ich sie noch nicht!

     

    Mittlerweile bin ich an einen Punkt angelangt, wo ich mich auch einmal an Essen erfreuen kann,  wo ich essen kann und nicht den Drang verspüre, mich erbrechen zu müssen. Es bereitet mir sogar Freude, doch meine Gefühle haben sich noch nicht verändert, die Angst zu versagen, die Befürchtung nicht liebens- und lebenswert zu sein, die Angst, mein Ziel nicht erreichen zu können!

     

    Doch ich weiß, dass ich auch Rechte habe, ein glückliches und zufriedenes Leben zu führen, dass ich liebenswert und lebenswert bin!

     

    Ihr alle habt ein Recht darauf!

     

    Quelle: http://www.boyng.de/4981

     

     

    Ich bin in Dinge verstrickt, die mir das Leben schrecklich schwer machen.

     

    Ich habe Pflichten übernommen, die mich langsam kaputt machen.

     

    Ich will mit einer ganz neuen Offenheit fragen, welche Schwierigkeiten und Probleme in meinen Leben unnötig sind.

     

    Ich will meine ausweglose Lage nicht ausweglos bleiben lassen.

     

    Ich will konsequente Schritte gehen, um mich von meinen Sorgen zu befreien, von unnötigen Grübeln und von meinen Pessimismus, der die Schwierigkeiten oft erst produziert.

     

    Ich will nicht weiterleben wie bisher.

     

    Ich will wieder frei atmen können und mich auf den morgigen Tag freuen.

     

    Autor: Berthold

    Depression: Wenn Leben zum Leiden wird

     

    Vor einem Jahr nahm sich Robert Enke das Leben.

    Depressionen wurden Titelthema – dennoch stoßen Erkrankte oft auf Unverständnis.

    Melanie K.* (29) schrieb für die LN ein Protokoll ihrer Krankheit.

     

     

     

    Ich bin 29 Jahre alt, gelernte Einzelhandelskauffrau, gebürtige Reinfelderin, Mutter.

    Und depressiv. Warum ich das hier aufschreibe? Wenn jemand vor mir sitzt, erzähle ich nur die Hälfte von dem, was ich erzählen wollte. Oder das Gespräch schweift ab. Ich habe oft auch keine Kraft und keine Lust mehr, mich anderen zu erklären. Wozu auch, denn richtig hört doch eh keiner hin, und eine Fassade aufzubauen, die glücklich erscheint, ist für den Moment einfacher für mich. Wenn ich allein bin, werde ich wütend auf mich selbst, mein Gegenüber, seine kleinen Problemchen, die irgendwie zu lösen sind.

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    „Im Bus liefen mir Tränen über die Wangen.

    In dem Moment wünschte ich mir, nicht mehr zu leben.

    Seitdem komme ich mit dem Leben nicht mehr klar.“

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    Eine Erkältung oder Kopfschmerzen – in dem Moment, in dem man sie hat, ist es nicht schön. Aber es geht vorbei. Anders als die Eiseskälte und Ignoranz vieler Menschen. Sie können nichts dafür, die Gesellschaft macht aus ihnen funktionierende Roboter. Ich selbst habe irgendwann nicht mehr funktioniert. Seitdem komme ich nicht mehr klar mit dem Leben. Vielleicht war die Depression in mir angelegt, aber ausgelöst hat sie der Druck. Ich bin seit anderthalb Jahren in Behandlung, weil ich der Arbeit im Callcenter und der Aufgabe, alleinerziehend zu sein, nicht mehr standgehalten habe. Dem schnellen Wechsel der Projekte, dem ewigen „du musst“, den Schulungen, den ständigen Rechtfertigungen, warum ich als Alleinerziehende nur vormittags arbeiten und keine Überstunden machen kann. Eines Tages rief mich mein Chef in sein Büro und sagte, dass ich ab morgen zur Tochterfirma wechseln sollte. Für mich hieß das: Nicht zu wissen, wie ich dort hinkommen sollte. Ein neues Projekt. Wieder schnell lernen, neu erklären. Ich saß apathisch da, sagte „ja, okay“, denn ich fürchtete um meine Stelle. Wortlos ging ich zu meinem Platz, packte meine Sachen weg, lief zur Raucherecke und brach in Tränen aus. Ich hockte mich auf den Boden, umklammerte meine Beine. Ein Kollege und guter Freund schickte mich nach Hause. Im Bus liefen mir Tränen über die Wangen. In diesem Moment wünschte ich mir, nicht mehr zu leben. Am Tag darauf fiel es mir schwer, aufzustehen, aber ich riss mich zusammen, schickte meinen achtjährigen Sohn zur Schule, wollte los zur Arbeit. Ich kam bis zur Ampel und schaffte es nicht, über die Straße zu gehen. Passanten sprachen mich an, ich merkte das kaum. Ich stand da wie versteinert, vielleicht eine halbe Stunde lang. Dann drehte ich mich um und ging zum Arzt. Dort sah ich die Leute im Wartezimmer und dachte: „Was hast du diesen Menschen angetan, warum verkaufst du ihnen

    Sachen, die sie nicht brauchen? Du bist so ein mieser Mensch.“ Im Behandlungsraum brachte ich kein Wort über die Lippen, brach stattdessen wieder in Tränen aus. Der Arzt schrieb mich erst mal für eine Woche krank, später überwies man mich zum Psychologen. Seitdem war ich sehr lange arbeitsunfähig und habe mittlerweile auch den Job gekündigt. Ich nehme ein Antidepressivum und ein Mittel, das mich gelassener machen soll. Mein Psychologe rät zu einer Verhaltenstherapie, um zu lernen, mit Druck besser klarzukommen, aber es kann dauern, bis ich einen Platz bekomme. Und der Erfolg liegt dann ganz an mir. Auch davor habe ich Angst. In meiner Familie hat es sehr lange gedauert, bis ich das, was ich habe, überhaupt aussprechen konnte: Ich wollte nicht als Versager dastehen. Meine Mutter kann ich zwar immer anrufen, doch sie versteht nicht wirklich, was mit mir los ist. Und dann die  gutgemeinten Ratschläge: Geh doch mal raus, mach was Schönes, lies ein gutes Buch, geh feiern. Früher mochte ich Schwimmen und Radfahren. Heute packe ich es kaum noch, mich auf den Sattel zu setzen. Und wenn, dann nur um mich bis zur Schmerzgrenze auszupowern, damit ich etwas spüre. Das, was schön ist, kann ich nicht mehr realisieren. Schlechte Tage kennt jeder, aber bei mir gibt es nur schlechte Tage. Ich finde keinen Grund zu lachen, nichts kann mich erfreuen. Kein Sonnen-strahl, keine Blumen, nicht meine beiden Katzen, manchmal sogar noch nicht einmal mein Sohn. Er geht zur Schule, ist bis nachmittags im Hort. Den ganzen Tag bereite ich mich darauf vor, ihm in den Stunden bis zum Abend eine gute Mutter zu sein. Es ist wahnsinnig anstrengend, doch ohne ihn würde ich gar nichts mehr hinkriegen. Er weiß von meiner Krankheit und geht offen damit um. Trotzdem mache ich mir Vorwürfe, ihm nichts Besseres bieten zu können. Mir nichts anmerken zu lassen kostet Kraft. Und dann sitze ich da, und plötzlich kommt diese Wut in mir hoch: Weil ich nichts schaffe, weil es so anstrengend ist, aufzustehen, weil ich nutzlos bin, weil ich nicht weiß, warum ich lebe. Wenn ich dann in Tränen ausbreche, macht mich das aggressiv gegen mich selbst – so lange, bis es weh tut, weil ich sonst nicht wieder runter komme. Ich schlage mit der Faust gegen Wände, kratze Stellen auf, bis sie bluten, ritze. Diese Aggressionen werden schlimmer, trotz sechs Wochen Reha in einer Psychosomatischen Klinik. Ich will nicht sagen, dass der Aufenthalt umsonst war, denn nun weiß ich, dass es andere gibt, denen es so geht wie mir. Ich hatte dort einen Freund gefunden, es ging mir tatsächlich besser, und ich wurde von dort aus gesund geschrieben. Dass ich es nicht war, konnte niemand wissen. Drei Wochen später ging es mir wie zuvor und schlimmer. Ich kann nicht erklären, warum, weil ich mich selbst nicht verstehe. Ich weiß, dass es wichtig ist zu arbeiten, aber jedes Mal, wenn ich anfange, nach Jobs zu gucken, verliere ich wieder den Mut. Für eine Alleinerziehende gibt es kaum Chancen. Überall wird Schichtarbeit verlangt. Somit lasse ich es meistens gleich sein. Dann aber steigt die Angst in mir hoch: Streicht mir die Arge das Geld?

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    „Mein aufgesetztes Lachen durchschaut keiner. Ich bin ziemlich gut darin geworden, mir nichts anmerken zu lassen. Niemand weiß,

    wie es wirklich in mir aussieht.“

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    Wovon soll ich dann leben? So gerate ich wieder in den Teufelskreis des „du musst“. Das lässt mich in den Gedanken versinken, einfach zu sterben, und ich kann mich nicht dagegen stellen. Ich möchte Stille um mich haben, nichts hören, nichts sagen. Aber oft, wenn ich alleine bin, wünsche ich mir, dass jemand zu mir kommt, mir einfach nur zuhört, da ist. Der Einzige, der wirklich richtig bei mir sein darf, ist mein Sohn. Wenn ich mich dabei erwische, dass ich grundlos nörgle, entschuldige ich mich sofort bei ihm und reiße mich zusammen, bis er schlafen geht, um dann weinend dazusitzen. Ich hasse mich selbst dafür. Nachts starre ich die Decke an, in meinem Kopf dreht sich alles. „Warum bist du so?“ Alpträume plagen mich. Morgens wünsche ich mir, nicht aufzuwachen, einfach liegen zu bleiben, in einer Leere zu schweben. Doch immer und immer wieder raffe mich auf, um meinen Sohn zur Schule zu schicken und bis er los geht so zu tun, als sei alles in Ordnung. Außer zum Einkaufen und zum Arzt gehe ich nicht mehr aus dem Haus, denn ich bin nicht gesellschaftsfähig. Ein Niemand, den die Welt nicht braucht. Ein Mensch, der will, aber irgendwie nicht kann.

      * Name geändert;

     bearbeitet von A. Reichardt

     

    Quelle: Lübecker Nachrichten 10 November 2010

     

     

     

    Aufrichtig!

     

    1.Februar 2010

    Mehrmals schon habe ich erwähnt, dass absolute Aufrichtigkeit eines der Anzeichen dafür ist, dass wir uns selbst lieben. Also auch: uns in jedem Augenblick zeigen, wie wir sind, keine Maske tragen, die etwas vortäuscht.
    Dazu erzähle ich euch heute eine wahre Anekdote.

    • Ein verliebtes Paar im Bett, in inniger Umarmung, Zärtlichkeit, Liebesgeflüster. Ein kurzer Augenblick der Stille und sie fragt ihn: “Was denkst du gerade?”
      Er antwortet: “Dass ich das Auto heute Morgen vielleicht doch auf einen anderen Parkplatz hätte stellen sollen.”
  • Wunderschön, nicht wahr? Absolute Aufrichtigkeit, keine Notwendigkeit, irgend etwas “Liebevolleres” vorzulügen. Einfach sagen, wie es ist.
  • Ich kann euch noch verraten: Sie war nicht enttäuscht oder verletzt, dass er inmitten einer Liebesnacht ganz nüchtern an praktische Alltagsdinge dachte, im Gegenteil. Sie musste lachen und war gewaltig beeindruckt, dass er auch in dieser Situation ganz er selbst war.

     

    Quelle: http://www.selbstliebe.ch/

    Sehnsucht nach Liebe   27. Oktober 2009

     

    Wir Menschen sehnen uns danach, geliebt zu werden – und auch zu lieben.
    Aber jede Sehnsucht nach Liebe ist in Wahrheit Sehnsucht nach sich selbst. Nach dieser alles durchdringenden Selbstgeborgenheit, diesem Gefühl inneren Friedens, einer tiefen Selbstzufriedenheit, dem wahren Selbstbewusstsein, nach dem Kontakt zur eigenen Seele und dem Eingehülltsein in die eigene Liebe für sich selbst. Weil es so schwer für uns Menschen ist, das in uns zu finden, richten wir uns nach aussen, projizieren unsere Sehnsucht nach uns selbst auf andere Menschen, und die grosse Liebe, die wir bedingungslos zu verschenken hätten, machen wir abhängig davon, dass man uns liebt, uns die Geborgenheit und vieles mehr gibt, das wir in uns selbst (noch) nicht gefunden haben. Missversteht mich nicht: Lieben – egal wie unvollkommen unsere Liebe auch ist – ist immer besser als nicht lieben! Noch besser ist es, uns dabei wenigstens bewusst zu sein, dass wir in der Liebe zum Geliebten im Grunde genommen die Liebe zu uns selbst suchen. Stellen wir uns beispielsweise ganz aufrichtig folgende Fragen:
     Liebe ich wirklich ihn/sie oder liebe ich die Liebe, Geborgenheit und mehr, die er/sie mir gibt?
     Liebe ich wirklich ihn/sie oder liebe ich das schöne Gefühl, das ich in mir spüre, dadurch dass ich jemanden liebe (Schmetterlinge im Bauch usw.)?
     Liebe ich wirklich ihn/sie oder liebe ich das Gebrauchtwerden, die Abhängigkeit des/der Geliebten und Ähnliches?
     und weitere Fragen dieser Art.

    Nochmals: Es ist nichts dagegen einzuwenden, jemanden zu lieben, weil er uns liebt, weil wir unsere überfliessende Liebe jemandem schenken wollen. Nicht einmal wenn wir jemanden lieben aus Gewohnheit, weil wir nicht allein sein wollen…
    Nur sollten wir uns dessen ehrlicherweise bewusst sein.
    Und uns fragen: Liebe ich mich selbst auch so, wie ich den Geliebten liebe? Ein Ja zur Antwort ist nur ehrlich, wenn ich auch ohne den Geliebten genau so glücklich wäre, ihn nicht vermissen würde, wenn er mich nicht liebte.
    Und uns bewusst sein: Einen anderen Menschen können wir nur wirklich lieben, wenn wir uns selbst lieben.

     

    Quelle: http://www.selbstliebe.ch/

     

     

    Spruch

     

    Menschen kommen und gehen, doch manche bleiben stehen,

    bringen Hoffnung, neues Licht, so dass die Dunkelheit zerbricht.

    Sind einfach da, ohne was zu sagen, keine Erwartung an dich haben,

    dich annehmen wie du bist.

    Die einfach nur zu Menschen stehen, und mit einem Blick in deiner Seele sehen.

    Dir das Glück, ein Lächelns und gute Laune zaubern.

    Ein liebes Wort zur rechten Zeit ist Trost und Kraft zugleich,

    es ist des Herzens Dialog und macht dich froh und reich.

    Ich wünsche dir für jeden Tag, dass man dir liebe Worte sagt.

     

    (Von Genuss Margit)

     

    Rentnerleben

     

     Die Leute, die arbeiten, fragen immer die Rentner, wie sie so

    Ihren Tag verbringen.

    Also, zum Beispiel, neulich mit meiner Frau,

    Da sind wir in die Stadt und in ein Kaufhaus gegangen. Dort blieben wir 5

    Minuten. Als wir raus gingen, war ein Polizist gerade dabei,

    einen Strafzettel zu schreiben.

    Wir sind auf ihn zugegangen und haben ihn gefragt: "Können Sie nicht eine

    Ausnahme für die Rentner machen?" Er hat uns ignoriert

    Und seinen Strafzettel weiter geschrieben.

    Ich hab' ihn Dann ein fettes Schwein geheißen. Er sah mich an und schrieb

    Erneut einen Strafzettel

    Für die schlechten Reifen. Dann hat ihn meine Frau als den König der

    Arschlöcher bezeichnet.

    Er beendete den zweiten Strafzettel, klemmte

    Ihn unter den Scheibenwischer und schrieb einen dritten.

    Dieses kleine Zwischenspiel dauerte so 20 Minuten, je mehr wir ihn

    Beschimpften,

    Desto mehr Strafzettel schrieb er. Genau genommen war uns das ja egal,

    Denn wir sind ja mit dem Bus gekommen.

    Seit der Pensionierung versuchen wir, Täglich ein bisschen Spaß In unser

    Leben zu bringen, das ist in unserem Alter wichtig.

     

    Gruß Dorothe

     

    Rezept für genussvolle Stunden

    Medizin: Genussbollen (leckere Pralinen oder Schokolade)

     

        • Anwendung: 1 x pro Tag ein Stück unter die Zunge legen, still abwarten (bei geschlossenen Augen) bis sich die volle Genusskraft entwickelt hat. Dann 1 x seufzen und langsam Mmmmmmhhhhhhhhhhhh sagen.
        • Nebenwirkung: Bei richtiger Anwendung:   keine
                    • Bei Anwendung in voller Sonne: wie oben anwenden, jedoch mit Spachtel oder Teigschaber
  • Lagerung:  kühl und trocken, nicht draufsetzen
  •  

    Dauer der  bei richtiger Anwendung:  lebenslänglich

        • Anwendung: Beachte dann auch andere Produkte des Herstellers (ausgenommen Marzipanbrote mit mehr als 100g Gewicht)
  • Hersteller:  Lindt & Sprüngli
  •  

    Vertrieb:  schenken lassen von lieben Menschen

     

    Kosten:  dann keine

     

    Genuss:  Täglich garantiert

     

    Trau dich – es ist dein Leben

     

    Schritt für Schritt zum Selbstbewusstsein

     

    Ändere deine Gedanken, und dein Leben ändert sich. Denn viel zu oft sabotieren wir uns selbst, indem wir Wünsche nicht zulassen oder uns Erfolge gar nicht erst zutrauen, sagt US Lebensberaterin Cheryl Richardsen. Mit ihrem „Mut zum Leben“ –Programm zeigt sie die zwölf wichtigsten Schritte zu mehr Selbstbewusstsein.

    Eine Forschergruppe um den Neurologen Oliver Sacks untersuchte, was sich im Gehirn von Menschen abspielt, die sich sehr stark oder total verunsichert fühlen. Die Forscher stießen dabei auf den Stoff, der unser Selbstbewusstsein antreibt: Dopamin, ein körpereigenes Hormon. „Zu wenig Dopamin im Gehirn führt zu Selbstzweifeln bis hin zur Depression, zu viel kann einen Menschen größenwahnsinnig werden lassen“, erklärt Sacks und schildert den Fall eines Patienten, der eine Überdosis künstliches Dopamin bekam. Er wurde extrem rechthaberisch und schrieb innerhalb von Tagen eine 300 Seiten umfassende Autobiografie. Doch Selbstbewusstsein ist mehr als nur Biochemie. Selbstsicherheit oder Schüchternheit sind zur Hälfte angeboren. Weitere 30 Prozent werden in der Kindheit geprägt, vor allem in den ersten fünf Jahren. Und die restlichen 20 Prozent? Damit hat sich Amerikas führende Lebensberaterin Cheryl Richardson befasst. Denn hier liegt das Potenzial, um das Selbstbewusstsein als Erwachsener zu trainieren. Ein schmaler Grat. Aber: „Das reicht aus, um das Leben eines Menschen gravierend zu verändern und zu verbessern“, sagt Richardson, deren Spezialgebiet es ist, schüchternen Menschen zu mehr Selbstvertrauen zu verhelfen. Ihre Verhaltensregeln sind leicht erlernbar, ihre Erfolge verblüffend.

    Warum tun wir nicht so, als hätten wir alles im Griff?

     

    Eine Übung für jeden Tag

     

    Mehr als die Hälfte aller Frauen und jeder vierte Mann wünschen sich Umfragen

    zufolge ein sichereres Auftreten. Sie machen sich oft Gedanken darüber, was

    andere Menschen über sie denken könnten und grübeln lange über vermeintlich

    peinliche Situationen. „Fake lt till you make it‘~, sagt der Angstforscher Borwin

    Bandelow — tun wir so, als hätten wir alles im Griff, auch wenn wir eigentlich

    unsicher sind. Fünf Regeln der Kunst:

     

    Blickkontakt trainieren.

    Ein wichtiges  Instrument, um Selbstbewusstsein auszustrahlen, sind die Augen. Wer wegschaut, ordnet sich unter. Wir sollten uns trauen, Blickkontakt zu halten, ohne den anderen niederzustarren. Ein Lächeln hilft über Hemmungen hinweg und punktet: Wer herzlich rüberkommt, wirkt sicher.

    Kritik locker wegstecken.

    Wer sich Kritik immer sehr zu Herzen nimmt und versucht, es allen recht zu machen, macht einen schüchternen Eindruck. Ein Charakterzug von Menschen, die sicher auftreten: Sie interessieren sich mehr für ihr Ziel als für die Erwartungen anderer.

     

    Interesse zeigen.

    Wir sollten uns Arroganz verkneifen — Menschen, deren Auftreten als selbstbewusst empfunden wird, sind keine Egozentriker. Sie interessieren sich für andere, können auf sie eingehen, gut zuhören, passen sich aber nie an. Sie bekennen sich zu ihrer eigenen Persönlichkeit und kultivieren sie, ohne sie zum Maßstab für andere zu machen.

     

    Eine klare Sprache sprechen.

    Es gibt Worte, die uns unsicherer erscheinen lassen, als wir sind. Sätze wie „Wenn ich auch mal etwas sagen dürfte“ soflten wir aus unserem Sprachschatz streichen und direkt zur Sache kommen. Ebenso sollten wir Wörter wie „vielleicht“, „eigentlich“ vermeiden. Sie lassen uns unsicher erscheinen. Das Gleiche gilt für ein ständiges „Entschuldigen Sie bitte“.

     

    Vorbilder suchen.

    Gibt es in unserer Umgebung Menschen, die wir bewundern? Ihnen sollten wir genau zuschauen. Was machen die anders? Welche Farben ziehen sie an, welche Haltung nehmen sie ein? Wie gehen sie auf Menschen zu, wie ist der Klang ihrer Stimme? Lassen Sie uns einfach am Vorbild üben — nachahmen ist erlaubt.

     

    Warum wir nicht immer zur Verfügung stehen sollten

     

    Heute schon in die Harmoniefalle getappt?

     

    Können Sie Nein sagen, wenn Sie wieder einmal eine unangenehme Arbeit für jemanden übernehmen sollen? Wenn jemand sich zum wiederholten Mal Geld

    von Ihnen pumpen möchte? Oder wenn Sie keine Lust auf ein Familienessen

    haben, von dem Sie wissen, dass es eh nur wieder Streit gibt? 80 Prozent aller

    Deutschen, so Studien-Ergebnisse, können es nicht. Wir sagen viel zu oft Ja und

    zu selten Nein und sitzen damit tief in der Harmoniefalle. Folge: Die Bedürfnisse anderer werden höher bewertet als die eigenen — wir stehen zur Verfügung, obwohl wir das eigentlich gar nicht wollen. Cheryl Richardson zufolge ein Zeichen mangelnden Selbstbewusstseins. „Eigene Wünsche zu haben und die damit verbundene Konfliktfähigkeit — schließlich riskiert man, auf Ablehnung zu stoßen — ist ein wichtiger Pfeiler des Selbstbewusstseins.“ Ihr Rat: mindestens einmal am Tag nicht zur Verfügung stehen. Nur durch die Wiederholung wird neues Verhalten neurologisch gebahnt und die entscheidende Einsicht im Gehirn abgespeichert: Wer lernt, freundlich Nein zu

    sagen, verliert nicht an Ansehen, sondern gewinnt. Denn wie können wir als Persönlichkeit ernst genommen werden, wenn wir zu allem Ja sagen?

     

     

    Wir sagen zu oft Ja, wenn wir Nein meinen

     

     

     

    Warum fangen wir nicht an, unsere Macht zu zeigen

     

    Bewusstsein bringt Veränderung

     

    Klienten, die ihre Aussagen mit „Ich glaube“ verwässern, fragt Cheryl Richardson ganz direkt: „Glauben oder wissen Sie?“ Meist lautet die richtigere Antwort „Ich weiß“. Mit „Ich glaube“ fühlen wir uns einfach nur auf der sichereren Seite.

    „Zu lernen, ohne Umschweife die Wahrheit zu sagen, hebt das Selbstbewusstsein“, sagt die Therapeutin und erklärt: Zu sagen „Ich weiß, dass ich das gut gemacht habe“ hat so viel mehr Kraft als „Ich glaube, dass ich das gut gemacht habe“. „Wenn wir uns offen und ohne falsche Bescheidenheit zu Erfolgen bekennen, verstecken wir nicht länger unsere Macht.“ Wir können unser Gehirn jederzeit auf selbstbewusstes Verhalten programmieren — Bewusstsein ist der erste Schritt zur Veränderung. Mehrmals täglich fragen wir uns unbewusst: Was kann ich? Was bin ich wert? Neurologen fanden heraus: Je positiver die Antworten ausfallen, die das Gehirn abspeichert, desto häufiger gibt es uns in neuen Situationen das Signal: Du schaffst das.„Jeder Mensch ist in einem Bereich kompetent.

    Einmal täglich etwas tun, was man gut kann, und sich für seine Erfolge feiern, ist eine gute Schule fürs Selbstbewusstsein.“ Unser Gehirn registriert: Ich mache etwas gut und bin wertvoll.

     

    Warum verabschieden wir uns nicht einfach von unserem Perfektionismus

     

    Genug ist doch genug

     

    Der mit den Farben des Raumes abgestimmte Blumenstrauß, der vollendet gedeckte Tisch, das perfekte Licht, das vorbildliche Menü — kleine Vollkommenheiten streicheln die Seele und lassen die Welt für einen Augenblick heil erscheinen. Das Problem: Perfektionisten wenden in allen Lebensbereichen ihr starres 100-Prozent-Muster an. Und sie halten sich ihr Ich-Ideal dauernd vor die Nase: Ich sollte zehn Kilo weniger wiegen, doppelt so schnell arbeiten, im Sport die Nummer Eins werden. „Es sind vor allem Menschen mit einem geringen Selbstwert, die völlig überhöhte Ansprüche an sich stellen“, sagt Cheryl Richardson. „Nur wer die Messlatte niedriger ansetzt, kann den Überforderungen und Frustrationen, die Perfektionisten erleben, ein Ende bereiten und Selbstbewusstsein entwickeln.“ Voraussetzungen:

    1. Ich höre auf, mich mit anderen zu vergleichen.

    2. Ich mag mich, wie ich bin.

    3. Ich gebe immer mein Bestes, und das ist genug.

    4. Ich weiß, die Welt geht nicht unter, wenn ich heute nicht alles schaffe.

     

    Warum besiegen wir nicht den Feind der ICH-Stärke

     

    Lust auf neue Erfahrungen?

     

    Wer sich überwiegend in gewohnten Bahnen bewegt, schaltet sein Gehirn auf

    Stand-by und verliert eine wichtige Voraussetzung, um mehr Selbstbewusstsein

    zu erlangen: Neugierde. „Nur wer sich neuen Herausforderungen stellt, lernt,

    zu kämpfen, zu fallen und wieder aufzustehen. So entwickelt sich unerschütterliches Selbstbewusstsein“, sagt die Lebensberaterin und rät: jede Woche eine neue Erfahrung. Nichts Großes — fünf Minuten länger laufen als gewohnt, sich ein noch nie gekochtes Menü zur Aufgabe machen oder zum ersten Mal ein Zimmer tapezieren — gelingt uns das Vorhaben, wird im Frontalhirn der Erfolg registriert, was zur Ausschüttung des Glücksbotenstoffs Dopamin führt. Folge: Wir sind mit uns und unserer Leistung zufrieden.

     

    Quelle: TV HÖREN UND SEHEN Nr 20   Jahr 2010

    Autor: Ulrike Fach                

    PSYCHOLOGIE

     

     

     

    „Bewahre mich vor dem primitiven Glauben, es müsse im Leben alles glatt gehen. Schenke mir die nüchterne Erkenntnis, dass Niederlagen, Misserfolge und Rückschläge eine selbstverständliche Zugabe zum Leben sind, durch die wir wachsen und reifen.“

     

    ANTO!NE DE SAlNT-EXUPERY französischer Schriftsteller (1900—1944)

     

     

     

     

    Das Alarmsystem ist außer Kontrolle geraten

    Angst vor der Zukunft, davor, zu versagen, ständige Stressgefühle: Wer unter einer "generalisierten Angststörung" leidet, scheint dazu geboren zu sein, sich ständig Sorgen zu machen, nicht nur um sich selbst, auch um andere.

     DAK/Wigger

  • Er verbringt einen Großteil des Tages damit, sich alle nur denkbaren Katastrophen auszumalen. Jasmin Becker, 23, die heute seit zwei Jahren "angstfrei" ist, kann sich noch gut an diesen Alltag erinnern, in dem sie sich oft fühlte, als würde ein Lkw ungebremst auf sie zudonnern. Ständig war sie panisch vor Angst, ohne etwas daran ändern zu können:
  •  

    Es gab keine konkrete Gefahr.
    Was die Angst in Jasmins Gehirn so übermächtig hat werden lassen, können Psychologen mittlerweile recht gut erklären: Bei den Patienten scheint ein Mechanismus zu versagen, der übersteigerte Emotionen abbremst. Angst entsteht im Gefühlszentrum des Gehirns als Antwort auf einen als gefährlich eingestuften Reiz. Als Folge rast das Herz, schnelle Atmung versorgt den Körper mit Sauerstoff und macht ihn bereit für Flucht oder Angriff. Meist gibt ein anderer Teil des Gehirns kurze Zeit später Entwarnung: Das Rascheln im Gebüsch ist kein Vergewaltiger, sondern ein Eichhörnchen. Bei Erkrankten funktioniert diese Regulation nicht mehr. Wer an einer Angststörung leidet, dessen angeborenes Alarmsystem ist zu scharf eingestellt. Die Angst tritt oft auch ohne äußeren Anlass auf. Warum manche Menschen anfälliger für diese Entgleisung sind, wissen Forscher nicht mit Sicherheit. Warum doppelt so viele Frauen wie Männer erkranken, ebenfalls nicht.
    Einig sind sich die Forscher darüber, dass Angststörungen an sich uralt und verbreitet sind, dass sich nur die Erscheinungsformen mit der Zeit und der Gesellschaft ändern. Die Frage nach den Ursachen lässt sich nicht hundertprozentig beantworten: Für alle Erkrankungen scheint es einen genetischen Einfluss zu geben. Durch Studien mit eineiigen Zwillingen, die exakt die gleichen Erbanlagen tragen, konnten Forscher eine angeborene Angstsensibilität feststellen. Kommen zu der genetischen Empfindlichkeit noch stark belastende Erfahrungen hinzu - etwa Missbrauch in jungen Jahren, eine lange Trennung von den Eltern oder Stress in späteren Lebensjahren -, erhöht sich das Risiko für eine Erkrankung. Bei Angstpatienten entgleisen die Stressreaktionen wie bei einem Diabetiker der Zuckerspiegel, sagt Borwin Bandelow. Treffen kann es theoretisch jeden: Angsterkrankungen ziehen sich durch alle Altersgruppen und Bildungsschichten hindurch.

     

    Quelle: http://www.freundin.de/Artikel/Ausser-Kontrolle_24342.html

     

     

    Die harmlosesten Dinge können Panik auslösen

    Panik vor einem Computer, in einer Situation, die jeder andere als harmlos einstufen würde? Das mag erstaunlich klingen, gehört aber zu einem Leiden, über das immer mehr Ärzte und Psychologen forschen.

    Wenn Angst zur Krankheit wird, können Laptops oder Autos genauso Panikattacken auslösen wie die Kollegen oder der Arbeitsplatz. Mehr als acht Millionen Deutsche leiden laut einer Berechnung des Münchner Max-Planck-Instituts für Psychiatrie an behandlungsbedürftigen Ängsten.
    Der kürzlich erschienene DAK-Gesundheitsreport 2006 zeigt, dass Fehltage im Beruf zwar generell abnehmen, die Krankschreibungen wegen Angst- störungen aber ansteigen. Robert Leahy, Präsident der International Association for Cognitive Psychotherapy in den USA, spricht davon, dass wir auf ein "Zeitalter der Angst" zusteuern würden. Im Jahr 2020 werden psychische Störungen weltweit den zweiten Platz unter den belastenden Krankheitsformen einnehmen, so lauten die Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation WHO. Ganz weit vorn: soziale Ängste. 9 Prozent der Menschen ängstigen sich panisch davor, von anderen schlecht beurteilt zu werden und sich zu blamieren. Die Betroffenen fürchten, dass sie abgelehnt werden, wenn man erkennt, "wie sie wirklich sind". Also meiden sie soziale Kontakte und isolieren sich. "Diese Phobien werden weiter zunehmen", sagt die Psychologin Dr. Sigrun Schmidt-Traub, die seit über 25 Jahren Angstpatienten therapiert. Auch weil die virtuellen Welten im Internet einen Alltag ganz ohne persönlichen Kontakt erleichtern und die Störung lange nicht als solche auffällt
    .


    Silvia Wagner, 37, litt beinahe ihr ganzes Leben an dieser Krankheit, ohne zu ahnen, was sie quälte. Erst vor fünf Jahren bekam die Bürokauffrau die Diagnose "soziale Phobie" und fing mit einer Therapie an. Bis dahin war sie eben das "schwierige Mädchen", das Familienfeste hasste, keine Freunde hatte, sich weigerte, in den Sportverein zu gehen. Die Pubertät verbrachte die Münchnerin in ihrem Zimmer - "die Außenwelt wollte ich aussperren". Auf dem Weg zur Schule wurde ihr jeden Morgen übel, im Klassenzimmer brach ihr der Schweiß aus. "Meine Mitschüler waren für mich eine echte Bedrohung", sagt die ehemalige Sozialphobikerin, die trotz überdurchschnittlicher Intelligenz nach dem Hauptschulabschluss von der Schule flüchtete.

     

    Quelle: http://www.freundin.de/Artikel/Panik-Ausloeser_24334.html

     

    Ängste und Phobien: Die häufigsten Irrtümer

     

     

     

    Alles nur Einbildung

     

    Für Außenstehende ist es oft schwer nachvollziehbar, wenn Angstpatienten nicht mehr aus dem Haus gehen, weder Freunde noch Verwandte besuchen und alle sozialen Kontakte abbrechen. Trotzdem: Die Betroffenen leiden extrem unter ihrer Angst – auch wenn sie körperlich völlig gesund erscheinen.

     

    Nur Frauen sind ängstlich

     

    Keinesfalls. Im Job zu versagen, den Arbeitplatz zu verlieren oder von anderen nicht akzeptiert zu werden, sind häufige Sorgen, die auch Männer betreffen. Wie eine Studie der DAK zeigt, hat das starke Geschlecht zum Beispiel mehr Angst vor dem Alleinsein als Frauen.

     

    Jeder kann seine Angst in den Griff bekommen

     

    In vielen Fällen reicht Selbsthilfe nicht aus. Wenn die Panik so groß wird, dass man Angst vor der Angst hat, entsteht ein Teufelskreis. Professionelle Hilfe von fachkundigen Therapeuten ist hier der einzige Ausweg.

     

    Angst ist immer negativ

     

    Nein. Im normalen Maß ist Angst eine natürliche Schutzreaktion. Dieses Gefühl sorgt dafür, dass wir in gefährlichen Situationen vorsichtig sind.

     

    Situationen, die Angst auslösen, sind zu vermeiden

     

    Wer Fahrstühlen, U-Bahnen oder Menschenmengen konsequent aus dem Weg geht, schränkt seine Aktivitäten ein. Schlimmstenfalls können sich Betroffene nur noch in den eigenen vier Wänden aufhalten. Bei der Verhaltenstherapie setzen sich die Patienten zum Beispiel bewusst mit ihren Ängsten auseinander. Auf diese Weise lernen sie, dass in den entsprechenden Situationen nichts passieren kann.

     

    Angst ist ein Zeichen von Schwäche

     

    Ganz im Gegenteil. Angstpatienten sind oftmals sogar sehr mutige Menschen. Das gilt vor allem für Phobiker. Sie reagieren in Situationen, in denen andere Angst und Panik bekommen, eher mutig.

     

    Angststörungen sind immer psychisch bedingt

     

    Auf keinen Fall. Sie können ganz unterschiedliche Ursachen haben. Häufig ist Stress der Auslöser. Bestimmte körperliche Erkrankungen wie Schilddrüsenüberfunktion führen ebenfalls zu Angstattacken. Auch Drogenmissbrauch oder erbliche Veranlagung können die Beschwerden hervorrufen.

     

    Ängste und Phobien lösen nur seelische Beschwerden aus

     

    Ganz und gar nicht. In der Regel kommt es auch zu körperlichen Begleiterscheinungen wie Herzrasen, Atemnot, Schweißausbrüchen oder Schwindelanfällen. Es kann zu sogar ein Anstieg der Blutfettwerte und des Blutdrucks auftreten.


    Quelle: DAK  Aktualisiert: 26.11.2009

    Quelle: http://www.gesundheit.de/krankheiten/psyche-und-sucht/angsterkrankungen/aengste-und-phobien-die-haeufigsten-irrtuemer

     

    Wege aus der Angst - Wirksame Hilfe bei Panik und Phobien

     

     

    Von einem Moment zum anderen schnürt sich die Brust zu, als ob jemand einen Eisenring immer fester zurrt. Im gleichen Augenblick bleibt die Luft weg. Vera S. bekommt Todesangst. Ihr erster Gedanke: Herzinfarkt. Der Notarztwagen bringt sie ins Krankenhaus. Langsam bessern sich die Symptome. Bei der anschließenden Untersuchung können die Ärzte nichts finden. Die 34-Jährige ist körperlich völlig gesund. Fast vier Jahre hat es gedauert, bis ihr endlich geholfen wurde – in der Angstambulanz an der psychiatrischen Klinik der Uni Düsseldorf.
    Vera S. ist kein Einzelfall, wie Diplom-Psychologe Frank Meiners von der DAK berichtet: "Angststörungen sind sehr gut zu behandeln. Trotzdem brauchen die Patienten im Durchschnitt etwa sieben Jahre, bis sie die richtige Therapie erhalten." Einer der Gründe ist sicherlich, dass die Betroffenen zunächst an eine körperliche Erkrankung denken und entsprechend

    den Hausarzt, Internisten oder Herzspezialisten aufsuchen. Es folgen oftmals zahlreiche Tests. "Die Unsicherheit des behandelnden Arztes führt häufig zu einer intensiveren Ursachenforschung", so Meiners. "Die Patienten fordern weiterführende Untersuchungen, weil sie wissen wollen, welche Krankheit sie haben und wie diese zu behandeln ist."

     

    Scheu vor einer Therapie

     

    Hinzu kommt, dass sich viele Menschen vor dem Gang zum Psychotherapeuten scheuen. Schließlich soll keiner denken, man sei "verrückt". Dazu der Ärztliche Leiter des Bereiches Verhaltenstherapie an der Universitätsklinik Hamburg-Eppendorf, Prof. Dr. Iver Hand: "Mindestens 30 Prozent der Deutschen haben eine latente Angstbereitschaft. Sie gehen aber nicht in eine Therapie, da die Beschwerden gerade noch erträglich sind." Dabei gibt es inzwischen effektive Methoden, um Ängste und Phobien zu besiegen. Am erfolgreichsten ist die Verhaltenstherapie. Hierbei lernen die Patienten, angstauslösende Situationen aufzusuchen, die Angst-Panikreaktion zu bewältigen und nicht gleich beim ersten Schweißausbruch zu flüchten. Sie erfahren, dass die auftretenden Symptome nicht lebensbedrohlich sind und nach einiger Zeit von selbst wieder verschwinden.

     

    Verhaltenstherapie, Psychoanalyse oder Arzneimittel?

    • Bei der Verhaltenstherapie nutzen die Ärzte oder Diplom-Psychologen entweder die Expositionsmethode oder das kognitive Verfahren. Bei der Expositions- bzw. Konfrontationsmethode lernt der Patient mit Hilfe des Therapeuten, sich schrittweise genau der Situation auszusetzen, vor der er Angst hat. Der Agoraphobiker fährt beispielsweise U-Bahn, die Spinnenphobikerin fasst am Ende der Therapie eine Spinne an. So erfährt der Patient, dass seine Ängste wieder abklingen und er die Situation durch Gedanken und Gefühle beeinflussen und kontrollieren kann. Die kognitive Methode konzentriert sich zusätzlich auf die typischen Katastrophengedanken wie "Hilfe, ich werde ohnmächtig" oder "Ich sterbe". In Gesprächen vermittelt der Therapeut dem Patienten, wie er die angstauslösenden Situationen realistisch einschätzen und bewerten kann.
    • Bei schweren Angststörungen oder psychischen Zusatzstörungen sowie gravierenden Problemen in der Lebensführung erfolgt die so genannte multimodale Verhaltenstherapie. Hierbei werden neben den symptombezogenen Maßnahmen auch die Ursachen behandelt. Bei der Psychoanalyse versucht der Therapeut, den Grund für die Angststörung herauszufinden. Mit verschiedenen Techniken ruft er verdrängte Konflikte ins Bewusstsein des Betroffenen zurück, um den Auslöser der Angststörung aufzudecken.
    • Bei schweren Angststörungen oder zusätzlichen Depressionen verordnen Ärzte mitunter auch parallel zur Verhaltenstherapie Medikamente. Sie bewirken, dass Betroffene weniger Ängste haben, entspannter und ruhiger sind und nachts besser schlafen können. Auf diese Weise werden die Patienten besser einer Verhaltenstherapie zugänglich. Erste Wahl sind meistens Antidepressiva, die den Botenstoff Serotonin im Gehirn beeinflussen und nicht abhängig machen.
  • Wo bekommt man Hilfe?
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    Krankhafte Ängste und Phobien sind kein Schicksal, das Sie einfach hinnehmen müssen. Es gibt konkrete Hilfe – unter anderem bei einer der zahlreichen Angstambulanzen in Deutschland. Diese sind meistens an einer Klinik für Psychosomatik, einer (Universitäts-)Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie und neuerdings auch an den Ausbildungs- und Forschungsambulanzen der Universitäts-Institute für Psychologie zu finden. Nicht zu vergessen sind die Ambulanzen der Aus- und Weiterbildungsinstitute für Verhaltenstherapie.
    Hausärzte stellen eine Überweisung für eine Verhaltenstherapie aus. Der Patient kann die Therapie entweder in der Angstambulanz oder beim niedergelassenen Verhaltenstherapeuten in Anspruch nehmen. Die Therapeuten können Fachärzte oder Diplom-Psychologen mit einer Zusatzausbildung in Verhaltenstherapie sein. Die Kosten tragen die Krankenversicherungen, nachdem ein entsprechender Antrag der Betroffenen und ein Bericht des behandelnden Therapeuten zu einer Kostenübernahme-Erklärung eingereicht wurden.


    Quelle: DAK  Aktualisiert: 26.11.2009

     

    Quelle: http://www.gesundheit.de/krankheiten/psyche-und-sucht/angsterkrankungen/wege-aus-der-angst-wirksame-hilfe-bei-panik-und-phobien

    Eine sehr attraktive junge Dame kommt in die Apotheke

    und sieht in der Ecke eine Waage stehen.

    Sie verlangt 10 cent, wiegt sich und schreit entsetzt auf.

    Rasch verlangt sie noch einmal 10 cent, legt Mantel und Hut ab

    und wiegt sich von neuem.

    Sie zieht Schuhe und Pullover aus,

    nimmt die nächsten 10 cent

    und betritt abermals die Waage.

    Da kommt der Apotheker, stellt sich neben sie und sagt:

    "Machen sie nur weiter, schönes Fräulein,

    ab jetzt geht es auf Kosten des Hauses."

     

     

    Ein Junge starrt in der U-Bahn einen Mann an,

    der einen Kropf hat.

    Dieser läßt sich das eine Zeitlang gefallen, dann sagt er:

    "Wenn du mich noch lange so anstarrst, fresse ich dich!"
    Darauf der Junge: "Schluck erst mal den anderen runter!"

     

    Rekruten

    Steckt ein 5-Tonner im Schlamm fest. Fahrer steigt aus und fragt 5 Offiziere, die daneben stehen, ob sie ihn rausschieben.
    Die Offiziere stellen sich hinter den 5-Tonner und schieben, während der Fahrer Gas gibt.

    Als der 5-Tonner aus dem Schlamm raus ist, fragt den Fahrer einer der von oben bis unten mit Schlamm bespritzten Offiziere, was er denn geladen hat.
    Antwort: 20 Rekruten

     

     

    Nach langem Drängen lässt sich ein Jäger von seiner Frau überreden, sie einmal mit auf die Jagd zu nehmen.

    Im Wald erklärt er ihr, wie sie das Gewehr zu bedienen hat und wie sie sich richtig versteckt.

    Er erklärt, dass es sehr wichtig sei, nach dem Schuss sofort zu dem erlegtem Tier hinzueilen, weil nur derjenige Besitzansprüche hat, der als erster an dem Tier angelangt ist.

    Gesagt, getan. Die beiden verkriechen sich in ihrer Deckung und warten.

    Nach kurzer Zeit hört der Jäger einen Schuss von seiner Frau.

    Schnell eilt er hin, um zu sehen, ob sie auch alles richtig macht.

    Schon aus weiter Entfernung sieht er, wie seine Frau und ein fremder Mann wild diskutierend um einen Kadaver herumstehen.

    Als er näher herankommt, hört er den Mann sagen:

    "Also gut, ich kann nicht mehr! Bitteschön! Es ist IHR HIRSCH! –

     

    Darf ich wenigstens noch den Sattel abnehmen?"

     

    Chili con carne con Schokolade

    auch für viele Gäste, gut vorzubereiten

     

     

     

    Zutaten für 4 Portionen:

     

     

    250 g

     

    Hackfleisch, halb und halb

    250 g

     

    Rindfleisch, z.B. Schulter

    2 EL

     

    Pflanzenöl

    1 große

     

    Gemüsezwiebel(n)

    2

     

    Chilischote(n), rot

    2 ½ EL

     

    Tomatenmark

    2 Dose/n

     

    Tomate(n), gestückelt, oder 8 frische Tomaten

    2

     

    Lorbeerblätter

    200 g

     

    Kidneybohnen, Dose

    100 g

     

    Mais, Dose

    500 ml

     

    Gemüsebrühe

    70 g

     

    Schokolade, zartbitter

    1

     

    Knoblauchzehe(n)

    1

     

    Paprikaschote(n), rot

     

     

    saure Sahne

     

     

    Salz und Pfeffer

     

     

    Basilikum


    Verfasser: chillidings

    Quelle: http://www.chefkoch.de/rezepte/1349221239705686/Chili-con-carne-con-Schokolade.html