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Allgemeines zum Thema Angst
(Real)Angst ist eine automatische biologische Schutzfunktion und sowohl sinnvoll als lebensnotwendig. Ein erhöhter Adreanalinspiegel beschleunigt die Reflexe und macht den Körper mobil. Das Herz pumpt mehr Blut, die für Flucht oder Kampf nötigen Muskeln spannen sich an, die Sinne sind geschärft.. Sie ist Alarmsignal und löst Aktivitäten zur Beseitigung der Gefahrensituation aus. Urängste sind biologisch angelegt und waren in früherer Wildnis überlebenswichtig. Angst begleitet und das ganze Leben und ohne sie würden wir nicht überleben können. Denn Sie schützt uns vor Gefahren, verhindert leichtsinniges Verhalten. Hierzu gehört das Erstarren vor Angst oder auch das reflexartige Abschütteln eines Insektes von unserer Hand. Vor allem dies muss auch in einer Therapie dem Betroffenen vermittelt werden: Ein Leben ohne Ängste ist nicht Ziel der Therapie, sondern die Unterscheidung zwischen biologisch sinnvoller, normaler und pathologischer Angst und Methoden, Angst unter Kontrolle zu bringen.
-Excurs Kinder: Vor allem bei Kindern lässt sich zeigen, das Angst biologisch angelegt und ein natürlicher Mechanismus ist, eine Schutzfunktion. Für bestimmte Altersgruppen sind unterschiedliche Ängste typisch:
- Welche Mutter kennt sie nicht, die sog. Achtmonats-Angst. Etwa in diesem Alter fangen Babvs an zu fremdeln, entwickeln Ängste vor Fremden.
- Einjährige habe verstärkt Trennungsängste. Bis zum Ende des ersten Lebensjahres verschwimmen die Grenzen noch zwischen der Persönlichkeit des Babys und den Eltern. Erst jetzt kommt verstärkt die Erkenntnis, das jeder ein einzigartiges Individuum ist, das Baby und Eltern getrennte Lebewesen sind. Damit beginnt auch die Angst vor der Trennung von den Eltern, sie klammern sich an ihre Eltern.
- Im Alter ab 2 Jahren entwickeln sich viele Ängste, vor allem vor Dunkelheit, dem Alleinsein,großen Tieren und dem Unbekannten.
- Ab dem 3 ten Lebensjahr verstärkt sich die Angst vor Unbekannten, bösen Räubern, Hexen aus Filmen und Büchern und vor Schatten. Dies hängt sicherlich auch damit zusammen, das Kinder jetzt verstärkt eigene Phantasien und Vorstellungen entwickeln.
- Später kommt dann z.B. die Angst vor körperlichen Verletzungen hinzu. Bis zur Grundschule neigen Kinder dazu, unbefangen und ohne Angst vor Verletzungen herumzutoben - Wildfänge eben. Erst später erlernen sie, vorsichtiger zu sein. Hier ist Angst wesentliche Vorraussetzung dafür, das Kinder eben nicht mehr bedenkenlos über die Strasse rennen.
- Mit der Schulzeit kommt dann die Angst vor Versagen, schlechten Noten ,vor anderen Mitschülern hinzu.
- zwischen dem 2. und 7. Lebensjahr kommt es bei einigen Kinder zu einem sog. “Pavor nocturnus”, ein nächtliches anfallsartiges Erschrecken, das im ersten Moment bei Eltern Bestürzung hervorruft. Typischerweise tritt Pavor nocturnus in den ersten Stunden nach dem Einschlafen auf. Die Eltern finden ihre Kinder schreiend, völlig verwirrt und angsterfüllt vor, sie reagieren nicht, abwehrend oder kaum auf Berührung und Ansprechen, schlagen vielleicht auch um sich. Trotz weit aufgerissener Augen sind sie nicht weckbar, Atmung und Puls können erhöht sein. Dieser für Eltern mehr als beunruhigende Zustand dauert in der Regel nur wenige Minuten, die Eltern aber natürlich wie eine Ewigkeit erscheinen. Eltern können in dieser Situation nichts unternehmen, ausser ihr Kind vor Verletzungen zu schützen, bis es aufgewacht ist. Dann ist es in der Regel verwirrt, kann sich an nichts erinnern und schläft schnell wieder ein. Pavor nocturnus wird als normales Schlafverhalten bezeichnet, es ist ein unvollständiges Erwachen aus dem Tiefschlaf. Es liegt keine körperliche oder psych. Auffälligkeit vor, dieses Phänomen tritt scheinbar unabhängig von äusseren Einflüssen wie Erziehungsstil und Elternhaus auf. Eine gewisse Rolle spielt wohl eine “Überstimulation” am voraus gegangenen Tag durch besondere Erlebnisse, extremes Fernsehschauen oder ähnliches. Solange derartiges jedoch nur alle Monate auftritt, das Kind keine weiteren Auffälligkeiten zeigt, tagsüber keine Anzeichen veränderten, ängstlichen oder bedrückten Verhaltens zeigt, gehören Pavor nocturnus und auch Alpträume zum normalen Schlafverhalten.
Diese unvollständige Auflistung zeigt noch Mal, das Angst ein lebenslanger Begleiter ist, ohne das wir dies als ungewöhnlich betrachten. Die hier anzusprechenden pathologischen Ängste entbehren aber der objektiven Bedrohung und sind der Situation völlig unangemessen. Sie sind nicht natürlich und lähmen die geistig/körperlichen Funktionen, treten scheinbar grundlos auf. Man spricht von frei flottierender Angst beim Fehlen eines realen Auslösers. Ebenso kann aber auch das völlige Fehlen von Ängsten pathologisch sein, etwa bei Persönlichkeitsstörungen. Ein angstfreier Mensch ist sozialunfähig, kennt kein soziales Gewissen und hat keine Angst vor Strafe.
Ca.15% der Bevölkerung erkranken klinisch relevant mindestens einmal in ihrem Leben und damit gehört die Störung zu den häufigsten psychischen Beschwerdebildern. Sie tritt bei Frauen wesentlich öfter auf, etwa ab dem 45.Lebensjahr geht die Häufigkeit zurück. Am häufigsten treten soziale und spezifische Phobien auf. Seltener ist die Panikstörung, die aber sehr oft behandlungsbedürftig ist. Für die erste Panikattacke gilt als häufiger (Mit)Auslöser ein allgemein erhöhtes Stressniveau. Auch zahlreiche chemische Substanzen (Alkohol,Drogen,Medikamente,Nikotin) können angstauslösend wirken.
Auf den ersten Blick ist die Störung oft nicht zu erkennen, bzw. wird als unbekannte körperliche Störung erlebt.Vielfach stehen im subjektiven Erleben des Patienten körperliche Beschwerden wie Schwindel , verminderte Belastbarkeit, Herzbeschwerden, Atemnot oder Magen/Darmbeschwerden im Vordergrund. Meist werden diese Störungen subjektiv stärker erlebt, als sie tatsächlich sind. Gerade bei Panikstörungen sind die Symptome manchmal für Aussenstehende kaum zu erkennen, werden aber vom Betroffenen quälend intensiv erlebt.
Angstpatienten neigen dazu, unbedeutenden und vorübergehendem körperlichen Vorgängen wie Pulsveränderungen oder leichtem Schwindel nach Anstrengung übersteigerte Aufmerksamkeit zu widmen und Ihnen abnorme, krankhafte Bedeutung zuzuschreiben. Die Konzentration auf diese eigentlich harmlosen Symptome fördert die Angst und verstärkt wiederum die Symptome. Ein Kreislauf entsteht.
Eine wesentliche Rolle spielt die “Angst vor der Angst”. Oftmals noch folgenreicher als die direkte Störung ist die Erwartungshaltung . Indem der Erkrankte mit dem Auftreten der Angst rechnet, ruft er sie erst recht hervor oder es kommt zu Vermeidungsverhalten,d.h. zu sozialem Rückzug und Isolierung - der Patient traut sich nicht mehr aus dem Haus. Verdrängung führt zu erheblicher Angstreduktion und ist deshalb recht stabil. Vor allem bei Panikstörungen entwickelt sich hier oftmals ein schwerwiegender Kreislauf. Der Erkrankte geht mit der Erwartung eines Panikanfalls auf die Strasse und wird in seinen Befürchtungen bestätigt. Zu der Panikstörung kommt jetzt oftmals auch die Angst, das Haus zu verlassen- eben in der Erwartung eines neuen Anfalls. Die daraus resultierende Isolierung verbunden mit dem Gefühl des Alleinseins verstärkt aber wiederum auch die grundsätzlich ängstliche Einstellung.
Angst und Depression treten oft gemeinsam auf , stehen in enger Wechselbeziehung zueinander. Alkohol- und Medikamentenmissbrauch sind häufig als sekundäres und wesentliches Problem anzutreffen.
Der ICD10 unterscheidet in
phobische Störungen: (Angststörung mit Auslöser) Phobien sind ausgeprägte Angstzustände mit realem Bezug. Eine bestimmte Situation oder ein Objekt ruft intensive Angst hervor. Der Betroffene erkennt die Irrealität seiner Ängste, ist ihnen aber ausgeliefert und versucht entsprechende Situationen zu vermeiden. Diagnose: Dieses Vermeidungsverhalten ist wesentliches Diagnosekriterium für Phobien. Daneben müssen die Ängste auf die entsprechenden Situationen begrenzt sein und die Störung nicht auf andere Ursachen wie Wahn oder Zwang zurückzuführen sein. Auch hier gilt: Kann der Betroffene der angstauslösenden Situation dauerhaft ohne leidbringende Nachteile aus dem Weg gehen, kann er ein “normales” Leben führen, ist nicht behandlungsbedürftig bis äussere Umstände die Situation ungünstig verändern. Am bekanntesten dürfte die Angst vor Spinnen oder geschlossenen Räumen(Klaustrophobie) sein. Zu den Panikstörungen besteht insofern eine Verbindung, als begründet auf der Phobie auch Panikattacken ausgelöst werden können.
Es werden drei Hauptgruppen unterschieden: - spezifische Phobien: z.B. Erythrophobie - Furcht vor Erröten Nosophobie - Angst vor Krankheiten (nur situationsbezogen, ansonsten hypochondrische Störung) Neuphobie - Angst vor allem Neuen Zoophobie - Angst vor Tieren Akrophobie - Höhenangst Schulangst,Angst vor Blut,Verletzungen,Donner,Verschmutzung und viele mehr
- Soziophobie -Angst vor dem Zusammensein mit anderen Menschen Die Häufigkeit dieser Störung wurde früher mit 2-3% angegeben, nach heutiger Ansicht liegt der %-Satz aber wesentlich höher bis ca. 10% Die Phobie konzentriert sich auf Situationen, in denen der Betroffene der prüfenden Beobachtung anderer ausgesetzt ist und im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit steht. Er hat Angst zu versagen, sich zu blamieren. Dieses Gefühl kennt mehr oder weniger jeder, beim Phobiker sind diese Symptome aber extrem und lebensbeeinträchtigend ausgeprägt. Typische Symptome sind Zittern, Erröten, Kreislaufbeschwerden, Harndrang, Vermeidung von Blickkontakt. Häufig findet sich ein niedriges Selbstwertgefühl bei den Erkrankten und geringe Kritikfähigkeit.
- Agoraphobie - Angst vor öffentlichen Plätzen, Menschenmengen, Angst sich bei Gefahr nicht in Sicherheit (nach Hause) bringen zu können, allein im Zug/Bahn zu sein. Der Betroffene befürchtet, ohnmächtig zu werden, einem Herzanfall zu erliegen, die Kontrolle zu verlieren und sich dann nicht ohne Aufmerksamkeit zu erregen oder überhaupt in Sicherheit bringen zu können. Schweregrad und Ausmass schwanken, diese Störung ist aber oftmals besonders einschränkend. Nicht selten verlässt der Betroffene kaum noch seine Wohnung und kann seinem Beruf nicht mehr oder eingeschränkt nachgehen. Ihre Auftretenswahscheinlichkeit wird mit 5% angegeben. In der Mehrzahl sind Frauen betroffen, es besteht ohne Behandlung die Gefahr des Chronifizierung.
sonstige Angststörungen (ohne Angstauslöser) Hierbei handelt es sich um plötzlich ohne Auslöser auftretende intensive oder ständig vorhandene Angstzustände. Hauptgruppen der reinen Angststörungen sind generalisierte Angststörung: Es handelt sich um eine generalisierte und langanhaltende Angst über Monate hinweg ohne Begrenzung auf bestimmte Situationen/Objekte. Wesentliche klinische Kennzeichen sind: unrealistische Befürchtungen wie grundlose Geldsorgen, Angst es könnte etwas ganz Schlimmes passieren ohne jegliche Veranlassung, Existenzangst, Angst verrückt zu werden, Angst die Kontrolle zu verlieren, Angst zu sterben . motorische Spannung: Zittern, Muskelverspannung und -schmerzen, ständige Unruhe, Schwitzen vegetative Übererregbarkeit, Atemnot, Beklemmungsgefühle, Schwindel, Herzrasen Hinzu kommen Symptome wie Verspannungen - Nackenschmerzen etc., erhöhte Schreckhaftigkeit, Gefühl der Anspannung, Schlafstörungen, Konzentrationsschwierigkeiten und Reizbarkeit.
Für die Diagnostizierung müssen derartige Symptome über mindestens mehrere Wochen an den meisten Tagen vorliegen.
Panikstörungen: Panikstörungen sind sich wiederholende, anfallsartig auftretende Angstattacken ohne sichtbaren wesentlichen Anlass. Ihre Auftretenswahrscheinlichkeit liegt (lebenszeitbezogen) etwas über 2%.
Panikattacken können .... spontan zu jeder Zeit und überall auftreten. angstbedingt in Verbindung mit bestimmten Orten/Situationen, die vielleicht in Verbindung mit traumatischen Erlebnissen stehen (oder aber einer Phobie) situationsbedingt in wiederkehrenden Situationen oder an bestimmten Orten, vor denen der Betroffenen aber selbst keine Angst hat. Die Attacken treten aber auch nicht immer auf, sondern eben unerwartet sporadisch -z.B. beim Zugfahren, im Auto, im Kino.
Es entwickelt sich rasch eine Erwartungsangst, d.h. der Betroffene lebt mit der ständigen Angst vor dem nächsten Anfall. Deswegen geht diese Störung oft einher mit einer Agoraphobie, der Betroffene hat Angst in der Öffentlichkeit einen Anfall zu erleiden und zieht sich zurück. Wesentliche Kennzeichen sind: Plötzlich einsetzende Beschwerden die sich innerhalb einiger Minuten zu einem Höhepunkt steigern. Typische Begleiterscheinungen sind Herzrasen, Zittern, Atemnot, Ohnmachtsgefühlen, Magen/Darmbeschwerden, Hitzewallungen, Angst zu sterben.
Die Anfälle können wenige Minuten bis zu Stunden dauern, meistens liegen sie aber im Bereich von 10 - 30Min. Wesentlich ist im akuten Fall den Betroffenen ruhig aber entschlossen aus der beängstigenden Situation herauszuführen, evtl. nach entsprechender Ansprache auch durch körperliche Unterstützung. Durch Bewegung, Situationsveränderung und beruhigendes Zureden lässt sich die Situation meistens auch ohne Gabe von Beruhigungsmitteln klären. Wichtig ist in der Öffentlichkeit , den Betroffenen aus dem Fokus der Zuschauer zu bringen, um die Lage zu entspannen. Auch wenn der Anfall eintritt, wenn der Betroffene alleine ist, empfiehlt sich intensive Bewegung zur Entspannung der Situation - Gymnastik, Tanzen, Treppenlaufen. Bewegungslosigkeit führt i.d.R. zu einer Konzentration auf die Symptome wie Herzrasen, Atemnot und intensiviert damit die Symptome. Zwischen den Anfällen liegen weitgehend angstfreie Intervalle. Für die Diagnostizierung einer Panikstörung sollen mehre schwere vegetative Abfälle innerhalb eines Monats auftreten.
Verlauf
Ohne Behandlung kommt es vor allem bei Agoraphobien und Soziophobien zu chronischen Verläufen. Oftmals ist dann ein Aufenthalt ausserhalb des Hauses kaum noch möglich, bzw. es tritt eine vollständige soziale Isolierung ein. Spezifische Phobien haben einen unterschiedlichen Verlauf. In der Kindheit erworbene Phobien können häufig ohne Behandlung abklingen, später erworbene Phobien aber auch dauerhaft bestehen. Generalisierte Angststörungen können ohne Behandlung Jahre oder Jahrzehnte bestehen. Im Gegensatz zu anderen Angststörungen ist die Leistungsfähigkeit des Betroffenen nicht so stark eingeschränkt, so dass er trotzdem am sozialen Leben teilnehmen kann. Panikstörungen können phasenweise auftreten oder aber auch dauerhaft über Jahre hinweg. In Verbindung mit einer Agoraphobie kommt es auch hier zu einer starken gesellschaftlichen Isolierung.
Quelle: http://www.terrapie.de/html/allgemeines.html
Wird man so 100 Jahre alt?
100 werden – nicht nur eine Frage der Erbmasse. Man kann viel dazutun, ein langes, gutes und gesundes Leben zu führen.
Tips eines britischen Arztes:
Nicht zu lange im Bett liegen bleiben
Die meisten Hundertjährigen waren ihr Leben lang Frühaufsteher.
Nicht zuviel essen
Dick sein verkürzt das Leben
Fröhlich in die Zukunft sehen
Aktiv bleiben – erst recht, wenn man in Rente geht.
So wenig Tabletten wie möglich schlucken.
Unabhängig bleiben
Wenig Sorgen um die Gesundheit machen.
Nicht rauchen. Und von Menschen wegbleiben, die rauchen.
Ein Hobby ist wichtig!
Viel Flüssigkeit trinken: am besten frisches Wasser.
Jeden Tag eine Banane (besser als Apfel)
Spaß am Leben haben.
Ärger mit körperlicher Betätigung abbauen.
Kaffee und Tee - nur dünn trinken.
Gegen Erschöpfung: halbe Stunde in die Badewanne.
Nicht immer zur gleichen Zeit ins Bett. Schauen Sie mal eine späten TV-Film, gehen Sie auf Partys, laden Sie Freunde ein.
Lernen Sie Schmerzen wegmassieren. Hilft gegen Zorn, Angst und Frust.
Sparen Sie nicht am Licht in Ihnen Wohnung. Die 150-Watt-Birne macht auch Ihr Leben heller.
Ganz wichtig: gute Freunde. Sie wirken wie eine Schutzimpfung gegen Streß.
Red. Waltraud Tiedemann
Das Geschäft mit der Angst
In letzter Zeit mehren sich die Informationen über Zahnärzte und zahnärztliche Einrichtungen, die über keinerlei psychologische Ausbildung verfügen und die offensichtlich aus der Angst der Patienten Profit ziehen wollen. Meistens wird eine Behandlung in Narkose angeboten und die Behandler haben sich selbst zu "Spezialisten" ernannt. Wir warnen ausdrücklich vor Methoden der Angstbehandlung, die nicht wissenschaftlichen Kriterien standhalten und die eine übergrosse finanzielle Belastung der Patienten mit sich bringen. Ein psychisches Problem kann nicht durch Narkose geheilt werden!
Oralophobie
Die Oralophobie wird im Volksmund auch häufig Zahnarztangst, Dental, - oder Zahnbehandlungsangst genannt. Ca. 15% der Bevölkerung leiden darunter und gehen deshalb nur unter großen Ängsten bzw. überhaupt nicht zum Zahnarzt. Bedauerlicherweise befassen sich nur sehr wenige Zahnärzte mit der Oralophobie, deshalb ist es für viele Patienten schwierig, einen geeigneten Behandler zu finden. Doch zunächst noch Einiges zu dieser Erkrankung: Es gibt verschiedene Ursachen für diese Erkrankung. Einige davon sind: Schlechte Erfahrungen bei der zahnärztlichen Behandlung als Erwachsener oder als Kind, negative Erlebnisse aus dem Familien- oder Freundeskreis, oder Angst, weil falsch informiert wurde. Die beste Nachricht: Prinzipiell ist Oralophobie heilbar! Die zweitbeste Nachricht: Den ersten Schritt muss der Betroffene tun!
Warum gerade die Mundhöhle ein besonders empfindlicher Bereich ist.
Es gibt in der Medizin keine der „Oralophobie“ vergleichbare Erkrankung, das heißt, keine andere ärztliche Maßnahme ist so häufi g mit starker Angst besetzt, wie die zahnärztliche Therapie im Mundorgan. Dies wird verständlich, wenn man bedenkt, dass unser Gebiss eben kein Kauwerkzeug ist, sondern im Grunde genommen die gesamte Mundhöhle ein hochsensibles Wahrnehmungs- und Sinnesorgan ist. Japanische Wissenschaftler haben z.B. nachgewiesen, dass Ratten weniger lernfähig sind, wenn sie weniger Zähne im Mund haben. Auch der Säugling macht seine ersten Erfahrungen mit der Umwelt vorwiegend über die Mundhöhle, die Psychoanalyse nennt diesen Entwicklungsschritt zu Recht deshalb „orale Phase“. Es würde zu weit führen, hier alle psychologischen Aspekte des Problems zu beleuchten, halten wir einfach fest: Es leuchtet ein, dass sensible Menschen sich nicht gerne in einem derart wichtigen Organ, wie die Mundhöhle, „herumdoktern“ lassen wollen und deshalb große Ängste entwickeln können. Egal, aus welchen Gründen die Angst vor der zahnärztlichen Behandlung entwickelt wurde, es gibt zur Behandlung der Erkrankung ein spezielles Anti-Angst-Training (AAT). Mit diesem tiefenpsychologisch fundierten Stufenprogramm kann die Angst überwunden werden.
Wie?
Dazu gehören z.B. mehrere Gespräche, der Einsatz von hypnoseähnlich wirksamen mind-machines, spezielle hochfrequentale Musik, Fernsehbrillen, Bio-feedbackgeräte, eine extra für Oralophobiker entwickelte Psychotherapie und vieles mehr. Da Angst oftmals auf falschen Vorstellungen beruht, ist das multimediale Patienteninformationssystem ArtDent-Pro das nach neuropsychologischen und lernpsychologischen Kriterien erstellt wurde und angstfrei informiert, sehr hilfreich. Schritt für Schritt kann nun der Oralophobiker seine Angst verlernen und sich seine Zähne dauerhaft versorgen lassen. Zu guter Letzt erfährt der Oralophobiker noch alles, was er tun muss, um sein Gebiss gesund zu erhalten, damit ist das Angstproblem auch meistens für immer erledigt.
Was ist mit Narkose?
Oralophobie ist eine psychische Erkrankung und deshalb durch Narkose nicht heilbar - auch wenn dies immer wieder von psychologisch nicht ausgebildeten Zahnärzten (selbsternannte "Narkosespezialisten" etc.) behauptet wird. Schon 1984 wurden nämlich von dem Wissenschaftler Berggren Studien veröffentlicht, die nachweisen, dass nur 30% der in Narkose behandelten Patienten sich im weiteren Verlauf einer regelmäßigen Zahnbehandlung unterzogen, d.h. eine dauerhafte Angstfreiheit in 2/3 der Fälle nicht erreicht werden konnte. Folgestudien bestätigten diese Ergebnisse!
Obwohl der Angstabbau durch das Anti-Angst-Training in den meisten Fällen gelingt, gibt es natürlich Situationen, in denen eine Narkose durchaus indiziert sein kann und deshalb auch angewandt wird.
Wer übernimmt die Kosten?
Oralophobie ist nach dem internationalen Schlüssel für Krankheiten (ICD-10 2006 GM F40.2, spezifische Phobie) eine echte Erkrankung. Die Kosten der psychotherapeutischen Behandlung bei einem Psychologen oder psychotherapeutischen Arzt sind daher von der Kasse zu tragen. Es nützt einem Oralophobiker aber wenig, mit einem Psychologen über Angst zu reden: Er braucht einen psychologisch geschulten Zahnarzt, denn Oralophobie kann verständlicherweise nur effektiv durch psychotherapeutisch geschulte Zahnärzte behandelt werden. Es gibt in Deutschland und weltweit aber nur wenige Spezialisten , die Zahnärzte und zugleich ärztliche Psychotherapeuten sind (siehe Liste der auf Oralophobie spezialisierten Zahnärzte) und daher die Psychotherapie über die Krankenkasse abrechnen können. Darum muss bei den psychologisch geschulten Zahnärzten ein Eigenanteil bezahlt werden
Hilfe für Angstpatienten
Die Erfahrungen der letzen Jahre haben gezeigt, dass in Deutschland die Patientengruppe mit Angst vor der Zahnbehandlung (ca. 12,5 Millionen) von zahnärztlicher Seite stark vernachlässigt wird. Dies hängt damit zusammen, dass zum einen nur ein Bruchteil der Zahnärzte psychologisch geschult ist und zum anderen viele Patienten nicht offen über ihre Oralophobie reden. Inzwischen gibt es einen Verein, der sich um die Belange der Betroffenen kümmert und wo sie Hilfe erfahren. Weitere Informationen unter http://www.oralophobia.de
Mehr als Hypnose und NLP
Oralophobie ist nach dem ICD-10 GM 2006 F40.2 eine Krankheit. Dies bedeutet, ohne umfassende Kenntnisse und Ausbildung kann diese Erkrankung nicht behandelt bzw. geheilt werden. Die Erfahrung hat gezeigt, dass die effektivste Behandlung in der Personalunion Zahnarzt + Psychotherapeut besteht. Dafür sind psychologische Kenntnisse über die Angsterkrankung und deren Therapie erforderlich. Freizeit- und Hobbypsychologen geraten schnell in Schwierigkeiten, wenn die Phobie schlagartig aufblüht - ohne klinische Erfahrung eine ernste Situation. Der „Psychologe im Vorzimmer“ der Praxis ist nicht ganz so effektiv, da das Problem erst richtig beginnt, wenn der Patient auf dem Behandlungsstuhl sitzt. Genauso wenig wie man eine Hundephobie ohne Hund heilen kann, genauso wenig ist Oralophobie ohne spezialisierten Zahnarzt heilbar.
Theorie der Erkrankung
Trotz aller Umstrittenheit ist die Psychoanalyse ein sehr guter Einstieg zum Verständnis des Mundorgans und der entsprechenden Entwicklungsschritte und Störungen. Die sich daraus ergebenden Konsequenzen lassen sich in der Regel sehr gut mit tiefenpsychologisch fundierter Verhaltenstherapie (spezielle Therapievarianten für Oralophobiker) behandeln. Dabei bietet sich der zahnärztliche Behandlungsstuhl und das Praxisumfeld als ideales setting geradezu an. Selbst schwere Oralophobiker mit jahrzehntelanger Zahnarztabstinenz und massiven Körpersymptomen lassen sich so in der Regel gut therapieren. Im wirklich äußersten Notfall kann auch die Behandlung in Vollnarkose einen Einstieg in die Therapie der Oralophobie bieten.
Cui bono?
Oralophobie-Patienten sind aufgrund des hohen Zeitaufwandes zu den Bedingungen der Sozialkassen nicht zu behandeln. Wenige Spezialisten verfügen über eine zahnärztliche und eine psychotherapeutische Praxis mit Kassenzulassung und können so halbwegs kostendeckend abrechnen. Im Regelfall wird aber der Patient nicht um eine finanzielle Belastung herumkommen.
Quelle:http://www.oralophobie.de/oralophobie.shtml
Erfahrungsbericht
ERFAHRUNGSBERICHT MICHAEL A.
Ich habe meine Angst überwunden!
Nach einem halbjährigen Behandlungszeitraum habe ich nächste Woche meinen vorerst letzten Zahnarzttermin - und ich freue mich darauf.
Ich freue mich darauf, wieder meine Zähne beim Lachen zeigen zu können, ich freue mich, meine panische Angst vor Zahnärzten überwunden zu haben, und ich freue mich über jeden Tag, da ein Felsblock von meiner Seele genommen wurde. Dieser Bericht soll all jenen Hoffnung geben, die wie ich über viele Jahre vor dem Problem Zahnarzt davongelaufen sind. Die panische Angst vor der Behandlung, zusammen mit immer größer werdender Scham, lösten bei mir Herzrasen, Schweißausbrüche, Notlügen, Verdrängung usw. aus, aber eine Gewissheit blieb immer: Eines Tages wirst Du am Abgrund stehen, d.h. Du musst zum Zahnarzt - die Todesstrafe kann nicht schlimmer sein.
Meine Lebensfreude und Lebensqualität war auf ein Minimum gesunken, mein Lebensinhalt war nur davon geprägt, das Thema Zähne und Zahnarzt zu umgehen.
Und heute freue ich mich auf meinen nächsten Zahnarzttermin ! Ich habe es geschafft, mich von meiner Angst zu befreien. Geholfen hat mir mein Zahnarzt, Dr. M. dem ich dafür unendlich dankbar bin. Wie es dazu kam, will ich hier schildern, damit vielen Leidensgenossen (innen) auch geholfen werden kann.
Meine Angstkarriere fing mit zwei rustikalen Zahnärzten an. Den einen erlebte ich als Kind und Jugendlicher, den anderen später als Erwachsener (der hat mir dann den Rest gegeben). Beide hatten eines gemeinsam: Schmerzen bei der Behandlung müssen ausgehalten werden ("Du bist doch ein Bub und keine Memme") oder wurden als Konsequenz einer längeren Behandlungspause angesehen ("Wären Sie früher gekommen, würde es jetzt nicht so weh tun"). Nachdem mir dieser Zahnarzt unter großen Schmerzen einen vereiterten Backenzahn gezogen hatte, war für mich klar: Nie mehr Zahnarzt ! Schlimmere Schmerzen könnten nicht mehr auf mich zukommen, allein der Gedanke, wieder einem solchen Brutalo ausgeliefert zu sein, trieb mir den Angstschweiß auf die Stirn. Was dann folgte, war der schleichende Verlust meiner Lebensqualität. Ich verlor einen Zahn nach dem anderen, zum Teil unter heftigsten Schmerzen, aber die Verdrängung dieses Problems in die hinterste Ecke meines Bewusstseins funktionierte (noch). Mit der Zeit, am Ende waren es ca. 20 Jahre, wurde der Druck immer größer. Eine Mischung aus Angst, Scham, Hilflosigkeit, Hoffnungslosigkeit legten sich wie ein tief schwarzer Schatten auf meine Seele. Besonders schlimm waren die Augenblicke, in denen mich meine Familie mit dem Thema Zahnarzt konfrontierte. Dann kamen noch Lügen und Ausreden dazu. Durch die ständige Angst entdeckt und überführt zu werden, wurde die Schlinge um meinen Hals immer enger. Da ich zu diesem Zeitpunkt dachte, ich wäre der einzige Mensch auf der Welt, fühlte ich mich völlig verloren und verlassen. Ich sah keinen Ausweg.
Durch Zufall entdeckte ich in einer Frauenzeitschrift einen Artikel über Zahnarztangst mit einem entsprechenden Hinweis auf eine Internetseite. Ich landete auf der Homepage von Dr. L. und ich fühlte mich erleichtert und euphorisch, als ich erkannte, dass ich nicht der einzige "Verrückte" auf dieser Welt war. Dennoch habe ich zwei Wochen gebraucht, um Dr. L. anzurufen. Er war sehr nett und verständnisvoll und vereinbarte mit mir einen Termin, nur um meine Zähne zu begutachten und einen Behandlungsplan zu verabreden. Außerdem erklärte er mir, dass die Behandlung privat zu bezahlen sei. Egal, ich hatte den ersten Schritt aus meiner Hilflosigkeit getan und hatte mit einem Zahnarzt gesprochen, der Verständnis für mich zeigt.
Zwei Wochen später war es soweit. Ich zitterte am ganzen Körper, als ich das Behandlungszimmer betrat. Dr. L. war sehr nett, er machte mir keine Vorwürfe, aber er war auch sehr geschäftstüchtig. Als Ergebnis der Untersuchung erhielt ich einen Behandlungsplan mit einer vierstündigen Operation in Vollnarkose zum Preis von ca. DM 15.000. Was für eine Aussicht! Mit einer Behandlung war ich mein ganzes Problem los, allerdings auch pleite. Ich hatte die feste Absicht, mich operieren zu lassen und dann hinterher meine Familie zu informieren.
Heute sage ich zum Glück, wurde aus organisatorischen Gründen der Operationstermin immer wieder verschoben. Denn in der Zeit des Wartens kam zum einen meine Angst wieder hoch, auf der anderen Seite kam ich immer mehr ins Grübeln, ob ich damit mein Problem gelöst hätte. Was wäre bei einem folgenden Arztbesuch geworden? Ich kann mich doch nicht jedes Mal in Vollnarkose versetzen lassen, wenn an meinen Zähnen nur eine Kleinigkeit zu erledigen ist. Hin und hergerissen, es doch nicht zu schaffen, war ich völlig verzweifelt. Gleichzeitig stand der Familienzahnarztbesuch an und meine Frau war fest entschlossen, mich zu Ihrem Zahnarzt zu führen, da wohl mein Zahnarzt mich nicht richtig behandeln würde (??!). Der Tag der Offenbarung war gekommen. Ich beichtete meiner Frau alles und sie hat zum Glück wundervoll reagiert, obwohl ich Sie über viele Jahre über meine angeblichen Zahnarzttermine belogen hatte.
Letztlich kam ich zu dem Schluss, dass eine Operation in Vollnarkose nicht für mich das Richtige sei. Damit würde zwar mein akutes Gebissproblem gelöst, aber ich fühlte, dass damit mein Problem der Angst vor einer Zahnbehandlung nicht gelöst würde. Aber was tun? Der "Familienzahnarzt" kam für mich nicht in Frage. Trotz meines positiven Erlebnisses bei Dr. L. (er hatte sich nur meine Zähne angesehen, aber sonst nichts gemacht) war meine Angst nicht geringer geworden. Im Internet fand ich schließlich die Homepage von Dr. M. in Xyz. Ich nahm meinen ganzen Mut zusammen und vereinbarte einen Termin in seiner Praxis. Die Fahrt dorthin werde ich nicht vergessen. Jede Autobahnausfahrt zog mich magisch an, ich hatte das Gefühl, in den Abgrund zu fahren.
Dann saß ich im Besprechungszimmer und Dr. M. erkundigte sich nach meiner Leidensgeschichte. Schon bei diesem Gespräch stellte ich erleichtert fest, dass ich einen Zahnarzt gefunden hatte, der Verständnis für mich hat und der mir helfen will. Er untersuchte meine Zähne und trotz meiner panischen Angst fühlte ich mich nicht ausgeliefert. Die Krönung dieses ersten Besuches war allerdings, dass Dr. M. sofort einen abgebrochenen Zahn reparieren wollte. Ich war zwar auf eine Untersuchung eingestellt, aber sofort eine Behandlung - das war fast zuviel. Dr. M. versicherte mir, dass die Behandlung absolut schmerzfrei sei und ich auch keine Spritze benötigen würde. Also was tun ? Mut hatte ich keinen mehr, davon laufen wollte ich auch nicht. Also willigte ich ein. Nach fünfzehn Minuten hatte ich einen reparierten Zahn, die Behandlung war absolut schmerzfrei und ich fühlte mich so erleichtert, dass ich am liebsten laut schreiend durch XYZ gerannt wäre.
Jetzt war der Bann gebrochen. Wir vereinbarten den nächsten Termin und meine Behandlung begann. Alles was ich während der Behandlungen erlebte war nichts im Vergleich zu den Zahnschmerzen und dem seelischen Druck in den Jahren zuvor. Und das Sensationellste war, dass ich keine Schmerzen aushalten musste. Mein Gebiss musste komplett saniert werden, mir wurden über zehn Wurzelreste oder Zähne gezogen, aber alles völlig schmerzfrei! Selbst die Spritzen pieksten nur am Anfang ein klein wenig, das war alles. Ob Parodontosebehandlung, Zahnsteinentfernung, Kariesbehandlung usw., Dr. M. ging so vorsichtig und verständnisvoll mit mir um, dass bei jedem Termin meine Angst immer geringer wurde. Heute bin ich froh, einer Operation in Vollnarkose nicht zugestimmt zu haben, denn ich habe "live" meine Behandlungen erlebt und festgestellt, dass alles gar nicht so schlimm ist. Der Horror im Kopf, die Vorstellung und Phantasie, wie schrecklich eine Zahnbehandlung sein müsste, ist viel schlimmer als die Realität.
Sicherlich gibt es noch andere gute und verständnisvolle Zahnärzte, aber für mich ist (war) Dr. M. "meine helfende Hand" . Heute habe ich meine Angst überwunden und ich kann allen nur wünschen: Nehmt Euren Mut zusammen und meldet Euch! Ihr seid nicht allein mit Eurem Problem und es gibt viele Zahnärzte, die Verständnis haben und Euch helfen können. Ich habe es auch geschafft - also nur Mut.
Wer direkten Kontakt mit dem Verfasser des Erfahrungsberichtes aufnehmen will, kann ihn erreichen unter zaehne-ok@gmx.de.
Quelle: http://www.oralophobie.de/cgi-bin/macher_pub_erfahrungsberichte.pl?Detail=3
Scheint manchmal auch die Brücke
der Hoffnung zerbrechlich
ist sie trotzdem eine der tragfähigsten.
Autor: Kurt Haberstich ( geboren 1948 )
Ein Gespräch mit der Angst!
Hallo Angst!
Da bist Du ja wieder. Hast Du mich also wieder einmal gefunden!? Und dabei hatte ich mich doch so gut vor Dir versteckt.
Weißt Du, ich habe es nicht so gerne, wenn Du mich so unvorbereitet besuchst... Aber so unvorbereitet war es ja diesmal gar nicht, oder?
Wenn ich genauer hingehört hätte, hätte ich Dich kommen hören. Aber so konntest Du Dich leise anschleichen... und Du hast mich erschreckt.
Jetzt muß ich mich erst wieder an Dich gewöhnen... ich fürchte mich vor Dir. Wenn Du da bist, bekomme ich ein ungutes Gefühl und ich habe Angst, dass ich Dich nicht mehr loswerde... denn viele meiner Tricks kennst Du ja bereits. Und so fürchte ich mich schon vor Dir, obwohl Du noch gar nicht bei mir angekommen bist.
Ich kann leider nicht sagen, daß ich mich über Deinen Besuch freue -aber wenn ich Dich bitte zu gehen, dann bleibst Du erst recht. Das kennen wir ja bereits.
Du bist ein hartnäckiger Besucher und Du gehst niemals ohne Dein Ziel zu erreichen.
Also, warum bist Du diesmal gekommen?
Vielleicht weil Du ein Teil meines Lebens bist und ich Dich in letzter Zeit vernachlässigt habe – oder vielleicht weil ich mich vernachlässigt habe.
Du willst zu meinem Leben dazugehören, weil Du ja nicht nur negativ bist... Du verschaffst Dir Deine Daseinsberechtigung, Deinen Respekt... ohne Rücksicht auf meine Gefühle. Du meinst, ohne Dich kann ich nicht leben.
Und Du hast recht - Du gehörst zu jedem Menschen dazu - und daß ich mich so sehr vor Dir fürchte, nun ja, dafür kannst Du ja nichts. Manchmal bist Du sehr nützlich, ja sogar lebenswichtig... und das weißt Du falsche Bescheidenheit war noch nie etwas für Dich. Du bist ja auch gar nicht ständig da... Du kommst nur manchmal zu Besuch, in letzter Zeit sehr häufig - aber wenn Du nicht bei mir bist, dann muß ich ständig an Dich denken... meistens fürchte ich mich dann vor Dir, anstatt zu sagen "Komm doch, Angst, ich lade Dich ein und wenn Du Dich nicht gut benimmst, dann schmeiß' ich Dich raus"...
Aber genau das ist meist das Problem, Du gehst nur freiwillig, nie wenn ich versuche Dich zu zwingen. Dann willst Du mir unbedingt Deine Stärke beweisen... und Du gewinnst immer... mit Dir zu kämpfen hat keinen Sinn.
Daß Du aber immer in den unmöglichsten Momenten auf die Idee kommen mußt, mich zu besuchen. Immer dann, wenn ich Dich so überhaupt nicht sehen will - deshalb bist Du meist ein ungebetener Gast. Aber wenn ich ehrlich bin...an meinem Lebensweg hast Du mich nie gehindert... nein, eher hast Du mich auf, den richtigen, meinen Weg geführt, wenn ich mal wieder auf Schleichwegen unterwegs war.
Und Du kannst doch auch in so nützlichen Momenten auftauchen, so z.B. wenn ich im Dunklen die Straße entlang gehe und Du mir sagst "Paß' hier jetzt gut auf Dich auf, sei vorsichtig!". Kannst Du Dich nicht auf solche Momente beschränken? Derzeit wohl nicht, oder? Denn etwas anderes willst Du mir in von mir weniger geschätzten Momenten auch nicht sagen, oder? Du sagst eigentlich immer nur: Paß' gut auf Dich auf! Achte auf Dich... sonst bist Du in Gefahr! Dein Leben ist in Gefahr, Dein Weg... achte darauf, wer Du bist.
Je länger ich mich mit Dir beschäftige, umso deutlicher wird mir, warum Du es für richtig hältst, mich zu besuchen.
Du tauchst immer kurz nach Beginn eines neuen Lebensabschnitts auf. Gnädigerweise bist Du vor und während dem Übergang in einen neuen Lebensabschnitt nicht so deutlich präsent, damit ich ohne Probleme einen Weg beschreiten kann. Du willst mir ja auch nicht wirklich schaden, das habe ich schon verstanden.
Aber kurze Zeit später, wenn ich mich schon etwas eingelebt habe, ein kleines Nest gebaut habe, tauchst Du plötzlich auf. Du sagst: Schatzi, es ist Zeit inne zu halten... zu überprüfen, ob alles in den richtigen, von Dir gewünschten Bahnen verläuft. Gehst Du noch Deinen Weg?
Die Entscheidung weiterzumachen ist zu treffen, kleine Korrekturen sind vorzunehmen... damit ich später umso stolzer sein kann.
Aber wenn Du zu mir sprichst, ist es so unendlich schwer weiterzumachen..
Ich weiß, daß Du Recht hast. Es ist nach Deinen Besuchen immer irgendwie anders als vorher. Ich weiß Dinge anders zu schätzen, Wertigkeiten verändern sich... und ich habe das Gefühl ein Stück reifer und klüger geworden zu sein. Und vor allem: Ich kann mich sehen... und ich mag mich!
Also sollte ich mich dann nicht über Deine Besuche freuen? Da Du mir doch nichts Böses willst...
Aber meinst Du wirklich, ich würde all diese Dinge nicht erkennen, wenn Du mich nicht besuchen würdest? Bin ich wirklich nur mit Dir zusammen in der Lage zu erkennen, wer ich bin? Das fände' ich schon ein bißchen armselig von mir und auch sehr anmaßend von Dir! Du
bist nicht der einzige Teil in meinem Leben, der mich geprägt hat. Was ist mit all den schönen Gefühlen.. was ist mit der Liebe? Ich kann Dinge doch auch auf die sanfte Tour lernen...aber eben nicht alle, hm? Die Gesamtheit der Dinge macht den entscheidenden Unterschied.
Das ist es wohl... Du bist nicht der einzige Teil, aber Du willst auch nicht ignoriert werden... und Du sorgst mit Nachdruck dafür, daß es auch nicht passiert. Weißt Du was? Ich lade Dich ein!
Besuch mich, wann immer Du magst... denn ich weiß, Du bist kein Dauergast und ich kann mich mittlerweile auch gut mit Dir unterhalten... es ist nicht mehr diese beklemmende, lähmende Stille da. Wir sind zusammen aktiv...wir denken... wir schreien... wir fühlen... wir kämpfen... wir finden Lösungen.
Und wenn Du Deinen Besuch beendest... sind wir beide befreit. Es war anstrengend... und wir sind froh, daß es mal wieder geschafft ist... wir hoffen auf kein baldiges Wiedersehen...
Aber wir beide wissen...... Du kommst erst dann wieder, wenn Du es für unbedingt nötig hältst. Und ich höre Dich jedesmal ein bißchen eher kommen...ich kann Dich riechen, wenn Du nahe genug dran bist. Das nimmt zumindest einen Teil der Furcht vor Deinem nächsten Besuch!
Ich glaube, wir können Freunde werden! Liebe Grüße, Dein...... Angsthase
Quelle: http://www.angst-panik-depressionen.de/page8.php
Autor: Sabine Heerdt
- Depash-Fahrt in den Hannover Zoo am 29.08.09
Wir fuhren in den Zoo Hannover und mussten alle früh aufstehen, zu früh! Meine Mutter und ich sind dann nach Melsungen zu einem Parkplatz gefahren, und meine Mutter musste schon gleich noch mal auf Toilette. Dann kam der Bus. Im Bus hab ich nach anfänglich ziemlich schlechter Laune, erst noch einmal eine Runde geschlafen und dann sind wir auf eine Raststätte gefahren. Ich habe mir einen heißen Kakao geholt. Danach sind wir weiter gefahren, und ich bin wieder eingeschlafen. Als wir in Hannover angekommen waren hat mich meine Mutter geweckt. Dann sind wir in den Zoo gegangen und mussten auf die Karten warten.
Als erstes habe ich ein paar komische Vögel fotografiert.
Dann wollten wir zu den Sambesi-Booten gehen, aber es war eine sehr große Schlange vor uns. Wir sind dann erstmal zu den Nilpferden gegangen aber sie waren leider nicht zu sehen. Danach sind wir zu dem Vogelhaus gegangen, da war es sehr warm drin. Dann kamen die Affen und ich habe sie gefilmt. Endlich sind wir zu den Sambesi-Booten gegangen und haben erst einmal gemütlich eine Bootsfahrt gemacht. Danach gingen wir noch einmal zu den Nilpferden und das Beste war, dass sie direkt an der Scheibe waren.
Vorher waren wir bei der Elefanten-Show, sie war sehr lustig, auch davon hab ich mir ein Video gedreht. Wir mussten dann aber leider zum Bus, und dann bin ich eingeschlafen ... Danach sind wir in einer Pizzeria Essen gegangen und ich habe mir eine kleine Meeresfrüchte-Pizza bestellt. Nach dem Essen sind wir dann nach Hause gefahren. Es war ein sehr schöner Tag und ich hatte viel Spaß.
Autor: Nils
Depression, eine Erkrankung des gesamten Körpers
Depression ist eine Erkrankung des gesamten Körpers, die behandelt werden muss und erfolgreich behandelt werden kann! Betroffen sind nicht nur Ihr Denken, Ihre Gefühle, Ihr Verhalten und Umgang mit anderen, sondern auch viele Körperfunktionen.
Wir wissen seit vielen Jahren, dass in der Depression vorübergehende Veränderungen im Gehirnstoffwechsel auftreten. Dabei geraten diejenigen „Botenstoffe“ aus dem Gleichgewicht, die letztendlich für unsere Gedanken, Gefühle, die Körperfunktionen und unser Handeln und Tun ausschlaggebend sind. Ihre quälenden Beschwerden – seien es Schlafstörungen, Energieverlust, Schuld- oder Versagensgefühle – sind also nicht rein „seelisch“ oder, wie viele glauben, „Ausdruck von Willensschwäche“. Sie sind durch die Krankheit Depression bedingt. Nach heutigem Wissensstand entsteht die Krankheit Depression durch einen Mangel an bestimmten „Botenstoffen“ im Gehirn. Die Depression ist also keine normale Traurigkeit, keine persönliche Schwäche, kein Versagen und kein persönliches Unvermögen, sondern eine Krankheit, die Ihren ganzen Körper betrifft.
Quelle: http://www.depression.de/depression/frs_0ErkrankungDesKorpers.html
Autor: Sabine Heerdt
Seelische und körperliche Belastung
Reizdarm (Reizkolon, Colon irritabile)
Dr. med. Beate Eigler, Fachärztin für Innere Medizin
Was ist ein Reizdarm?
Das Reizdarm-Syndrom ist eine Funktionsstörung des Verdauungstrakts mit chronischen Beschwerden wie Bauchschmerzen, Stuhlunregelmäßigkeiten (Wechsel zwischen Durchfall und Verstopfung) und Blähungen. Die Symptome treten häufiger tagsüber auf als nachts. Typischerweise findet der Arzt beim Reizdarm-Syndrom keine krankhaften Organveränderungen.
Ein Reizdarm - Mediziner sprechen auch von einem Colon irritabile - ist vergleichsweise harmlos. Auch wenn die Beschwerden oft Monate, Jahre oder manchmal ein Leben lang andauern und das Allgemeinbefinden stark beeinträchtigen: Sie sind nicht bösartig, nicht ansteckend, erhöhen das Darmkrebs-Risiko nicht und schränken auch die Lebenserwartung nicht ein.
Das Reizdarm-Syndrom tritt meist zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr zum ersten Mal in Erscheinung. Für Deutschland geht man von mindestens fünf Millionen Betroffenen aus. Bei jedem Zweiten, den Bauchschmerzen, Durchfall und Verstopfung plagen, finden die Ärzte keine organische Ursache für die Beschwerden. Vermutlich sind Funktionsstörungen des Verdauungstrakts für die Beschwerden verantwortlich. Ein Reizdarm wird bei Frauen etwa zwei- bis dreimal so häufig diagnostiziert wie bei Männern.
Wie entsteht ein Reizdarm?
Die genaue Ursache des Reizdarms ist nicht ausreichend bekannt. Vermutlich ist bei der Entstehung des Reizdarm-Syndroms eine Störung des Informationsaustauschs zwischen Gehirn und Darm beteiligt. Der Nerven-Botenstoff Serotonin (verantwortlich für die Steuerung der Darmfunktion und der Schmerzwahrnehmung) spielt wahrscheinlich eine Schlüsselrolle. Für diese Erklärung spricht die Beobachtung, dass beim Reizdarm-Syndrom die Bewegungsabläufe im Darm gestört sind und in vielen Fällen die Wahrnehmung schon normaler Verdauungsvorgänge schmerzhaft gesteigert ist. Die Beschwerden werden häufig von folgenden Umständen ausgelöst oder verschlimmert:
- Seelische und körperliche Belastung (Stress und Ärger verstärken die Beschwerden)
- Ernährung (Unverträglichkeiten, Essverhalten, Ernährungsweise)
Zudem fanden Forscher eine erhöhte Zahl von weißen Blutkörperchen (Lymphozyten) in der Darmwand betroffener Patienten. Solche Veränderungen sprechen für eine Entzündung der Darmwand.
Welche Anzeichen treten auf ?
Der Reizdarm macht sich durch eine Reihe von typischen, oft quälenden Beschwerden bemerkbar, die sich tagsüber steigern können, nachts jedoch aufhören:
- Schmerzen, Krämpfe und Missempfindungen im gesamten Bauchbereich, die sich nach Stuhlgang bessern
- Durchfall oder Verstopfung oder Wechsel zwischen beiden
- Veränderte Stuhlzusammensetzung (hart, wässrig oder breiig)
Beschwerden, die nicht den Verdauungstrakt betreffen, aber oft mit dem Reizdarm-Syndrom einhergehen, sind:
- Psychosomatische oder psychische Erkrankungen (Angst, Depression)
- Abgeschlagenheit, Konzentrationsschwierigkeiten, Schlafstörungen
- Kopfschmerzen, Migräne, Rückenschmerzen
Wie erfolgt die Diagnose?
Die entscheidenden Hinweise auf ein Reizdarm-Syndrom bekommt der Arzt aus Krankengeschichte, denn die Beschwerden sind sehr charakteristisch.
Bevor die Diagnose Reizdarm feststeht, müssen jedoch andere Krankheiten wie Morbus Crohn, chronische Dickdarmentzündung, Darmkrebs, Unverträglichkeit von Milchzucker, Unverträglichkeit von Fruchtzucker oder Magen-Darm-Infekte ausgeschlossen sein.
Folgende Untersuchungen können sinnvoll sein:
- Laboruntersuchungen
- Untersuchung des Stuhls auf Blut, Bakterien oder Parasiten
- Ultraschall-Untersuchung des Bauches (Abdomen-Sonographie)
- Endoskopische Untersuchung des Mastdarms und/oder des Dickdarms
- Gabe von Milchzucker (Laktose-Belastungstest), um eine Unverträglichkeit gegenüber Milchzucker auszuschließen
- In einigen Fällen Röntgenuntersuchung des Dünndarms
- Ggf. Computertomografie
- Psychosomatische Untersuchung
Wie wird der Reizdarm behandelt?
Eine dauerhafte Heilung des Reizdarm-Syndroms ist derzeit nicht möglich. Die Therapie zielt in erster Linie darauf ab, die Beschwerden zu lindern. Die Behandlung umfasst Ernährungsmaßnahmen, Medikamente und psychotherapeutische Behandlung.
Diät:
- Eine spezielle Reizdarm-Diät gibt es nicht.
- Vermeiden Sie jedoch alle Speisen und Getränke, die Ihre Reizdarm-Beschwerden verschlimmern, zu Blähungen führen, sowie starke Gewürze, Kaffee, Alkohol und Nikotin.
- Essen Sie viele kleine Portionen statt weniger großer.
- Trinken Sie reichlich Wasser.
- Lassen Sie sich von einer Ernährungsberatung helfen.
Medikamente: Präparate gegen Reizdarm-Beschwerden sollten nur zeitlich begrenzt eingesetzt werden:
- Bei Krämpfen werden krampflösende Mittel (wie Butylscopolamin oder Mebeverin) gegeben. Auch manche Substanzen gegen Depressionen (trizyklische Antidepressiva) haben eine solche Wirkung.
- Bei Verstopfung helfen Ballaststoffe (günstig sind z.B. Kleie oder Leinsamen) oder ggf. Abführmittel (z.B. Lactulose, Macrogol oder Bisacodyl).
- Bei Durchfall werden Quellmittel (z.B. Pektine, Flohsamenpräparate) und stuhlganghemmende Medikamente (z.B. Loperamid) empfohlen.
- Bei Blähungen können pflanzliche Präparate (Kamille, Kümmel, Fenchel, Anis, u.a.), Schaumhemmer (wie Simeticon) und Quellmittel gegeben werden.
- Schmerzmittel je nach Stärke der Schmerzen (nicht-steroidale Entzündungshemmer, Opioide)
- Auch pflanzliche Mittel wie Pfefferminze helfen gegen die Reizdarm-Beschwerden.
Psychotherapeutische Behandlung:
- Progressive Muskelentspannung und andere Entspannungsübungen, Hypnose, Verhaltenstherapie und Psychotherapie werden bei Reizdarm individuell eingesetzt.
Was können Sie selbst tun?
- Führen Sie ein Tagebuch, um herauszufinden, was Ihre Reizdarm-Beschwerden verursacht (Tages- und Arbeitsrhythmus, Stress, Ernährungsgewohnheiten, Medikamente).
- Verringern Sie beruflichen oder privaten Stress, machen Sie Entspannungsübungen.
- Bewegung ist wichtig, um die Darmfunktion zu stärken und Stress zu mindern.
- Wärme kann die Reizdarm-Beschwerden lindern (Wärmflaschen, Wärmedecken).
Prognose und allgemeine Komplikationen
Ein Reizdarm-Syndrom ist nicht gefährlich, es führt nicht zu Darmkrebs. Trotzdem beeinträchtigt es die Lebensqualität oft sehr. Die Reizdarm-Beschwerden sind häufig chronisch und können ein Leben lang auftreten. Sie können zu- oder abnehmen und auch für einige Zeit abklingen. Ursächlich behandeln lässt sich das Syndrom bislang nicht, jedoch können die richtige Therapie und Lebensweise Beschwerden lindern. Deshalb ist es für Reizdarm-Patienten sehr wichtig, einen erfahrenen Arzt ihres Vertrauens zu finden.
Quelle:
http://www.netdoktor.de/Krankheiten/Reizdarm/Wissen/Reizdarm-Reizkolon-Colon-irritab-19.html
10 Jahre Selbsthilfetag in Frielendorf
Am 16. August 2009 hat Gundi Amft die Initiatorin des Selbsthilfetages im Schwalm-Eder-Kreis die 10. Veranstaltung eröffnet. Geladen waren 26 Gruppen und Institutionen.
Unter großem Applaus begrüßte sie alle Anwesenden und bedankte sich für die zahlreiche Teilnahme.
Anschließend begrüßte Landrat Frank-Martin Neupärtl, Schirmherr des Selbsthilfetages, die Anwesenden. In seiner Rede bedankte er sich bei Gundi Amft für ihr Arrangement und die Organisation der Selbsthilfetage. Außerdem wurde der Verein Depash hervorgehoben und die vorzügliche Arbeit von Helga Jakob und den engagierten Gruppenmitgliedern gewürdigt. Desweiteren erinnerte er nochmals an den „Mokka bei Köhler“.
Die Informationsveranstaltung war sehr gut besucht.
Auch an unserem Stand war das Interesse groß, wir haben viele Gespräche geführt und einige haben sich unserem Verein angeschlossen.
Es war ein rundherum erfolgreicher und schöner Tag nach dem Motto
„Viele Gedanken ein Ziel – Gemeinsam sind wir stark“ (so Gundi Amft)
Ein herzliches Dankeschön der Initiatorin
Weiter so
Autor: Heike Hoppe
Deine Kinder sind nicht deine Kinder.
Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selbst.
Sie kommen durch dich, aber nicht von dir, und obwohl sie bei dir sind, gehören sie dir nicht.
Du kannst ihnen deine Liebe geben, aber nicht deine Gedanken, denn sie haben ihre eigenen Gedanken.
Du kannst ihrem Körper ein Heim geben, aber nicht ihrer Seele, denn ihre Seele wohnt im Haus von morgen, das du nicht besuchen kannst, nicht einmal in deinen Träumen.
Du kannst versuchen, ihnen gleich zu sein, aber suche nicht, sie dir gleich zu machen.
Denn das Leben geht nicht rückwärts und verweilt nicht beim Gestern.
Du bist der Bogen, von dem deine Kinder als lebende Pfeile ausgeschickt werden.
Lass deine Bogenrundung in der Hand des Schützen Freude bedeuten.
Khalil Gibran
Lebensweisheit
Es war einmal ein Ehepaar, das einen 12jährigen Sohn und einen Esel hatte. Sie beschlossen zu verreisen, zu arbeiten und die Welt kennenzulernen. Zusammen mit ihrem Esel zogen sie los. Im ersten Dorf hörten sie, wie die Leute redeten: "Seht Euch den Bengel an, wie schlecht er erzogen ist... er sitzt auf dem Esel und seine armen Eltern müssen laufen." Also sagte die Frau zu ihrem Mann: "Wir werden nicht zulassen, dass die Leute schlecht über unseren Sohn reden." Der Mann holte den Jungen vom Esel und setzte sich selbst darauf. Im zweiten Dorf hörten sie die Leute folgendes sagen: "Seht Euch diesen unverschämten Mann an... er lässt Frau und Kind laufen, während er sich vom Esel tragen lässt." Also liessen sie die Mutter auf das Lastentier steigen und Vater und Sohn führten den Esel. Im dritten Dorf hörten sie die Leute sagen: "Armer Mann! Obwohl er den ganzen Tag hart gearbeitet hat, lässt er seine Frau auf dem Esel reiten. Und das arme Kind hat mit so einer Rabenmutter sicher auch nichts zu lachen!" Also setzten sie ihre Reise zu dritt auf dem Lastentier fort. Im nächsten Dorf hörten sie die Leute sagen: "das sind ja Bestien im Vergleich zu dem Tier, auf dem sie reiten. Sie werden dem armen Esel den Rücken brechen!" Also beschlossen sie, alle drei neben dem Esel herzugehen.
Im nächsten Dorf trauten sie ihren Ohren nicht, als sie die Leute sagen hörten: "Schaut euch die drei Idioten mal an. Sie laufen, obwohl sie einen Esel haben, der sie tragen könnte!"
Fazit: die anderen werden dich immer kritisieren und über dich lästern und es ist nicht einfach, jemanden zu treffen, der dich so akzeptiert wie du bist. Deshalb: leb so, wie du es für richtig hältst und geh, wohin dein Herz dich führt...
Quelle: http://www.blogigo.de/Danis_Diary/Lebensweisheit/6/
Zwei Rentnerpaare sind mit dem Auto auf der Autobahn und fahren nicht mehr als 81 km/h. Ein Polizist hält das Auto an. Der Opa fragt: ´Waren wir zu schnell?´ Darauf der Polizist: ´Nein, aber warum fahren Sie so langsam?´ Opa: ´Darf man schneller fahren?´ Polizist: ´Ich denke 100 km/h kann man ruhig fahren.´ Opa: ´Aber auf dem Schild steht A81.´ Polizist: ´Ja, und? Was meinen Sie?´ Opa: ´Na, da muss ich doch 81 km/h fahren.´ Polizist: ´Nein, das ist doch nur die Nummer der Autobahn.´ Opa: ´Ach so. Danke für den Hinweis.´ Der Polizist schaut auf die Rückbank des Autos und sieht zwei steif sitzende Omis mit weit aufgerissenen Augen und unendlich großen Pupillen. Da fragt der Polizist fürsorglich die beiden Rentner: ´Was ist denn mit den zwei hinten los? Ist den Damen nicht gut?´ Da sagt der andere Opa: ´Doch, doch. Wir kommen nur von der B252.´
Ein Zoologie-Student steht mitten im Examen. Der Professor deutet auf einen halb bedeckten Käfig, in dem nur die Beine eines Vogels zu sehen sind. "Welcher Vogel ist das?" "Weiß ich nicht." "Ihren Namen bitte!" Da zieht der Student seine Hosenbeine hoch: "Raten Sie mal!"
Mündliche Prüfung an der Uni. Der Professor bittet den ersten Studenten in den Hörsaal und beginnt mit einer besonders einfachen Frage: "Was ist schneller - das Licht oder der Schall?" Antwort vom Studenten: "Der Schall! Wenn ich den Fernseher einschalte, höre ich zuerst den Ton und sehe dann das Bild." Prof stinksauer: "RAUS!". Nun ist der zweite Student an der Reihe, dem er die gleiche Frage stellt. Der Student antwortet: "Das Licht ist schneller!". Prof.: "Sehr gut, und wie begründen Sie das?" Student: "Wenn ich das Radio einschalte, leuchtet zuerst das Licht und dann kommt der Ton." Prof: "RAUS!". Langsam wird's dem Prof zu blöd und überlegt sich, ob er die Frage nicht anders formulieren sollte. Er bittet den dritten Studenten in den Raum und fragt: "Stellen Sie sich vor, Sie stehen in einiger Entfernung vor einer Kanone, die auf Sie abfeuert. Was nehmen Sie zuerst wahr - den Blitz oder den Knall?" Der Student: "Den Blitz natürlich" Prof: "Sehr gut - warum?" Student: "Schließlich sind die Augen weiter vorne als die Ohren!"
Das Kamelkind fragt den Kamelvater: "Du, Papi, warum haben wir eigentlich zwei Höcker auf dem Rücken?" Darauf der Kamelvater: "Damit speichern wir Nahrung, wenn wir durch die Wüste ziehen." Kamelkind: "Und warum haben wir so lange Wimpern?" Kamelvater: "Damit uns der Wind nicht den Sand in die Augen bläst, wenn wir durch die Wüste ziehen." Kamelkind: "Und warum haben wir Hufe anstelle von Füßen?" Kamelvater: "Damit wir nicht im Sand einsinken, wenn wir durch die Wüste ziehen." Kamelkind: "Und was machen wir dann im Zoo?"
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